Posts mit dem Label Mitbewohner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Mitbewohner werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 28. August 2017

Ausflug zu den Lavendelfeldern

Etwa 1,5 Stunden Busfahrt von unserer Wohnung entfernt gibt es eine Lavendelfarm.

Bei strahlendem Sonnenschein und ca. 25°C sind wir gestern endlich mal dorthin gefahren. Aus dem Internet wussten wir, dass zwei Drittel des Lavenders bereits abgeerntet worden war, aber auch das übrige Drittel war noch eine ganze Menge und uns war jeder Grund recht, um mal für ein paar Stunden aus London rauszukommen.

Gelohnt hat sich der Ausflug auf jeden Fall - Sonne, Wärme, der Duft von Lavendel in der Nase ...

Hier einige Bilder:



Mit meinen Mitbewohnerinnen - Sabi (vorne) und Laura (hinten)

Natürlich war auch die Traveling Lemon dabei.


 





Selbst im Lavendelfeld gab es eine Telefonzelle
Der Sonntagsausflug war besonders deshalb schön, weil wir auch am Montag frei hatten - Summer Bank Holiday, ein Feiertag, der offenbar ausschließlich existiert, weil es sonst bis Weihnachten keine Feiertage mehr gibt.

So ein dreitägiges Wochenende hat schon seine Vorteile - ich finde, man sollte das als Standard einführen, damit man nicht jeden Sonntag dasitzt und sagt "Aber warum ist das Wochenende schon wieder zuende?"

Wenn jemand weiß, an wen ich mich mit diesem Antrag wenden sollte, sagt Bescheid.

Cheers!

Mittwoch, 22. März 2017

Street Art #1

Hallo ihr Lieben!


Ja, ich lebe noch - und das nicht nur in Bezug auf das wandelnde Stück pseudo-menschlichen Abschaums, das heute Westminster unsicher gemacht hat.

Die letzten Wochen waren ganz schön stressig - auf der Arbeit ging es drunter und drüber und in meiner Freizeit war ich mit zwei Freundinnen auf Wohnungssuche.

Dafür haben wir jetzt eine wunderschöne, große, moderne, helle Wohnung, wesentlich näher an der Arbeit als es für mich vorher war, und ich werde mit zwei großartigen Mädels zusammen wohnen.

Am Sonntag konnten wir einziehen und da Sabi zu dem Zeitpunkt auf Heimaturlaub war, haben Laura und ich im Alleingang  die meisten unserer Sachen in die neue Wohnung gezerrt. Zum Glück liegt die nur ein paar Minuten Fußweg von ihrer alten Wohnung entfernt, also sind wir mit zwei Koffern und einem Skateboard mit drei darauf gestapelten Kartons mehrfach hin und her gefahren. Nächstes Wochenende ziehen wir dann offiziell ein - sobald wir bei IKEA waren und uns endlich Bücherregale und Schreibtische gekauft haben!

Aber darum geht es in diesem Post eigentlich gar nicht.

Vor eineinhalb Wochen hatte ich Besuch von einer Freundin und Schreibkollegin. Zusammen haben wir London unsicher gemacht, leckere Waffeln gegessen (siehe Foto oben) und eine ganze Reihe an wundervollen Graffiti-Kunstwerken entdeckt.

Während man natürlich auch in London viel sinnloses Geschmiere sieht, gibt es hier auch ganz erstaunliche Kunstwerke, gerne auch mal mit Kommentaren zur gesellschaftlichen Situation auf der Welt. Derartige Kunstwerke werden nicht nur akzeptiert, sondern an vielen Orten in London sogar begrüßt und man findet nicht wenige Mauern mit diskreten Anleitungen: "Besprühen, sauber machen, neu besprühen, usw."

Hier nun einige Beispiele:

Ein wahrhaft riesiges Bild zu Ehren des neuesten Marvel-Films "Dr Strange"

ET - natürlich

Dieser hübsche Fuchs an der Eingangstür zu einer Baustelle
Einige weitere Beispiele, die ich leider nicht fotografiert habe:

Auf meiner Busroute zu meiner alten Wohnung gibt es ein Haus, dessen eine Wand aus einem großen Schwarz-Weiß-Bild der Queen besteht, die mit ihren Corgis spazieren geht.

Auf meinem Handy habe ich Fotos von Mauern mit Captain America und von Carrie Fisher als Prinzessin Leia aus Star Wars. Wenn ich das nächste Mal da vorbeikomme, wo die beiden zu finden sind, nehme ich meine Kamera mit, für Ausgabe #2 von Street Art in London.

Cheers!

Samstag, 12. Dezember 2015

Abschluss

Mit reichlicher Verspätung hier also der Bericht zu meiner Abschlussfeier:

Am 18. November flogen meine Eltern und ich wieder nach Edinburgh - Gottseidank hatten wir genau den Zeitraum erwischt, in dem niemand bei der Lufthansa spontan Lust auf einen Streik hatte - und ich habe mich tierisch gefreut, "meine" Stadt wieder zu sehen. Es ist schon verrückt, wie schnell einem ein Ort ans Herz wachsen kann.

