... nicht auf dem Kalender, aber in meinem Lebenslauf.
Am 11. Oktober 2016 bin ich mit Sack und Pack nach London umgezogen, in ein winziges Zimmer in Forest Hill mit netten Mitbewohnern und recht planlosen Vermietern.
Ich war aufgeregt, glücklich und voller Unglauben, dass ich es tatsächlich endlich geschafft habe, meinen Traum wahr zu machen - eine Festanstellung in meiner Lieblingsstadt.
Jetzt, ein Jahr später, kann ich ganz ehrlich sagen: ich bereue nichts.
Im vergangenen Jahr habe ich tolle Menschen kennengelernt, Freundschaften geschlossen, endlich anständiges Geld verdient, mich über Nacht zusammen mit anderen Verrückten in einen Buchladen einschließen lassen und meine Lieblingsband live gesehen. Ich habe Umzugskisten auf einem Skateboard durch die Stadt geschoben, mir bei der Pride Parade Regenbogen aufs Gesicht malen lassen, im Regent's Park in der Sonne gesessen, bin nach Sonnenuntergang mit dem London Eye gefahren, habe mit meinen Kolleginnen im Meer geplantscht und bin im Regen durch die Stadt gestreift und mit meinen großartigen Mitbewohnerinnen durch Lavendelfelder gelaufen.
Natürlich fehlen mir meine Familie und meine Freunde zuhause. Aber London und Deutschland sind ja nicht so weit voneinander entfernt und wenn ich auf mittel- bis langfristige Sicht hier bleiben kann, dann wird diese Stadt mich nicht so einfach los.
In diesem Sinne:
Auf ein weiteres großartiges Jahr in London!
Cheers
Eure Auswanderin
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Freitag, 13. Oktober 2017
Mittwoch, 22. März 2017
Street Art #1
Hallo ihr Lieben!
Ja, ich lebe noch - und das nicht nur in Bezug auf das wandelnde Stück pseudo-menschlichen Abschaums, das heute Westminster unsicher gemacht hat.
Die letzten Wochen waren ganz schön stressig - auf der Arbeit ging es drunter und drüber und in meiner Freizeit war ich mit zwei Freundinnen auf Wohnungssuche.
Dafür haben wir jetzt eine wunderschöne, große, moderne, helle Wohnung, wesentlich näher an der Arbeit als es für mich vorher war, und ich werde mit zwei großartigen Mädels zusammen wohnen.
Am Sonntag konnten wir einziehen und da Sabi zu dem Zeitpunkt auf Heimaturlaub war, haben Laura und ich im Alleingang die meisten unserer Sachen in die neue Wohnung gezerrt. Zum Glück liegt die nur ein paar Minuten Fußweg von ihrer alten Wohnung entfernt, also sind wir mit zwei Koffern und einem Skateboard mit drei darauf gestapelten Kartons mehrfach hin und her gefahren. Nächstes Wochenende ziehen wir dann offiziell ein - sobald wir bei IKEA waren und uns endlich Bücherregale und Schreibtische gekauft haben!
Aber darum geht es in diesem Post eigentlich gar nicht.
Vor eineinhalb Wochen hatte ich Besuch von einer Freundin und Schreibkollegin. Zusammen haben wir London unsicher gemacht, leckere Waffeln gegessen (siehe Foto oben) und eine ganze Reihe an wundervollen Graffiti-Kunstwerken entdeckt.
Während man natürlich auch in London viel sinnloses Geschmiere sieht, gibt es hier auch ganz erstaunliche Kunstwerke, gerne auch mal mit Kommentaren zur gesellschaftlichen Situation auf der Welt. Derartige Kunstwerke werden nicht nur akzeptiert, sondern an vielen Orten in London sogar begrüßt und man findet nicht wenige Mauern mit diskreten Anleitungen: "Besprühen, sauber machen, neu besprühen, usw."
Hier nun einige Beispiele:
Einige weitere Beispiele, die ich leider nicht fotografiert habe:
Auf meiner Busroute zu meiner alten Wohnung gibt es ein Haus, dessen eine Wand aus einem großen Schwarz-Weiß-Bild der Queen besteht, die mit ihren Corgis spazieren geht.
Auf meinem Handy habe ich Fotos von Mauern mit Captain America und von Carrie Fisher als Prinzessin Leia aus Star Wars. Wenn ich das nächste Mal da vorbeikomme, wo die beiden zu finden sind, nehme ich meine Kamera mit, für Ausgabe #2 von Street Art in London.
Cheers!
Ja, ich lebe noch - und das nicht nur in Bezug auf das wandelnde Stück pseudo-menschlichen Abschaums, das heute Westminster unsicher gemacht hat.
Die letzten Wochen waren ganz schön stressig - auf der Arbeit ging es drunter und drüber und in meiner Freizeit war ich mit zwei Freundinnen auf Wohnungssuche.
Dafür haben wir jetzt eine wunderschöne, große, moderne, helle Wohnung, wesentlich näher an der Arbeit als es für mich vorher war, und ich werde mit zwei großartigen Mädels zusammen wohnen.
Am Sonntag konnten wir einziehen und da Sabi zu dem Zeitpunkt auf Heimaturlaub war, haben Laura und ich im Alleingang die meisten unserer Sachen in die neue Wohnung gezerrt. Zum Glück liegt die nur ein paar Minuten Fußweg von ihrer alten Wohnung entfernt, also sind wir mit zwei Koffern und einem Skateboard mit drei darauf gestapelten Kartons mehrfach hin und her gefahren. Nächstes Wochenende ziehen wir dann offiziell ein - sobald wir bei IKEA waren und uns endlich Bücherregale und Schreibtische gekauft haben!
