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Mittwoch, 1. Juli 2015

Es geht ans Eingemachte

Heute habe ich angefangen, meine Masterarbeit bzw. Dissertation zu schreiben.

Wir hatten die Wahl, eine reine Recherchearbeit oder eine Übersetzung mit Kommentar zu schreiben.

Ich habe mich für die Übersetzung mit Kommentar entschieden. Das bedeutet, dass ich mir einen Text ausgesucht habe (eine Folge der britischen Radio-Comedyserie "Cabin Pressure") und diese nun ins Deutsche übersetze. Anschließend schreibe ich einen Kommentar zum Thema Übersetzung von Humor und Wortspielen anhand von Beispielen aus dem Text.

Die Arbeit soll insgesamt etwa 12.000 Wörter lang sein, wovon jeweils 6.000 die Übersetzung und 6.000 den Kommentar bilden.

Damit ihr mich nicht ständig fragen müsst, wie ich mit der Dissertation vorankomme, habe ich im Blog oben rechts einen Statusbalken eingestellt, der den momentanen Wordcount anzeigt und den ich jeden Tag auf den neuesten Stand bringen werde.

Mein Abgabetermin ist am 28. August. Um noch Zeit für den Feinschliff zu haben, will ich bis 31. Juli mit der Rohfassung fertig sein.

Cheers!

Freitag, 3. April 2015

Der Anfang vom Ende

Am Mittwoch habe ich erst mein Projekt in Translation & Interpreting Studies abgegeben (endlich!) und dann meine allerletzte Unterrichtsstunde gehabt. Spanisch.

Und jetzt? Jetzt sind erstmal Ferien, bis ende April. Dann kommen zwei Prüfungen in Übersetzen, ich muss ein Projekt für TCATT einreichen und dann mitte Mai eine Prüfung in Spanisch schreiben ... und dann bleibt nur noch die Masterarbeit.

Es ist schon Wahnsinn, wie schnell das Studienjahr vorbei ist - wobei ich mich natürlich nicht beschweren werde, schließlich kann ich die zusätzliche Zeit zum Lesen nutzen und mir Schottland ansehen (die Ecken, wo ich noch nicht war, jedenfalls).

Nur den Spanischunterricht werde ich wirklich vermissen. Eloisa, unsere Lehrerin, ist supernett und die erste Spanischlehrerin, die es tatsächlich geschafft hat, Grammatik logisch nachvollziehbar und ohne wilde Gedankensprünge zu erklären. Nachdem ich mich vorher durch fünf Jahre Chaos in diesem Fach gequält habe, war das eine wirklich angenehme Überraschung.

Meine Freunde bleiben glücklicherweise über den Sommer alle hier, also werden wir jetzt noch mehr Zeit haben, um Filmeabende und Pizzanights zu veranstalten oder wenigstens ein Picknick im Park. Zufällig steht schon am Sonntag Brunch auf dem Plan - irgendwie muss man das Unterrichtsende ja feiern!

Zur Feier des Tages hier noch ein Bild vom Edinburgh Castle im Märznebel:


Cheers!

Montag, 12. Januar 2015

In der Welt zuhause



Seit gestern Abend bin ich wieder auf schottischem Boden und seit heute sind die Ferien definitiv vorbei.

Das zweite Semester hat offiziell begonnen und obwohl ich schon ganz schön erstaunt darüber bin, wie sehr die Zeit verfliegt, hat mich etwas anderes viel mehr überrascht.

Ich war drei Wochen lang zuhause in Deutschland und habe mich vorher auch schon sehr darauf gefreut, wieder dorthin zu fahren und meine Familie und Freunde zu sehen. Aber als ich dann dort war, habe ich mich immer wieder dabei erwischt, von meiner Rückkehr nach Schottland so zu reden:

"Wenn ich wieder heim fliege."

Selbst gestern morgen bei all der Hektik, der langen Fahrt zum Flughafen, der elenden Warterei in Stuttgart und dann nochmal in London Heathrow und den nervtötenden Sicherheitskontrollen (in Stuttgart haben sie jetzt Nacktscanner. Ich werd nimmer!), war ich kein Bisschen nervös.