Die Stadt empfing uns genau so, wie ich das erwartet hatte: mit Regen und kaltem Wind.

Nachdem wir am Mittwochabend ankamen und erstmal unsere Koffer auf der Suche nach dem Hotel durch die halbe Innenstadt schleifen durften, haben wir uns anschließend mit meiner Studienfreundin Sabi nebst Anhang zum Abendessen im Pub getroffen. Live-Musik inklusive!

Der Donnerstag war dann für die Abschlussfeier selbst gedacht. Also früh aufstehen, duschen, schicke Kleidung anziehen, in den Bus zur Uni steigen und froh sein, dass es diesmal nicht regnet. Dann ging natürlich das Chaos los. Ich musste meine Robe und die Tickets für meine Eltern abholen, sowie das (noch leere) Dokumentenrohr, in das später das Zeugnis kommen würde.

Zwischendurch musste man natürlich ständig anhalten, wenn ein vertrautes Gesicht aus der Menge auftaucht, um sich zu begrüßen und ein wenig zu quatschen.

Die Zeremonie selbst ging dann eigentlich recht schnell und problemlos von Statten. Wir saßen die meiste Zeit im Publikum, hörten zahlreichen Reden zu und durften zusehen, wie vor uns beinahe alle anderen zuerst ihre Zeugnisse bekamen, bevor wir dann selbst an der Reihe waren.

Im Gänsemarsch ging es nach vorne, natürlich alphabetisch sortiert, die Robe wurde ein letztes Mal gerichtet, die einzelnen Namen aufgerufen, und schon geht man über die Bühne, schüttelt dem Kanzler die Hand, bekommt eine recht altertümliche Mütze an den Kopf getippt, geht weiter, bekommt sein Zertifikat in die Hand gedrückt, und darf zurück an seinen Platz.

Da sind wir alle: Ich, Sabi, Franzi, Rosa, Lisa, und Margeaux vor der Statue von James Watt
Hinterher gab es noch einen Sektempfang. Sekt, Orangensaft, Shortbread und diverse andere Knabbereien gab es im Angebot und nach den ca. zwei Stunden im Auditorium griffen natürlich alle beherzt zu.

Im Anschluss hielten meine Eltern und ich auf dem Weg zurück in die Stadt noch kurz bei Aldi und Sainsbury's, damit ich mich mit meinen geliebten Minttabletten eindecken und noch ein paar andere meiner in Deutschland nicht auffindbaren Lieblingsleckereien kaufen konnte.

Und, weil das ja noch nicht genug war, ging ich danach endlich ein paar Bücher kaufen.

Abends trafen sich fast alle Absolventen aus meinem Kurs dann in einem Pub/Disco um noch ein wenig zu feiern. Richtig lange haben wir es aber nicht ausgehalten, nachdem wir alle schon so früh aufgestanden waren, und so ging ich schon um kurz vor Mitternacht wieder ins Hotel.

Auch der Donnerstag brachte wieder jede Menge Action. Morgens um 10 hab ich mich mit meiner Freundin Moriah getroffen, die hier in Edinburgh wohnt, und wir sind zusammen shoppen gegangen, haben uns viel unterhalten und auch der Keksfabrik einen Besuch abgestattet. 1,8 kg Shortbread für 1,50 Pfund im Fabrikverkauf! Da kann man ja gar nicht nein sagen. Ein absolutes Schnäppchen.

Im Anschluss hab ich mich dann mit meinen Eltern getroffen und wir sind noch in die Camera Obscura, einem wirklich interessanten Gebäude direkt am Castle, wo es jede Menge optischer Täuschungen und Illusionen zu bestaunen gibt. Und natürlich die Camera Obscura, einen schwankbaren winzigen Spiegel, mit dem man in einem komplett dunklen Raum wie mit einer Kamera fast ganz Edinburgh sehen kann.Genial!

Mein Lieblingsteil waren aber die Trickbilder, wie etwa diese hier:

Wo die Brücke aufhört, fangen die Schiffe an. Oder?

Dieses Gemälde einer Bucht entpuppt sich in einem runden Spiegel als Portrait von Jules Verne!
Und natürlich konnte man von der Aussichtsplattform aus herrliche Blicke auf die Stadt genießen:


Blick auf das Castle und den großen Vorplatz


Blick auf die Royal Mile, die vom Castle bis runter zum Parlament führt.