Aber darum geht es in diesem Post eigentlich gar nicht.
Vor eineinhalb Wochen hatte ich Besuch von einer Freundin und Schreibkollegin. Zusammen haben wir London unsicher gemacht, leckere Waffeln gegessen (siehe Foto oben) und eine ganze Reihe an wundervollen Graffiti-Kunstwerken entdeckt.
Während man natürlich auch in London viel sinnloses Geschmiere sieht, gibt es hier auch ganz erstaunliche Kunstwerke, gerne auch mal mit Kommentaren zur gesellschaftlichen Situation auf der Welt. Derartige Kunstwerke werden nicht nur akzeptiert, sondern an vielen Orten in London sogar begrüßt und man findet nicht wenige Mauern mit diskreten Anleitungen: "Besprühen, sauber machen, neu besprühen, usw."
Hier nun einige Beispiele:
| Ein wahrhaft riesiges Bild zu Ehren des neuesten Marvel-Films "Dr Strange" |
| ET - natürlich |
| Dieser hübsche Fuchs an der Eingangstür zu einer Baustelle |
Auf meiner Busroute zu meiner alten Wohnung gibt es ein Haus, dessen eine Wand aus einem großen Schwarz-Weiß-Bild der Queen besteht, die mit ihren Corgis spazieren geht.
Auf meinem Handy habe ich Fotos von Mauern mit Captain America und von Carrie Fisher als Prinzessin Leia aus Star Wars. Wenn ich das nächste Mal da vorbeikomme, wo die beiden zu finden sind, nehme ich meine Kamera mit, für Ausgabe #2 von Street Art in London.
Cheers!
Samstag, 12. November 2016
Impressionen - Teil 1
Hier mal eine Ansammlung von Bildern, die ich im Laufe dieses ersten Monats in London so gemacht habe, und die nicht unbedingt irgend einen Zusammenhang aufweisen.
Weitere Bilder folgen demnächst - und der versprochene Post über mein neues Zuhause auch.
Cheers!
| St. Paul's Cathedral |
| The Shard und die Themse |
| Die Millenium Bridge und im Hintergrund die Kuppel von St. Paul's |
| Der Tower of London |
| Der Glockenturm von Big Ben - eines meiner Lieblingsmotive |
| Westminster |
| Bootstour oder Bustour? Warum nicht beides? |
| Westminster Abbey |
| Ein Überbleibsel vom Pride Month am Trafalgar Square |
| Trafalgar Square |
| Die National Gallery |
| Die Mall, die zum Buckingham Palace führt |
| Buckingham Palace |
| Pelikane. Denn in London findet man alles. |
| Totschick... |
| Es heißt, wer lange genug am Picadilly Circus steht, trifft dort früher oder später jeden, den er kennt. |
| Seven Dials - bzw. eine Hälfte davon |
Weitere Bilder folgen demnächst - und der versprochene Post über mein neues Zuhause auch.
Cheers!
Donnerstag, 13. Oktober 2016
Zu alten Ufern
Naaa, erkennt es jemand?
The Shard - das neueste architektonische Wunderwerk, das einem in London als wortwörtlicher Dorn ins Auge sticht.
Hier hat es mich jetzt also hin verschlagen. London. Sechs Jahre nach meinem ersten Besuch in dieser wundervollen Stadt, von der ich schon damals sagte "Wenn ich jemals da arbeiten und wohnen kann, seht ihr nur noch meine Staubwolke."
Und jetzt bin ich hier, am Ziel.
Bisher hat auch fast alles reibungslos geklappt. Traumjob gefunden, WG-Zimmer gefunden, alle Sachen rübergeschleppt, etc.
Nur die Fluggesellschaft wollte ein wenig Abenteuer ins Spiel bringen. Auf der Liste der Dinge, die man NICHT hören möchte, wenn man schon im Flieger auf dem Rollfeld ist, steht "Wir haben ein technisches Problem und müssen in die Parkposition zurückkehren" recht weit oben. Aber nach eineinhalb Stunden Warterei sind wir dann doch noch losgeflogen und heil in London angekommen - ganz so schlimm kann die technische Panne also nicht gewesen sein.
Eine weitere Sache, die bisher nicht so gelaufen ist wie gewünscht: ein Bankkonto einrichten.
Erster Versuch: HSBC, gestern.
Ich: "Hallo, ich möchte ein Bankkonte eröffnen."
Bankangestellte: "Ende nächster Woche ist ein Termin frei."
Ich: "Oh. Das dauert aber lang. Naja, dann guck ich nochmal bei ner anderen Bank."
Bankangestellte. "Arbeiten Sie oder studieren Sie?"
Ich: "Ich arbeite." *Empfehlungsschreiben vom Arbeitgeber und Ausweis zeig*
Bankangestellte: "Können wir nicht akzeptieren, auf dem Schreiben fehlt Ihr zweiter Vorname."
Ich: "...."
Bankangestellte: "Lassen Sie das ausbessern und kommen Sie morgen wieder."
Kundenservice wie in Deutschland... kaum deutet man die Konkurrenz an, schon geht alles viel schneller.
Zweiter Versuch: Lloyds, heute.
Hab mir das Schreiben nochmal neu ausstellen und von Sabi auf der Arbeit ausdrucken lassen, denn unglücklicherweise gehören Drucker zu den Gegenständen, die man für gewöhnlich nicht dabei hat, wenn man in eine WG in einem anderen Land zieht.