Warum auch?

Ich wusste, wo ich hinfliege. Ich wusste, wie es da aussieht, dass meine Sachen da sind, kenne mich in der Gegend aus, habe Freunde da ...

Und fühle mich zuhause.

Home away from home, wie man so schön sagt. Ein Zuhause weg von Zuhause.

Ja, ich vermisse meine Familie und meine Freunde in Deutschland, während ich hier bin ... aber wenn ich in Deutschland bin, vermisse ich dafür Schottland und alles, was dazugehört. Und plötzlich bin ich froh, dass erst Januar ist und ich noch bis Ende August hier sein darf, um dieses fantastische Land zu entdecken und nebenbei zu studieren und neue Leute kennenzulernen und einfach so viele Erfahrungen zu sammeln, wie ich kann.

Wenn ich vorher schon diesen Verdacht hatte, dann hat er sich seit meiner Rückkehr nur bestätigt:

Dieses Auslandsstudium zu machen war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.

Cheers! 

Update: die Termine für die Ausflüge in diesem Jahr sind jetzt bekannt. Siehe "Ausflüge und Events" für weitere Details.

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Mein neuer Wecker und erste Aufgaben im Studium

Nach einer beispiellos lange andauernden Stille kommt endlich ein neuer Blogpost von mir.

Ja, ich lebe noch, auch wenn man versucht, mich mit Schlafentzug zu zermürben.

Am Montag ging ich zu meiner üblichen Zeit ins Bett - nachts um zwei. Mit dem Wissen, am nächsten Morgen um 8:30 Uhr kurz aufstehen zu müssen und dann weiterschlafen zu können, war das ja auch kein Problem.

Leider bin ich ein sehr hellhöriger Mensch und wache bei unbekannten Geräuschen schon auf, bevor sie richtig loslegen können.

Aus diesem Grund saß ich auch schon senkrecht im Bett, als der Feuermelder in meinem Zimmer gerade metaphorisch tief Luft holte, ehe er anfing zu piepen und rot zu blinken und überhaupt einen Heidenradau zu veranstalten.

Probealarm in der Christina Miller Hall (West & East). Um 6:30 Uhr morgens.

Dank Jennys Warnungen vom letzten Jahr bezüglich des Feueralarms war ich vorbereitet, konnte aus dem Bett direkt in meine Klamotten fallen und wankte circa eine Minute später in Jeans, Winterstiefeln und Mantel raus in den kalten, dunklen Herbstmorgen. Das einzige, wofür ich keine Zeit hatte, waren meine Kontaktlinsen, und so wäre ich beinahe an meinen Mitbewohnern vorbeigetaumelt, wenn Robert mich nicht angesprochen und aufgehalten hätte.

Umringt von bibbernden, müden Studenten, die teils nur in Bademäntel gekleidet waren, verbrachten wir eine halbe Stunde damit, in der Kälte auszuharren, während die Wardens jedes Zimmer überprüften um sicherzugehen, dass auch wirklich jeder die Gebäude verlassen hatte. Dann durften wir zurück in unsere Betten fallen - in meinem Fall für eine Stunde, ehe um 8:30 Uhr der Wecker klingelte - diesmal der richtige.

Nochmal aufstehen, nochmal anziehen (diesmal inklusive Kontaktlinsen), und zum Henry Prais Building wanken, um meine Übersetzung abzuliefern. Die war fällig und wird benotet. Ich dachte, ich sollte das erwähnen, damit ihr nicht auf die Idee kommt, ich wäre zum Spaß hier (obwohl ich mir den natürlich trotzdem nicht vermiesen lasse).

Wo wir schon beim Thema Spaß sind - gestern habe ich den ganzen Tag damit verbracht, mein Critical Review zu einem Artikel zu schreiben. Eigentlich hatten wir dafür schon 4 Wochen Zeit und Abgabe ist diesen Freitag, aber wer mich kennt dürfte wohl eher überrascht sein, dass ich nicht erst am Donnerstag damit angefangen habe. Dafür hab ich den ganzen dämlichen Text dann auch brav gelesen, recherchiert und mein kritisches Review dazu verfasst. Und das, obwohl meine Freunde mich mit neuen Bildern von einem gewissen Schauspieler ablenken wollten.

