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Samstag, 5. August 2017

Tower Bridge

Es heißt, zu sehen wie die Brücke sich öffnet, bringt Glück.

Inzwischen kann man die Uhrzeiten ganz einfach online nachgucken und muss sich dann nur noch einen geeigneten Platz suchen, um schöne Fotos zu machen.

In meinem Fall kamen heute die folgenden Aufnahmen dabei heraus:

Tower Bridge

Der Tower of London

Die City









Ein bisschen Glück kann schließlich niemandem schaden - und es hat niemand behauptet, dass man dem Glück nicht auch ein wenig auf die Sprünge helfen kann!

Heute Abend gehe ich mit meinen Mitbewohnerinnen ins Theater - Hamlet, diesmal mit Andrew Scott in dier Hauptrolle. Wenn ich übrigens richtig Glück habe, kann ich mir das Stück im September nochmal ansehen ... dann aber mit Tom Hiddleston als Hauptdarsteller. Man könnte meinen, Shakespeare hätte nie etwas anderes geschrieben.

Cheers!

Sonntag, 9. April 2017

Es grünt und blüht

Der Frühling hat in London Einzug gehalten.


Das Haus gegenüber der neuen Wohnung

Man merkt das an einigen kleinen aber wichtigen Details:
  1. die Londoner sind besser gelaunt - manchmal sieht man sogar jemanden lächeln!
  2. die Sonne scheint (!)
  3. Bäume, Sträucher und Blumen blühen wie bekloppt
  4. meine Pollenallergie ist wieder da
Dieses Wochenende ist absolut himmlisches Wetter, also bin ich gestern mit Sabi zusammen in die Stadt gefahren, um ihr einen großartigen Buchladen zu zeigen, den ich vor einiger Zeit entdeckt habe.

Hier ist er:







Leider nicht im Bild weil gestern nicht anwesend: der Hund des Besitzers.

Ein Boot voller Bücher mit Hund - man könnte sagen, es ist mein persönliches Paradies!

Danach sind wir zurück in die Innenstadt gefahren und haben dort einen richtig langen Spaziergang gemacht, immer schön an der Themse entlang. Das Wetter war absolut perfekt:

Das London Eye

Eine Parkanlage an der Themse



Der Bahnhof King's Cross

Bei Ebbe hat sogar London einen Strand. Im Hintergrund St. Paul's Cathedral

The Globe - das Shakespeare-Theater

Und der Mann selbst, ein weiteres Beispiel für StreetArt

Bei (laut Wetterbericht) 21°C und gefühlten 25°C hatten wir einen absolut großartigen Tag und haben das schöne Wetter natürlich genutzt, um uns ein Eis zu gönnen.

Wieder zuhause bin ich dann auch gleich noch im nahen Park eine Runde Skaten gegangen. Das Wetter war einfach zu schön, um drin zu bleiben.

Heute ist es sogar noch wärmer mit gemeldeten 24°C, die aber glaube ich längst überschritten sind. Es fühlte sich jedenfalls schon heute Vormittag auf dem Weg zum Bäcker an wie 24°C.

Lange halten wird das natürlich nicht - für morgen sind nur noch 16°C gemeldet.

Liebe Grüße aus einem (noch) sonnigen London!

Cheers!

Samstag, 12. Dezember 2015

Abschluss

Mit reichlicher Verspätung hier also der Bericht zu meiner Abschlussfeier:

Am 18. November flogen meine Eltern und ich wieder nach Edinburgh - Gottseidank hatten wir genau den Zeitraum erwischt, in dem niemand bei der Lufthansa spontan Lust auf einen Streik hatte - und ich habe mich tierisch gefreut, "meine" Stadt wieder zu sehen. Es ist schon verrückt, wie schnell einem ein Ort ans Herz wachsen kann.

Die Stadt empfing uns genau so, wie ich das erwartet hatte: mit Regen und kaltem Wind.