Die nette Dame am Schalter hat das Schreiben auch direkt akzeptiert und mir einen Termin für morgen Mittag gegeben. Wie gut, dass ich ne Oyster Card habe, die ganzen Bahnfahrten würden sonst ganz schön aufs Geld gehen.
Abgesehen von diesen kleinen Startschwierigkeiten ist bisher aber alles gut gelaufen. Hab sogar einen Lidl in der Nähe und kann mich mit richtiger Salami und sogar Nürnberger Bratwürstchen versorgen.
Von meinen Mitbewohnern hab ich bisher erst drei kennen gelernt, einen davon auch erst zwei Minuten gesprochen, aber der zieht sowieso nächste Woche aus. Natürlich war seiner prompt der erste Name, den ich mir gemerkt habe - typisch.
Als Willkommensgeschenk an mich selbst habe ich mir auch direkt bei Waterstones zwei neue Bücher gekauft und online ein Sherlock Holmes T-shirt bestellt, weil ich ja von beidem noch nicht genug habe.
Der nächste Punkt auf der Tagesordnung ist dann, mir eine Pinnwand zu besorgen und ein paar Poster aufzuhängen, damit die Wände nicht ganz so kahl aussehen. Das bekannte Londoner Wetter wird es schwer haben, mich in eine Winterdepression zu treiben, sobald etwas mehr Farbe im Raum ist.
Mehr Fotos und weitere Berichte folgen am Sonntagabend - dieses Wochenende geh ich mit Sabi shoppen und "unsere" Stadt weiter erkunden, bzw. einigen altbekannten Lieblingsorten einen Besuch abstatten.
Cheers!
Freitag, 3. April 2015
Der Anfang vom Ende
Am Mittwoch habe ich erst mein Projekt in Translation & Interpreting Studies abgegeben (endlich!) und dann meine allerletzte Unterrichtsstunde gehabt. Spanisch.
Und jetzt? Jetzt sind erstmal Ferien, bis ende April. Dann kommen zwei Prüfungen in Übersetzen, ich muss ein Projekt für TCATT einreichen und dann mitte Mai eine Prüfung in Spanisch schreiben ... und dann bleibt nur noch die Masterarbeit.
Es ist schon Wahnsinn, wie schnell das Studienjahr vorbei ist - wobei ich mich natürlich nicht beschweren werde, schließlich kann ich die zusätzliche Zeit zum Lesen nutzen und mir Schottland ansehen (die Ecken, wo ich noch nicht war, jedenfalls).
Nur den Spanischunterricht werde ich wirklich vermissen. Eloisa, unsere Lehrerin, ist supernett und die erste Spanischlehrerin, die es tatsächlich geschafft hat, Grammatik logisch nachvollziehbar und ohne wilde Gedankensprünge zu erklären. Nachdem ich mich vorher durch fünf Jahre Chaos in diesem Fach gequält habe, war das eine wirklich angenehme Überraschung.
Meine Freunde bleiben glücklicherweise über den Sommer alle hier, also werden wir jetzt noch mehr Zeit haben, um Filmeabende und Pizzanights zu veranstalten oder wenigstens ein Picknick im Park. Zufällig steht schon am Sonntag Brunch auf dem Plan - irgendwie muss man das Unterrichtsende ja feiern!
Zur Feier des Tages hier noch ein Bild vom Edinburgh Castle im Märznebel:
Cheers!
Und jetzt? Jetzt sind erstmal Ferien, bis ende April. Dann kommen zwei Prüfungen in Übersetzen, ich muss ein Projekt für TCATT einreichen und dann mitte Mai eine Prüfung in Spanisch schreiben ... und dann bleibt nur noch die Masterarbeit.
Es ist schon Wahnsinn, wie schnell das Studienjahr vorbei ist - wobei ich mich natürlich nicht beschweren werde, schließlich kann ich die zusätzliche Zeit zum Lesen nutzen und mir Schottland ansehen (die Ecken, wo ich noch nicht war, jedenfalls).
Nur den Spanischunterricht werde ich wirklich vermissen. Eloisa, unsere Lehrerin, ist supernett und die erste Spanischlehrerin, die es tatsächlich geschafft hat, Grammatik logisch nachvollziehbar und ohne wilde Gedankensprünge zu erklären. Nachdem ich mich vorher durch fünf Jahre Chaos in diesem Fach gequält habe, war das eine wirklich angenehme Überraschung.
Meine Freunde bleiben glücklicherweise über den Sommer alle hier, also werden wir jetzt noch mehr Zeit haben, um Filmeabende und Pizzanights zu veranstalten oder wenigstens ein Picknick im Park. Zufällig steht schon am Sonntag Brunch auf dem Plan - irgendwie muss man das Unterrichtsende ja feiern!
Zur Feier des Tages hier noch ein Bild vom Edinburgh Castle im Märznebel:
Cheers!
Montag, 12. Januar 2015
In der Welt zuhause
Seit gestern Abend bin ich wieder auf schottischem Boden und seit heute sind die Ferien definitiv vorbei.
Das zweite Semester hat offiziell begonnen und obwohl ich schon ganz schön erstaunt darüber bin, wie sehr die Zeit verfliegt, hat mich etwas anderes viel mehr überrascht.