Danke für die Manipulationsversuche, Leute.

Zur Belohnung bin ich dafür heute mit einer Mitstudentin aus meinem Spanischkurs in die Stadt gefahren, wo sie mir die deutsche "Feinbäckerei und Konditorei" (ja, ein deutscher Name) zeigte und ich endlich mal wieder eine leckere Torte vor die Nase bekam:



Lecker!

Nicht ganz so gut wie die von Oma, aber an Omas Schokosahnecremetorte kommt sowieso niemand ran, daher ist ein Vergleich unfair und sollte nicht gezogen werden.

Cheers!

Dienstag, 16. September 2014

Schottisches Wetter

Hallo, da bin ich wieder!

Gestern war der erste Unterrichtstag - und gleichzeitig auch das Ende von 10 Tagen Sonnenschein.
Schon beim Aufstehen war klar, dass es kein guter Morgen wird. Möglicherweise lag das daran, dass ich meinen Wecker auf halb 9 gestellt hatte, obwohl die erste Unterrichtsstunde erst um 12:15 Uhr war.

Warum also halb 9?
Ganz einfach: ab 9 Uhr morgens verkaufte die Chaplaincy Tickets für den Tagesausflug am Samstag, und ich wollte mir unbedingt eins sichern. Da ich inzwischen ja schon weiß, dass der Andrang auf solche Events immer recht groß ist und nur 48 Plätze zur Verfügung stehen, dachte ich mir, ich würde um 9 dort auftauchen, mich in die Liste eintragen und alles wäre geritzt. Natürlich hatte ich da nicht damit gerechnet, dass zwanzig andere Leute die selbe Idee hatten. Ich kam um Punkt 9 Uhr an und bin jetzt Nummer 22 auf der Liste - unglaublich, oder? Nächstes Mal steh ich um halb 9 schon vor der Tür.

Naja, nachdem ich also im Nieselregen (denn den gab es gestern in Mengen) zur Chaplaincy und wieder zurück gelaufen war, verbrachte ich einige Stunden lesend und beobachtete, wie draußen der Nieselregen aufhörte und durch dichten Nebel ersetzt wurde. Jedenfalls sah es so aus.

Als ich dann zur Tür raus kam, wurde schnell klar, dass wir hier Nebel UND Regen gleichzeitig hatten - so feinen Regen, dass man ihn kaum sah, dafür aber trotzdem ordentlich nass wurde. Und natürlich hatte ich meinen Schirm noch im Zimmer liegen. Wenigstens ist die Lederjacke wasserdicht.

Ich ging durch den Regen zu Spanisch und erfuhr, dass der Andrang auf diesen Kurs zu groß ist und nur 32 Leute aufgenommen werden können - also mussten wir alle ein Formular ausfüllen und die Lehrerin hat dann ausgesucht, wer in den Kurs kommt. Ich hatte Glück, mein Name steht auf der Liste. Andernfalls hätte ich mir glatt ein anderes Wahlfach suchen müssen.

Der Nebelregen hörte übrigens den ganzen Tag nicht mehr auf und erst nachts um halb 11 war daraus ein "trockener" Nebel geworden.

Dafür ist das Wetter heute wieder seltsam trüb und diesig, dafür aber trocken und sogar wieder recht warm - eine Sweatshirtjacke reicht vollkommen aus, wie ich feststellen konnte, als ich (schon wieder) zur Chaplaincy gelaufen bin. Diesmal, um mir noch einen Topf und ein paar Gläser zu holen.

Zurückgekommen bin ich mit einem Topf, einem Topfdeckel, drei Gläsern, einer Crêpe-Pfanne und noch ein wenig Besteck. Und alles für lau!

Jetzt geh ich erstmal in die Küche, das ganze Zeug endlich mal ordentlich spülen, damit ich es auch verwenden kann. Später gibts dann mal ein Bild von meinen gesammelten Küchenutensilien.

Update: Hier meine komplette Küchenausstattung:


Cheers!