Nachdem wir am Mittwochabend ankamen und erstmal unsere Koffer auf der Suche nach dem Hotel durch die halbe Innenstadt schleifen durften, haben wir uns anschließend mit meiner Studienfreundin Sabi nebst Anhang zum Abendessen im Pub getroffen. Live-Musik inklusive!

Der Donnerstag war dann für die Abschlussfeier selbst gedacht. Also früh aufstehen, duschen, schicke Kleidung anziehen, in den Bus zur Uni steigen und froh sein, dass es diesmal nicht regnet. Dann ging natürlich das Chaos los. Ich musste meine Robe und die Tickets für meine Eltern abholen, sowie das (noch leere) Dokumentenrohr, in das später das Zeugnis kommen würde.

Zwischendurch musste man natürlich ständig anhalten, wenn ein vertrautes Gesicht aus der Menge auftaucht, um sich zu begrüßen und ein wenig zu quatschen.

Die Zeremonie selbst ging dann eigentlich recht schnell und problemlos von Statten. Wir saßen die meiste Zeit im Publikum, hörten zahlreichen Reden zu und durften zusehen, wie vor uns beinahe alle anderen zuerst ihre Zeugnisse bekamen, bevor wir dann selbst an der Reihe waren.

Im Gänsemarsch ging es nach vorne, natürlich alphabetisch sortiert, die Robe wurde ein letztes Mal gerichtet, die einzelnen Namen aufgerufen, und schon geht man über die Bühne, schüttelt dem Kanzler die Hand, bekommt eine recht altertümliche Mütze an den Kopf getippt, geht weiter, bekommt sein Zertifikat in die Hand gedrückt, und darf zurück an seinen Platz.

Da sind wir alle: Ich, Sabi, Franzi, Rosa, Lisa, und Margeaux vor der Statue von James Watt
Hinterher gab es noch einen Sektempfang. Sekt, Orangensaft, Shortbread und diverse andere Knabbereien gab es im Angebot und nach den ca. zwei Stunden im Auditorium griffen natürlich alle beherzt zu.

Im Anschluss hielten meine Eltern und ich auf dem Weg zurück in die Stadt noch kurz bei Aldi und Sainsbury's, damit ich mich mit meinen geliebten Minttabletten eindecken und noch ein paar andere meiner in Deutschland nicht auffindbaren Lieblingsleckereien kaufen konnte.

Und, weil das ja noch nicht genug war, ging ich danach endlich ein paar Bücher kaufen.

Abends trafen sich fast alle Absolventen aus meinem Kurs dann in einem Pub/Disco um noch ein wenig zu feiern. Richtig lange haben wir es aber nicht ausgehalten, nachdem wir alle schon so früh aufgestanden waren, und so ging ich schon um kurz vor Mitternacht wieder ins Hotel.

Auch der Donnerstag brachte wieder jede Menge Action. Morgens um 10 hab ich mich mit meiner Freundin Moriah getroffen, die hier in Edinburgh wohnt, und wir sind zusammen shoppen gegangen, haben uns viel unterhalten und auch der Keksfabrik einen Besuch abgestattet. 1,8 kg Shortbread für 1,50 Pfund im Fabrikverkauf! Da kann man ja gar nicht nein sagen. Ein absolutes Schnäppchen.

Im Anschluss hab ich mich dann mit meinen Eltern getroffen und wir sind noch in die Camera Obscura, einem wirklich interessanten Gebäude direkt am Castle, wo es jede Menge optischer Täuschungen und Illusionen zu bestaunen gibt. Und natürlich die Camera Obscura, einen schwankbaren winzigen Spiegel, mit dem man in einem komplett dunklen Raum wie mit einer Kamera fast ganz Edinburgh sehen kann.Genial!

Mein Lieblingsteil waren aber die Trickbilder, wie etwa diese hier:

Wo die Brücke aufhört, fangen die Schiffe an. Oder?

Dieses Gemälde einer Bucht entpuppt sich in einem runden Spiegel als Portrait von Jules Verne!
Und natürlich konnte man von der Aussichtsplattform aus herrliche Blicke auf die Stadt genießen:


Blick auf das Castle und den großen Vorplatz


Blick auf die Royal Mile, die vom Castle bis runter zum Parlament führt.