Ich war drei Wochen lang zuhause in Deutschland und habe mich vorher auch schon sehr darauf gefreut, wieder dorthin zu fahren und meine Familie und Freunde zu sehen. Aber als ich dann dort war, habe ich mich immer wieder dabei erwischt, von meiner Rückkehr nach Schottland so zu reden:
"Wenn ich wieder heim fliege."
Selbst gestern morgen bei all der Hektik, der langen Fahrt zum Flughafen, der elenden Warterei in Stuttgart und dann nochmal in London Heathrow und den nervtötenden Sicherheitskontrollen (in Stuttgart haben sie jetzt Nacktscanner. Ich werd nimmer!), war ich kein Bisschen nervös.
Warum auch?
Ich wusste, wo ich hinfliege. Ich wusste, wie es da aussieht, dass meine Sachen da sind, kenne mich in der Gegend aus, habe Freunde da ...
Und fühle mich zuhause.
Home away from home, wie man so schön sagt. Ein Zuhause weg von Zuhause.
Ja, ich vermisse meine Familie und meine Freunde in Deutschland, während ich hier bin ... aber wenn ich in Deutschland bin, vermisse ich dafür Schottland und alles, was dazugehört. Und plötzlich bin ich froh, dass erst Januar ist und ich noch bis Ende August hier sein darf, um dieses fantastische Land zu entdecken und nebenbei zu studieren und neue Leute kennenzulernen und einfach so viele Erfahrungen zu sammeln, wie ich kann.
Wenn ich vorher schon diesen Verdacht hatte, dann hat er sich seit meiner Rückkehr nur bestätigt:
Dieses Auslandsstudium zu machen war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.
Cheers!
Update: die Termine für die Ausflüge in diesem Jahr sind jetzt bekannt. Siehe "Ausflüge und Events" für weitere Details.
Freitag, 17. Oktober 2014
Rebellion
Wie ich ja bereits erwähnt hatte, ist die Christina Miller Hall, in der ich mein Zimmer habe, sehr neu. Tatsächlich hat erst letztes Jahr zum ersten Mal jemand darin gewohnt.
Das an sich ist ja ganz toll, aber die Regeln sind teilweise doch ein wenig strikt. Besonders ärgerlich für alle: Man darf keine Poster aufhängen.
Grund: Die Farbe an den Wänden sei so empfindlich und würde sich dann ablösen, wenn man BluTac oder ähnliche Posteraufhänger benutzt und diese später entfernt.
Strafe für beschädigte Wände: 50 Pfund.
Wer zur Hölle auf die Idee kam, empfindliche Farbe in einem Studentenwohnheim zu benutzen, ist mir übrigens schleierhaft. Es kann definitiv niemand gewesen sein, der vorhat, länger in einem der Zimmer hier zu wohnen.
Aber da die Wände eben kahl und weiß, und die Pinnwand und beide Stühle im Raum blau sind, wirkt das Zimmer mit den weißen Möbeln dann einfach ziemlich kalt und ungemütlich.
Und dann ist da noch die kleine aber verwirrende Tatsache, dass die Universität, obwohl in allen Gebäuden das Anbringen von Postern verboten ist, einmal im Monat einen "Poster and Art Sale" veranstaltet, wo man für wenig Geld schöne Poster oder Kunstdrucke kaufen kann. Äh...
Mit all diesen Faktoren wird es wohl niemanden wundern, dass die große weiße Wand über meinem Bett seit heute so aussieht:
Großartig, oder?
Das Sherlock-Poster hab ich schon seit über einer Woche hängen, aber das andere hab ich mir gestern beim oben genannten Posterverkauf für 7 Pfund geholt. Als im September schonmal so ein Verkauf war, hab ich es auf einem der Werbeplakete gesehen und sofort toll gefunden, aber da war der Verkauf leider seit einer halben Stunde vorbei und das Poster nicht mehr aufzutreiben.
Unten dran steht in Großbuchstaben "IMAGINATION" (Fantasie) und dann ein Zitat von Albert Einstein:
"Imagination is more important than knowledge. Knowledge is limited. Imagination encircles the world."
"Fantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt. Fantasie umfasst die ganze Welt."
Ich wollte unbedingt etwas buntes in meinem Zimmer haben und noch viel bunter als das geht wohl kaum ...
Das Poster ist übrigens riesig: 140 x 100 cm
Ich rebelliere also gerade ein wenig, aber das machen alle anderen auch. Und wenn ich die Klebestreifen, die keine Rückstände hinterlassen und sehr verträglich sind, dann am Ende meines Studiums entferne und die Poster einrolle, werden hoffentlich keine Schäden zurückbleiben. Und wenn doch ... nunja, 50 Pfund sind es mir wert, dass ich mich ein Jahr lang in meinem eigenen Zimmer wohlfühlen kann.
Cheers!
Das an sich ist ja ganz toll, aber die Regeln sind teilweise doch ein wenig strikt. Besonders ärgerlich für alle: Man darf keine Poster aufhängen.
Grund: Die Farbe an den Wänden sei so empfindlich und würde sich dann ablösen, wenn man BluTac oder ähnliche Posteraufhänger benutzt und diese später entfernt.
Strafe für beschädigte Wände: 50 Pfund.
Wer zur Hölle auf die Idee kam, empfindliche Farbe in einem Studentenwohnheim zu benutzen, ist mir übrigens schleierhaft. Es kann definitiv niemand gewesen sein, der vorhat, länger in einem der Zimmer hier zu wohnen.
Aber da die Wände eben kahl und weiß, und die Pinnwand und beide Stühle im Raum blau sind, wirkt das Zimmer mit den weißen Möbeln dann einfach ziemlich kalt und ungemütlich.
