Dienstag, 10. April 2018

Indien Tag 6 - Munnar: Wandern in den Teeplantagen

Am nächsten Morgen standen wir schon in aller Herrgottsfrühe auf, denn wenn man in kurzer Zeit so viel wie möglich von Indien sehen möchte, ist Schlaf nicht Teil der Tagesordnung. Wandern dafür schon.

In Munnar bietet jedes Hotel geführte Wandertouren an und so haben wir uns für eine Halbtagswanderung entschieden, um etwas von den Teeplantagen zu sehen und nach dem längeren Aufenthalt in Mumbai ein wenig Natur zu sehen und frische Luft zu schnuppern.

Von beidem gab es in Munnar jede Menge!

Durch das verschlafene Dorf ging es über den Fluss, vorbei an umherstreifenden Kühen, in die nebelverhangenen Wiesen und Felder und von dort zu den Teeplantagen, die so ziemlich jeden Berg und Hügel in dieser Gegend einnehmen.

Aus der Ferne erinnert der Anblick an wunderschöne Buchsbüsche, aber da Tee auch noch einen praktischen Nutzen hat, muss ich ihn dem Buchs vorziehen.

Im Nebel und der aufgehenden Sonne war der erste Teil unserer Wanderung angenehm kühl und absolut magisch.












Umgeben von vereinzelten Bäumen und Tee so weit das Auge reichte, stiegen wir in großzügigen Schlangenlinien zusammen mit der Sonne immer höher.

Die Ausblicke, die sich uns boten, waren jeden Schritt absolut wert, und da waren wir noch nicht einmal am Gipfel angekommen!

Irgendwann haben wir die Teeplantagen dann hinter uns gelassen und der Aufstieg wurde steiler. Hohes Gras und Felsen und dazwischen der Weg, kaum zu sehen in all der Vegetation. Aber dafür hatten wir ja unseren Tour Guide, der nicht nur wusste, wo es langgeht, sondern auch interessante Fakten rund um die Teeplantagen und die Natur zu erzählen wusste. Ohne ihn hätten wir die Stachelschweinstacheln auf den Pfaden jedenfalls nicht entdeckt!







Oben angekommen war erstmal Pause angesagt und wir haben uns mit Toastbroten mit Wurst und Marmelade gestärkt, bevor es weiter ging - diesmal bergab und in die schwüle Mittagshitze.


Laura am Abgrund.

Gipfelstürmer



Stellenweise war das Gras höher als wir, aber der Hitze tat das keinen Abbruch. Zum Glück haben wir es relativ schnell in den Wald geschafft und konnten nach einem Zwischenstopp bei Kakao- und Kaffee-Pflanzen bald an einem Gasthaus Pause machen.
 

Der ungewöhnlichste Mülleimer, den ich in Indien gesehen habe.

Ein Brettspiel, das wohl so ähnlich wie Dame funktioniert.



Ein Bulbul, eine in dieser Gegend sehr häufig vorkommende Vogelart

Natürlich wurden wir auch in Munnar wieder von Adlern begleitet.




Ein Beispiel aus der bizarren, wunderschönen Pflanzenwelt.
Kurz darauf ging es auch schon zurück zum Hotel und von dort ins nächste Auto für eine vierstündige Fahrt nach Kumily, wo einer meiner Träume in Erfüllung ging. Aber davon mehr im nächsten Post!

Cheers!

Samstag, 24. Februar 2018

Indien Tag 5 - Kochi und Ankunft in Munnar

Nachdem wir die Hochzeit am frühen Nachmittag verlassen haben, saßen wir ein paar Stunden lang am Flughafen herum, denn natürlich hatte unser erster Inlandsflug nach Kochi massiv Verspätung. Tatsächlich saßen wir so lange herum, dass wir einige der anderen Hochzeitsgäste am Flughafen wiedergetroffen haben.

Dementsprechend kamen wir dann auch mitten in der Nacht in Kochi an, wo wir am Flughafen Lauras Studienfreundin Annaliisa (ja, mit zwei i) getroffen haben und gemeinsam zu unserem Hotel gefahren sind.

Am nächsten Tag wurden wir dann von der Familie von Laura und Annaliisas Studienfreundin abgeholt und zu einer Bootstour mitgenommen. Nach all dem Stress bei der Hochzeit war das eine willkommene Pause und tatsächlich einer der entspannendsten Momente.

Die Temperatur betrug übrigens etwas über 30°C bei ungefähr 85 % Luftfeuchtigkeit.

Hier einige Bilder dieses absoluten Friedens:












Ja, er hat ein Fahrrad dabei.

Nach diesem wunderschönen Ausflug wurden wir von unserer Gastfamilie #2 auch direkt zum Mittagessen mit nach Hause genommen und konnten so nicht nur ihr Haus bewundern, sondern auch direkt das lokale Essen genießen - Reis, Fisch, selbstgemachtes Brot und unglaublich leckere selbstgemachte Limonade.


Ein Mangobaum im Garten

Leider konnten wir nicht so lange bleiben, wie wir gerne gewollt hätten, und kurz darauf saßen wir in einem gemieteten Auto samt Fahrer, in dem wir von Kochi nach Munnar gefahren wurden. Munnar ist eine Kleinstadt in den Bergen, umgeben von Teeplantagen, und wir kamen nach einer etwa vierstündigen Autofahrt entlang unzähliger Serpentinen dort an.

Hier einige Eindrücke von unserem Abend in Munnar:


Die örtliche Tankstelle in einer Komplettaufnahme.


Ohne Worte.

Besonders verstörend: die gigantischen Kirchen überall im Süden Indiens.
Nächstes Mal folgen dann Bilder von unserer Wanderung durch die Teeplantagen von Munnar, wo wir wirklich wunderschöne Aussichten bestaunen konnten.