Die Wärmebildaufnahme aus der Camera Obscura liefert den ultimativen Beweis: meine Hände sind Eisklötze
Auch wenn es dunkel wird hat Edinburgh noch viel zu bieten. Zum Beispiel die Eröffnung des deutschen Weihnachtsmarktes (Bratwurst, Bratkartoffeln und sogar Krakauer inklusive) in den Princes Street Gardens und die schönen Lichternetze über der Rose Street:

Die Lichternetze über der Rose Street
Der deutsche Weihnachtsmarkt, inklusive Riesenrad und Weihnachtsbaumverkauf

Eine der schönsten Weihnachtsdekorationen in Edinburgh findet sich in der Rose Street

Mein absoluter Favorit: die weißen Geisterbäume am Castle Hill.
Da ich letztes Jahr nicht mehr dazu gekommen bin, Fotos vom Weihnachtsmarkt zu machen, habe ich mich natürlich sehr gefreut, dass es dieses Jahr geklappt hat und wir gerade rechtzeitig zur Eröffnung da waren. Und noch mehr gefreut hat mich, dass auch einige der Bäume auf dem Castle Hill wieder in ihrem weißen Licht erstrahlen. Das fand ich schon letztes Jahr wunderschön und bin auch dieses Mal wieder begeistert gewesen.

Den Samstag, unseren letzten ganzen Tag in Edinburgh, verbrachten wir mit einem langen Spaziergang zum und im Dean Village, von dem ich ja schon diverse Bilder gepostet habe. Im Winter sieht es nicht ganz so schön aus (leider hatten wir keinen Schnee) aber es war trotzdem sehenswert und wir hatten tolles Wetter.




Danach ging es auf einen Zwischenstop in den Caffeine Drip, mein Lieblingscafé, in dem sich die besten Milkshakes überhaupt finden lassen, und danach war noch ein wenig shopping und Bummeln auf dem Weihnachtsmarkt angesagt.

Am Abend hab ich mich dann noch mit meinem ehemaligen Mitbewohner Bobby auf dem Weihnachtsmarkt getroffen, wo wir prompt noch ein paar anderen bekannten Gesichtern begegnet sind, und dann ging es auch schon mit meinen Eltern in den Pub.

Irgendwie habe ich es geschafft, mir eine ziemlich schwere Erkältung einzufangen, denn beim Essen bekam ich Schüttelfrost und machte mich direkt auf den Weg ins Hotel, wo ich prompt richtig Fieber bekam und mit gefühlt kochenden Augäpfeln im Bett lag und mich hundelend fühlte. Wenigstens bin ich erst am Abend vor unserem Heimflug krank geworden, aber auch das hätte echt nicht sein müssen.

Den Rückflug hab ich trotzdem gut überstanden, war aber froh, als wir endlich zuhause angekommen sind und ich mich in mein Bett verkriechen konnte.

Danke, Edinburgh.

Und zum Abschluss einige der Fotos, die ich im Flieger gemacht habe:





Goodbye, Scotland. Ich komme wieder, keine Frage.

Cheers!

PS: diesen Blog werde ich weiterhin online lassen, zum Stöbern und Erinnern und Staunen. Und wenn ich das nächste Mal auf Reisen gehe, werde ich hier darüber schreiben. Danke an alle, die dieses Jahr in Schottland so unvergesslich gemacht haben, und alle, die mir mit lieben Kommentaren von zu Hause aus zur Seite standen.

Freitag, 4. September 2015

Ein Jahr vergeht wie ein Moment

"Warum geht man fort? Damit man zurückkehren kann, um den Ort, den man verlassen hat, mit neuen Augen und zusätzlichen Farben zu sehen. Und auch die Menschen dort sehen einen anders. Dorthin zurückzukehren, wo man begonnen hat, ist nicht das Gleiche, wie nie zu gehen."
- Terry Pratchett
Mein Jahr in Edinburgh ist nur so verflogen und nun bin ich wieder hier, auf deutschem Boden, und stelle fest, dass man auch dann Heimweh haben kann, wenn man zuhause ist.

Ich vermisse Edinburgh und meine Freunde dort.

Aber ich bin froh, zuhause zu sein. Und ich bin froh, dieses wundervolle, großartige Jahr gehabt zu haben. Wie heißt es so schön? "Nicht die Jahre im Leben sind wichtig, sondern das Leben in den Jahren."

Dieses Jahr hatte extrem viel Leben. Zu verdanken habe ich das den wundervollen Menschen, die ich in dieser großartigen Stadt kennenlernen durfte: Sabi, Bobby, Lisa, Franzi, Rosa, Moriah, und viele andere - mehr, als ich je erwartet hätte. Und natürlich meine Besucherinnen, Alex und Maja, die extra nach Edinburgh kamen, um sich mit mir zusammen in Schottland zu verlieben. Ohne euch alle wäre dieses Jahr - und dieser Blog - ganz schön öde gewesen.

Im Folgenden ein paar meiner persönlichen Highlights:



















































Cheers!

PS: Der nächste Blogeintrag folgt dann (hoffentlich) von der Abschlussfeier im November, zu der ich (hoffentlich) wieder nach Edinburgh fahren werde. Und danach? Nun... die Welt ist groß und es gibt überall etwas zu sehen und zu berichten. Ich melde mich wieder.