Die Wärmebildaufnahme aus der Camera Obscura liefert den ultimativen Beweis: meine Hände sind Eisklötze
Auch wenn es dunkel wird hat Edinburgh noch viel zu bieten. Zum Beispiel die Eröffnung des deutschen Weihnachtsmarktes (Bratwurst, Bratkartoffeln und sogar Krakauer inklusive) in den Princes Street Gardens und die schönen Lichternetze über der Rose Street:

Die Lichternetze über der Rose Street
Der deutsche Weihnachtsmarkt, inklusive Riesenrad und Weihnachtsbaumverkauf

Eine der schönsten Weihnachtsdekorationen in Edinburgh findet sich in der Rose Street

Mein absoluter Favorit: die weißen Geisterbäume am Castle Hill.
Da ich letztes Jahr nicht mehr dazu gekommen bin, Fotos vom Weihnachtsmarkt zu machen, habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass es dieses Jahr geklappt hat und wir gerade rechtzeitig zur Eröffnung da waren. Und noch mehr gefreut hat mich, dass auch einige der Bäume auf dem Castle Hill wieder in ihrem weißen Licht erstrahlen. Das fand ich schon letztes Jahr wunderschön und bin auch dieses Mal wieder begeistert gewesen.

Den Samstag, unseren letzten ganzen Tag in Edinburgh, verbrachten wir mit einem langen Spaziergang zum und im Dean Village, von dem ich ja schon diverse Bilder gepostet habe. Im Winter sieht es nicht ganz so schön aus (leider hatten wir keinen Schnee) aber es war trotzdem sehenswert und wir hatten tolles Wetter.




Danach ging es auf einen Zwischenstop in den Caffeine Drip, mein Lieblingscafé, in dem sich die besten Milkshakes überhaupt finden lassen, und danach war noch ein wenig shopping und Bummeln auf dem Weihnachtsmarkt angesagt.

Am Abend hab ich mich dann noch mit meinem ehemaligen Mitbewohner Bobby auf dem Weihnachtsmarkt getroffen, wo wir prompt noch ein paar anderen bekannten Gesichtern begegnet sind, und dann ging es auch schon mit meinen Eltern in den Pub.

Irgendwie habe ich es geschafft, mir eine ziemlich schwere Erkältung einzufangen, denn beim Essen bekam ich Schüttelfrost und machte mich direkt auf den Weg ins Hotel, wo ich prompt richtig Fieber bekam und mit gefühlt kochenden Augäpfeln im Bett lag und mich hundelend fühlte. Wenigstens bin ich erst am Abend vor unserem Heimflug krank geworden, aber auch das hätte echt nicht sein müssen.

Den Rückflug hab ich trotzdem gut überstanden, war aber froh, als wir endlich zuhause angekommen sind und ich mich in mein Bett verkriechen konnte.

Danke, Edinburgh.

Und zum Abschluss einige der Fotos, die ich im Flieger gemacht habe:





Goodbye, Scotland. Ich komme wieder, keine Frage.

Cheers!

PS: diesen Blog werde ich weiterhin online lassen, zum Stöbern und Erinnern und Staunen. Und wenn ich das nächste Mal auf Reisen gehe, werde ich hier darüber schreiben. Danke an alle, die dieses Jahr in Schottland so unvergesslich gemacht haben, und alle, die mir mit lieben Kommentaren von zu Hause aus zur Seite standen.

Mittwoch, 5. August 2015

Tagesausflug nach Dunkeld, zu Blair Castle und den Falls of Bruar

Wenn euch die Orte im Titel bekannt vorkommen, dann liegt das daran, dass ich schon im Herbst im Laufe eines Wochenendausflugs nach Pitlochry dort unterwegs war. Aber natürlich gibt es zu damals zwei entscheidende Unterschiede:
  1.  jetzt ist Sommer (oder das, was man in Schottland dafür hält)
  2. Ich habe eine Zitrone
Und aus diesen beiden Gründen habe ich mich entschieden, den Tagesausflug mitzumachen und noch einmal diese wunderschöne Ecke von Schottland zu besuchen. Ich hatte schon beim ersten Mal viel Spaß bei meiner Wanderung entlang der Falls of Bruar und das Blair Castle hat mir auch gefallen - umso besser, dass es diesmal eine Führung im Gebäude selbst gab!