Und dann ist da noch die kleine aber verwirrende Tatsache, dass die Universität, obwohl in allen Gebäuden das Anbringen von Postern verboten ist, einmal im Monat einen "Poster and Art Sale" veranstaltet, wo man für wenig Geld schöne Poster oder Kunstdrucke kaufen kann. Äh...
Mit all diesen Faktoren wird es wohl niemanden wundern, dass die große weiße Wand über meinem Bett seit heute so aussieht:
Großartig, oder?
Das Sherlock-Poster hab ich schon seit über einer Woche hängen, aber das andere hab ich mir gestern beim oben genannten Posterverkauf für 7 Pfund geholt. Als im September schonmal so ein Verkauf war, hab ich es auf einem der Werbeplakete gesehen und sofort toll gefunden, aber da war der Verkauf leider seit einer halben Stunde vorbei und das Poster nicht mehr aufzutreiben.
Unten dran steht in Großbuchstaben "IMAGINATION" (Fantasie) und dann ein Zitat von Albert Einstein:
"Imagination is more important than knowledge. Knowledge is limited. Imagination encircles the world."
"Fantasie ist wichtiger als Wissen. Wissen ist begrenzt. Fantasie umfasst die ganze Welt."
Ich wollte unbedingt etwas buntes in meinem Zimmer haben und noch viel bunter als das geht wohl kaum ...
Das Poster ist übrigens riesig: 140 x 100 cm
Ich rebelliere also gerade ein wenig, aber das machen alle anderen auch. Und wenn ich die Klebestreifen, die keine Rückstände hinterlassen und sehr verträglich sind, dann am Ende meines Studiums entferne und die Poster einrolle, werden hoffentlich keine Schäden zurückbleiben. Und wenn doch ... nunja, 50 Pfund sind es mir wert, dass ich mich ein Jahr lang in meinem eigenen Zimmer wohlfühlen kann.
Cheers!
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Mein neuer Wecker und erste Aufgaben im Studium
Nach einer beispiellos lange andauernden Stille kommt endlich ein neuer Blogpost von mir.
Ja, ich lebe noch, auch wenn man versucht, mich mit Schlafentzug zu zermürben.
Am Montag ging ich zu meiner üblichen Zeit ins Bett - nachts um zwei. Mit dem Wissen, am nächsten Morgen um 8:30 Uhr kurz aufstehen zu müssen und dann weiterschlafen zu können, war das ja auch kein Problem.
Leider bin ich ein sehr hellhöriger Mensch und wache bei unbekannten Geräuschen schon auf, bevor sie richtig loslegen können.
Aus diesem Grund saß ich auch schon senkrecht im Bett, als der Feuermelder in meinem Zimmer gerade metaphorisch tief Luft holte, ehe er anfing zu piepen und rot zu blinken und überhaupt einen Heidenradau zu veranstalten.
Probealarm in der Christina Miller Hall (West & East). Um 6:30 Uhr morgens.
Dank Jennys Warnungen vom letzten Jahr bezüglich des Feueralarms war ich vorbereitet, konnte aus dem Bett direkt in meine Klamotten fallen und wankte circa eine Minute später in Jeans, Winterstiefeln und Mantel raus in den kalten, dunklen Herbstmorgen. Das einzige, wofür ich keine Zeit hatte, waren meine Kontaktlinsen, und so wäre ich beinahe an meinen Mitbewohnern vorbeigetaumelt, wenn Robert mich nicht angesprochen und aufgehalten hätte.
Umringt von bibbernden, müden Studenten, die teils nur in Bademäntel gekleidet waren, verbrachten wir eine halbe Stunde damit, in der Kälte auszuharren, während die Wardens jedes Zimmer überprüften um sicherzugehen, dass auch wirklich jeder die Gebäude verlassen hatte. Dann durften wir zurück in unsere Betten fallen - in meinem Fall für eine Stunde, ehe um 8:30 Uhr der Wecker klingelte - diesmal der richtige.
Nochmal aufstehen, nochmal anziehen (diesmal inklusive Kontaktlinsen), und zum Henry Prais Building wanken, um meine Übersetzung abzuliefern. Die war fällig und wird benotet. Ich dachte, ich sollte das erwähnen, damit ihr nicht auf die Idee kommt, ich wäre zum Spaß hier (obwohl ich mir den natürlich trotzdem nicht vermiesen lasse).
Wo wir schon beim Thema Spaß sind - gestern habe ich den ganzen Tag damit verbracht, mein Critical Review zu einem Artikel zu schreiben. Eigentlich hatten wir dafür schon 4 Wochen Zeit und Abgabe ist diesen Freitag, aber wer mich kennt dürfte wohl eher überrascht sein, dass ich nicht erst am Donnerstag damit angefangen habe. Dafür hab ich den ganzen dämlichen Text dann auch brav gelesen, recherchiert und mein kritisches Review dazu verfasst. Und das, obwohl meine Freunde mich mit neuen Bildern von einem gewissen Schauspieler ablenken wollten.
Danke für die Manipulationsversuche, Leute.
Zur Belohnung bin ich dafür heute mit einer Mitstudentin aus meinem Spanischkurs in die Stadt gefahren, wo sie mir die deutsche "Feinbäckerei und Konditorei" (ja, ein deutscher Name) zeigte und ich endlich mal wieder eine leckere Torte vor die Nase bekam:
Lecker!