Aber schön der Reihe nach:

Unser erster Halt war Dunkeld, die ehemalige Hauptstadt Schottlands. Hauptstadt deshalb, weil sie eine Kathedrale hat. Und "Stadt" auch nur, weil "Hauptdorf" irgendwie blöd klingt. Wäre aber passender, denn es gibt nur zwei Straßen und ein paar Häuser. Und eben die Kathedrale, die auch schon bessere Tage gesehen hat:






Da ich die Kathedrale das letzte Mal schon angesehen hatte, habe ich wie man sieht dieses Mal nur die Fotos mit der Zitrone nachgeholt und mir dann ein wenig das Dörfchen Dunkeld angesehen. Besonders schön: die schneeweiß gestrichenen Häuser. Da die Gebäude in Schottland für gewöhnlich alle grau sind, war das eine schöne Abwechslung und hat sogar bei Regenwetter die Stimmung aufgebessert. Denn natürlich hat es geregnet.

Tatsache: der Juli 2015 war der verregnetste Juli in Schottland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
NIEMAND ist überrascht.

Bei leichtem Nieselregen ging es zurück zum Bus - kaum saßen wir alle drin, fing es an zu schütten wie aus Eimern. Glück gehabt!

Unser nächster Halt war Blair Castle, wo uns der Regen völlig egal war, weil wir eine Führung durch das Schloss selbst hatten. Das Castle war Hauptsitz der Familie des Duke of Atholl, dem einzigen Menschen in Großbritannien außer der Queen, der eine Privatarmee haben darf. Zu sehen gab es vieles, aber leider war das Photographieren in den meisten Räumen verboten. Hier einige Schnappschüsse von der Eingangshalle, dem großen Ballsaal (in dem ich beim letzten Besuch einen Fiddling Contest miterleben durfte) und dem Gang, der zum Ballsaal führt:



Ja das ist ein kompletter ausgestopfter Hirsch in der Eingangshalle. Warum auch nicht?

Die hintere Wand des Ballsaals - der Jagdtrend setzt sich fort

Der Ballsaal wurde gerade für eine private Veranstaltung hergerichtet - vermutlich eine Hochzeit


Hier sehen wir einen Teil eines Zimmers, das vom Boden bis zur Decke nur Geschirr enthielt

Diese süße kleine Maus war auf unserem Ausflug auch mit dabei und bekam von mir anstelle des Reichsapfels die Zitrone überreicht
Nach unserem Besuch im Castle ging es dann weiter zum letzten Halt unseres Ausflugs - die Falls of Bruar. Auf diesen Teil hatte ich mich besonders gefreut, weil ich wirklich gerne in Schottland wandern gehe und die Natur gerade da einfach wunderschön ist. Zum Glück ließ uns auch das Wetter nicht im Stich und es kam endlich die Sonne raus!













Zum Abschluss noch eine Distel - die Nationalblume Schottlands
Alles in Allem war das wieder mal ein wundervoller Ausflug und ich hatte wahnsinnig viel Spaß.

Leider war es auch der letzte Ausflug - der nächste findet erst im September oder Oktober statt, wenn die neuen Studenten da sind und ich Schottland schon verlassen habe. Als ich das erfahren habe, war ich gleich doppelt froh, mich für diesen Ausflug angemeldet zu haben, denn so werde ich aus Edinburgh wohl nicht mehr rauskommen.

So, und jetzt wende ich mich wieder meiner Masterarbeit zu.

Cheers!

PS: Wer noch einmal den Blogeintrag mit weiteren Bildern von diesem Ausflug sehen möchte, findet ihn hier und hier.