Nicht ganz so gut wie die von Oma, aber an Omas Schokosahnecremetorte kommt sowieso niemand ran, daher ist ein Vergleich unfair und sollte nicht gezogen werden.
Cheers!
Ja, ich lebe noch, auch wenn man versucht, mich mit Schlafentzug zu zermürben.
Am Montag ging ich zu meiner üblichen Zeit ins Bett - nachts um zwei. Mit dem Wissen, am nächsten Morgen um 8:30 Uhr kurz aufstehen zu müssen und dann weiterschlafen zu können, war das ja auch kein Problem.
Leider bin ich ein sehr hellhöriger Mensch und wache bei unbekannten Geräuschen schon auf, bevor sie richtig loslegen können.
Aus diesem Grund saß ich auch schon senkrecht im Bett, als der Feuermelder in meinem Zimmer gerade metaphorisch tief Luft holte, ehe er anfing zu piepen und rot zu blinken und überhaupt einen Heidenradau zu veranstalten.
Probealarm in der Christina Miller Hall (West & East). Um 6:30 Uhr morgens.
Dank Jennys Warnungen vom letzten Jahr bezüglich des Feueralarms war ich vorbereitet, konnte aus dem Bett direkt in meine Klamotten fallen und wankte circa eine Minute später in Jeans, Winterstiefeln und Mantel raus in den kalten, dunklen Herbstmorgen. Das einzige, wofür ich keine Zeit hatte, waren meine Kontaktlinsen, und so wäre ich beinahe an meinen Mitbewohnern vorbeigetaumelt, wenn Robert mich nicht angesprochen und aufgehalten hätte.
Umringt von bibbernden, müden Studenten, die teils nur in Bademäntel gekleidet waren, verbrachten wir eine halbe Stunde damit, in der Kälte auszuharren, während die Wardens jedes Zimmer überprüften um sicherzugehen, dass auch wirklich jeder die Gebäude verlassen hatte. Dann durften wir zurück in unsere Betten fallen - in meinem Fall für eine Stunde, ehe um 8:30 Uhr der Wecker klingelte - diesmal der richtige.
Nochmal aufstehen, nochmal anziehen (diesmal inklusive Kontaktlinsen), und zum Henry Prais Building wanken, um meine Übersetzung abzuliefern. Die war fällig und wird benotet. Ich dachte, ich sollte das erwähnen, damit ihr nicht auf die Idee kommt, ich wäre zum Spaß hier (obwohl ich mir den natürlich trotzdem nicht vermiesen lasse).
Wo wir schon beim Thema Spaß sind - gestern habe ich den ganzen Tag damit verbracht, mein Critical Review zu einem Artikel zu schreiben. Eigentlich hatten wir dafür schon 4 Wochen Zeit und Abgabe ist diesen Freitag, aber wer mich kennt dürfte wohl eher überrascht sein, dass ich nicht erst am Donnerstag damit angefangen habe. Dafür hab ich den ganzen dämlichen Text dann auch brav gelesen, recherchiert und mein kritisches Review dazu verfasst. Und das, obwohl meine Freunde mich mit neuen Bildern von einem gewissen Schauspieler ablenken wollten.
Danke für die Manipulationsversuche, Leute.
Zur Belohnung bin ich dafür heute mit einer Mitstudentin aus meinem Spanischkurs in die Stadt gefahren, wo sie mir die deutsche "Feinbäckerei und Konditorei" (ja, ein deutscher Name) zeigte und ich endlich mal wieder eine leckere Torte vor die Nase bekam:
Lecker!
Nicht ganz so gut wie die von Oma, aber an Omas Schokosahnecremetorte kommt sowieso niemand ran, daher ist ein Vergleich unfair und sollte nicht gezogen werden.
Cheers!
Donnerstag, 2. Oktober 2014
McGyver kann ich auch
Unplanmäßiger Zwischenpost:
Als ich vorhin online eine meiner unzähligen Serien geguckt habe, brauchte ich irgendeine Beschäftigung für meine Hände, also hab ich die 43 Minuten genutzt und einen Stiftebecher gebastelt. Klar, was sonst?
Die passenden Materialien hatte ich im Zimmer rumliegen:
Die Pringles-Dose sollte natürlich leer sein. Der Vorteil daran ist, dass man beim Basteln gleich noch was zu knabbern hat. Wer keine Lust hat, eine ganze Dose Pringles zu essen (solche Leute soll es ja geben), der kann die Dose einfach seinen Mitbewohnern/Freunden/Familienmitgliedern geben, mit der strikten Anweisung, die Dose unbeschädigt zurückzugeben, wenn sie leer ist. Aber das nur so als Diät-Tipp am Rande.
Wenn die Dose dann auf die eine oder andere Weise ihres Inhaltes beraubt wurde, wird sie in zwei Teile zerschnitten. Das funktioniert am einfachsten, wenn man den Deckel entfernt und senkrecht nach unten schneidet, bis man etwa halb durch ist. Der wichtige Teil ist die untere Hälfte, also Vorsicht beim Schneiden! Dann den oberen Teil entfernen und den unteren hinterher so zurechtstutzen, dass die Dose ungefähr 11 cm hoch ist.
Ungefähr so sollten die nicht brauchbaren Überreste dann aussehen.
Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, empfielt es sich, den künftigen Stiftehalter mit einem feuchten Lappen innen auszuwischen, denn die Chips hinterlassen doch immer ein paar Rückstände.
Für die untere Hälfte benötigt man dann Packpapier - in meinem Fall leicht aufzutreiben, weil meine Eltern netterweise das letzte Paket komplett damit umwickelt hatten und ich problemlos eine kleine Ecke davon opfern konnte.
Das Packpapier wird einmal um die Dose gewickelt und dann so zurechtgeschnitten, dass es unten genau bis zum Rand reicht und am oberen Rand etwa 1-2 cm übersteht.
Je nach Lust und Laune könnt ihr jetzt entweder erst das zugeschnittene Papier beschreiben/bemalen, oder ihr klebt es zuerst mit einem Rand an der Dose fest, wickelt es einmal um die Dose herum, klebt es erneut fest und knickt dann den überlappenden oberen Rand nach innen um. Wie ihr vielleicht beim Basteln gemerkt habt, sieht der abgetrennte Rand der Dose meistens nicht sonderlich schön aus und kann mitunter zu kleinen Schnittwunden führen. Um diese zu vermeiden, klappt ihr den Rand nach innen und klebt ihn mit ordentlich Tesafilm fest.
Wer seine Dose noch nicht beschriftet oder bemalt hat, kann das jetzt machen, und wer lieber was draufkleben möchte, hat jetzt Gelegenheit dazu.
Dann einfach die Stifte rein, auf den Schreibtisch damit, und warten bis euch jemand fragt, wie ihr das gemacht habt. Dann verweist ihr denjenigen einfach auf diesen Blog ;-)
Sieht doch richtig nett aus, oder? Und meine Stifte sind jetzt alle schön aufgeräumt.
Das Zitat, für das ich mich entschieden habe, stammt von meinem Lieblingsautor, Terry Pratchett:
"Imagination, not intelligence, made us human."
"Fantasie, nicht Intelligenz, machte uns zum Menschen."
Cheers!
Als ich vorhin online eine meiner unzähligen Serien geguckt habe, brauchte ich irgendeine Beschäftigung für meine Hände, also hab ich die 43 Minuten genutzt und einen Stiftebecher gebastelt. Klar, was sonst?
Die passenden Materialien hatte ich im Zimmer rumliegen:
Die Pringles-Dose sollte natürlich leer sein. Der Vorteil daran ist, dass man beim Basteln gleich noch was zu knabbern hat. Wer keine Lust hat, eine ganze Dose Pringles zu essen (solche Leute soll es ja geben), der kann die Dose einfach seinen Mitbewohnern/Freunden/Familienmitgliedern geben, mit der strikten Anweisung, die Dose unbeschädigt zurückzugeben, wenn sie leer ist. Aber das nur so als Diät-Tipp am Rande.
Wenn die Dose dann auf die eine oder andere Weise ihres Inhaltes beraubt wurde, wird sie in zwei Teile zerschnitten. Das funktioniert am einfachsten, wenn man den Deckel entfernt und senkrecht nach unten schneidet, bis man etwa halb durch ist. Der wichtige Teil ist die untere Hälfte, also Vorsicht beim Schneiden! Dann den oberen Teil entfernen und den unteren hinterher so zurechtstutzen, dass die Dose ungefähr 11 cm hoch ist.
Ungefähr so sollten die nicht brauchbaren Überreste dann aussehen.
Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, empfielt es sich, den künftigen Stiftehalter mit einem feuchten Lappen innen auszuwischen, denn die Chips hinterlassen doch immer ein paar Rückstände.
Für die untere Hälfte benötigt man dann Packpapier - in meinem Fall leicht aufzutreiben, weil meine Eltern netterweise das letzte Paket komplett damit umwickelt hatten und ich problemlos eine kleine Ecke davon opfern konnte.
Das Packpapier wird einmal um die Dose gewickelt und dann so zurechtgeschnitten, dass es unten genau bis zum Rand reicht und am oberen Rand etwa 1-2 cm übersteht.
Je nach Lust und Laune könnt ihr jetzt entweder erst das zugeschnittene Papier beschreiben/bemalen, oder ihr klebt es zuerst mit einem Rand an der Dose fest, wickelt es einmal um die Dose herum, klebt es erneut fest und knickt dann den überlappenden oberen Rand nach innen um. Wie ihr vielleicht beim Basteln gemerkt habt, sieht der abgetrennte Rand der Dose meistens nicht sonderlich schön aus und kann mitunter zu kleinen Schnittwunden führen. Um diese zu vermeiden, klappt ihr den Rand nach innen und klebt ihn mit ordentlich Tesafilm fest.
Wer seine Dose noch nicht beschriftet oder bemalt hat, kann das jetzt machen, und wer lieber was draufkleben möchte, hat jetzt Gelegenheit dazu.
Dann einfach die Stifte rein, auf den Schreibtisch damit, und warten bis euch jemand fragt, wie ihr das gemacht habt. Dann verweist ihr denjenigen einfach auf diesen Blog ;-)
Sieht doch richtig nett aus, oder? Und meine Stifte sind jetzt alle schön aufgeräumt.
Das Zitat, für das ich mich entschieden habe, stammt von meinem Lieblingsautor, Terry Pratchett:
"Imagination, not intelligence, made us human."
"Fantasie, nicht Intelligenz, machte uns zum Menschen."
Cheers!
Samstag, 20. September 2014
Das Referendum und eine Party
Hallo, da bin ich wieder!
Nachdem die letzten Tage ein wenig hektisch waren, kommen jetzt gleich mehrere Posts in Folge, um euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Am Donnerstag war - wie wahrscheinlich jeder mitbekommen hat - das Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands.
Wenn man schonmal zufällig an so einem Tag in der schottischen Hauptstadt wohnt, scheint es irgendwie sinnvoll, dass man dann auch mal in die Innenstadt fährt und guckt, wie denn die Atmosphäre so ist - und genau das haben wir gemacht. Die Royal Mile (die Straße, die direkt vom Castle zum Parlament führt) war das Ziel unserer kleinen, privaten Exkursion. Gefunden haben wir das hier:
Der Ausgang des Referendums dürfte allgemein bekannt sein - Schottland bleibt dem Vereinten Königreich weiterhin erhalten. Das ist wahrscheinlich auch besser so, allein schon vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen. Das Öl in der Nordsee würde ja auch nicht ewig reichen.
Das wars also zum Referendumstag - es war trocken und auch nicht allzu kalt, trotz der eher grauen Bilder, aber das ist eigentlich ganz typisch hier, wie mir scheint.
Am Freitag dann hatte ich mal wieder Unterricht (ja, sowas gibts auch an meiner Uni) in seltsam gelegten Blöcken, dank denen ich um 8 Uhr wegen einer Stunde aufstehen und dann zwei Stunden auf die nächste Unterrichtsstunde warten durfte - nur um nach dieser gleich nochmal zwei Stunden auf die nächste Doppelstunde zu warten. Am Ende war es fünf Uhr nachmittags.
Am selben Abend hat die Student Union eine "Game of Thrones" Party veranstaltet. Thema waren die in Deutschland unter dem Titel "Das Lied von Eis und Feuer" bekannten Bücher bzw die darauf basierende, sehr erfolgreiche Fernsehserie. Absolutes Highlight war natürlich Kristian Nairn, einer der Schauspieler aus der Serie, der nebenbei als DJ arbeitet und als solcher auf der Party auflegte.
Hier ein paar Eindrücke:
Die Qualität lässt sich übrigens durch die Kombination "Handykamera + Nebelmaschine" erklären.
Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und ich wäre gerne länger geblieben, bin aber schon um halb 2 gegangen, weil ich am nächsten Morgen um 7 Uhr aufstehen musste. Fünf Stunden Schlaf... aber davon im nächsten Blogeintrag mehr.
Cheers!
Nachdem die letzten Tage ein wenig hektisch waren, kommen jetzt gleich mehrere Posts in Folge, um euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Am Donnerstag war - wie wahrscheinlich jeder mitbekommen hat - das Referendum zur Unabhängigkeit Schottlands.
Wenn man schonmal zufällig an so einem Tag in der schottischen Hauptstadt wohnt, scheint es irgendwie sinnvoll, dass man dann auch mal in die Innenstadt fährt und guckt, wie denn die Atmosphäre so ist - und genau das haben wir gemacht. Die Royal Mile (die Straße, die direkt vom Castle zum Parlament führt) war das Ziel unserer kleinen, privaten Exkursion. Gefunden haben wir das hier:
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| Dieser Mann, der den Knuddelfaktor Hund als Wahlmanipulationsmittel nutzte |
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| Die Dame vom ZDF, die aber eigentlich nichts zu berichten hatte |
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| Das gesamte Sicherheitsaufgebot vor dem Parlament - vier Polizisten. |
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| Dieser junge Mann, der den Namen seiner Freundin und "I love you" auf eine Fahne geschrieben hatte und damit ins Fernsehen kommen wollte. Das Referendum war ihm egal. |
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| Diesen Herren, der sich nur die Rosinen aus dem Geschichtskuchen gepickt hat und für einen Zusammenbleib war. |
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| Dieser Hund, der keine politische Meinung hatte, dafür aber den Brunnen toll fand. |
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| Diese drei Damen, die tolle schottische Musik spielten und damit sogar die Kameraleute vom Fernsehen angelockt haben |
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| Diese Flaggen, aus Kerzen aufgestellt, auf einem Platz entlang der Royal Mile |
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| Diese typische rote Telefonzelle, die mit Politik absolut nichts zu tun hat. |
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| Edinburgh im Hochnebel |
Das wars also zum Referendumstag - es war trocken und auch nicht allzu kalt, trotz der eher grauen Bilder, aber das ist eigentlich ganz typisch hier, wie mir scheint.
Am Freitag dann hatte ich mal wieder Unterricht (ja, sowas gibts auch an meiner Uni) in seltsam gelegten Blöcken, dank denen ich um 8 Uhr wegen einer Stunde aufstehen und dann zwei Stunden auf die nächste Unterrichtsstunde warten durfte - nur um nach dieser gleich nochmal zwei Stunden auf die nächste Doppelstunde zu warten. Am Ende war es fünf Uhr nachmittags.
Am selben Abend hat die Student Union eine "Game of Thrones" Party veranstaltet. Thema waren die in Deutschland unter dem Titel "Das Lied von Eis und Feuer" bekannten Bücher bzw die darauf basierende, sehr erfolgreiche Fernsehserie. Absolutes Highlight war natürlich Kristian Nairn, einer der Schauspieler aus der Serie, der nebenbei als DJ arbeitet und als solcher auf der Party auflegte.
Hier ein paar Eindrücke:
Die Qualität lässt sich übrigens durch die Kombination "Handykamera + Nebelmaschine" erklären.
Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und ich wäre gerne länger geblieben, bin aber schon um halb 2 gegangen, weil ich am nächsten Morgen um 7 Uhr aufstehen musste. Fünf Stunden Schlaf... aber davon im nächsten Blogeintrag mehr.
Cheers!
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