Nein, es hat nicht geschneit. (Wann hatten wir das letzte Mal Schnee an Weihnachten?!)
Heute kam endlich das Paket mit meinen restlichen Sachen an und ich kann bestätigen, es gibt kein besseres Gefühl, als in die Lobby zu kommen und ein sehr großes Paket zu finden, das an einen adressiert ist.
Besagtes Paket dann zurück aufs Zimmer zu schleppen, ist kein ganz so großartiges Gefühl, wird aber sofort wieder dadurch wett gemacht, dass man es auspacken darf.
Und auszupacken gab es viel, wie dieses Foto vom Paket selbst beweist:
Ganz oben drauf mein Parka. Ich glaube, der wird mir dieses Jahr noch seeeehr gelegen kommen. Noch kommt man mit einer Lederjacke, Sweatshirtjacke oder einer Kombination aus beidem sehr gut aus, aber der Herbst ist schon spürbar und der Winter rückt näher.
Ansonsten gab es noch dicke Pullover, einige langärmlige Oberteile, ein paar Handtücher, eine Wäscheleine, eine Bratpfanne (jippie!), einen Salzstreuer (die ganze Welt des Kochens tut sich vor mir auf), dicke Socken, zwei Notizbücher, Kontaktlinsenmittel, Strumpfhosen, zwei Mützen, ein Halstuch, ein Rock, Kleiderbügel, Stiefel und - ganz besonders toll, weil unerwartet - zwei Packungen Oreos und eine Ladung Knoppers!
Es könnte möglicherweise ganz vielleicht sein, dass ich eventuell beim Auspacken Weihnachtslieder gesummt habe...
Vielen Dank für das Care-Paket an meine Eltern ♥
Cheers!
PS: Morgen bzw. Heute (es ist ja schon nach Mitternacht) findet in Schottland das Referendum zur Unabhängigkeit statt. Ich werde mit einigen Freundinnen in die Stadt fahren, mich in einen Pub setzen und miterleben, wie Geschichte geschrieben wird oder ganz knapp den Geschichtsbüchern entkommt und maximal als Fußnote endet.
Donnerstag, 18. September 2014
Dienstag, 16. September 2014
Schottisches Wetter
Hallo, da bin ich wieder!
Gestern war der erste Unterrichtstag - und gleichzeitig auch das Ende von 10 Tagen Sonnenschein.
Schon beim Aufstehen war klar, dass es kein guter Morgen wird. Möglicherweise lag das daran, dass ich meinen Wecker auf halb 9 gestellt hatte, obwohl die erste Unterrichtsstunde erst um 12:15 Uhr war.
Warum also halb 9?
Ganz einfach: ab 9 Uhr morgens verkaufte die Chaplaincy Tickets für den Tagesausflug am Samstag, und ich wollte mir unbedingt eins sichern. Da ich inzwischen ja schon weiß, dass der Andrang auf solche Events immer recht groß ist und nur 48 Plätze zur Verfügung stehen, dachte ich mir, ich würde um 9 dort auftauchen, mich in die Liste eintragen und alles wäre geritzt. Natürlich hatte ich da nicht damit gerechnet, dass zwanzig andere Leute die selbe Idee hatten. Ich kam um Punkt 9 Uhr an und bin jetzt Nummer 22 auf der Liste - unglaublich, oder? Nächstes Mal steh ich um halb 9 schon vor der Tür.
Naja, nachdem ich also im Nieselregen (denn den gab es gestern in Mengen) zur Chaplaincy und wieder zurück gelaufen war, verbrachte ich einige Stunden lesend und beobachtete, wie draußen der Nieselregen aufhörte und durch dichten Nebel ersetzt wurde. Jedenfalls sah es so aus.
Als ich dann zur Tür raus kam, wurde schnell klar, dass wir hier Nebel UND Regen gleichzeitig hatten - so feinen Regen, dass man ihn kaum sah, dafür aber trotzdem ordentlich nass wurde. Und natürlich hatte ich meinen Schirm noch im Zimmer liegen. Wenigstens ist die Lederjacke wasserdicht.
Ich ging durch den Regen zu Spanisch und erfuhr, dass der Andrang auf diesen Kurs zu groß ist und nur 32 Leute aufgenommen werden können - also mussten wir alle ein Formular ausfüllen und die Lehrerin hat dann ausgesucht, wer in den Kurs kommt. Ich hatte Glück, mein Name steht auf der Liste. Andernfalls hätte ich mir glatt ein anderes Wahlfach suchen müssen.
Der Nebelregen hörte übrigens den ganzen Tag nicht mehr auf und erst nachts um halb 11 war daraus ein "trockener" Nebel geworden.
Dafür ist das Wetter heute wieder seltsam trüb und diesig, dafür aber trocken und sogar wieder recht warm - eine Sweatshirtjacke reicht vollkommen aus, wie ich feststellen konnte, als ich (schon wieder) zur Chaplaincy gelaufen bin. Diesmal, um mir noch einen Topf und ein paar Gläser zu holen.
Zurückgekommen bin ich mit einem Topf, einem Topfdeckel, drei Gläsern, einer Crêpe-Pfanne und noch ein wenig Besteck. Und alles für lau!
Jetzt geh ich erstmal in die Küche, das ganze Zeug endlich mal ordentlich spülen, damit ich es auch verwenden kann. Später gibts dann mal ein Bild von meinen gesammelten Küchenutensilien.
Update: Hier meine komplette Küchenausstattung:
Cheers!
Gestern war der erste Unterrichtstag - und gleichzeitig auch das Ende von 10 Tagen Sonnenschein.
Schon beim Aufstehen war klar, dass es kein guter Morgen wird. Möglicherweise lag das daran, dass ich meinen Wecker auf halb 9 gestellt hatte, obwohl die erste Unterrichtsstunde erst um 12:15 Uhr war.
Warum also halb 9?
Ganz einfach: ab 9 Uhr morgens verkaufte die Chaplaincy Tickets für den Tagesausflug am Samstag, und ich wollte mir unbedingt eins sichern. Da ich inzwischen ja schon weiß, dass der Andrang auf solche Events immer recht groß ist und nur 48 Plätze zur Verfügung stehen, dachte ich mir, ich würde um 9 dort auftauchen, mich in die Liste eintragen und alles wäre geritzt. Natürlich hatte ich da nicht damit gerechnet, dass zwanzig andere Leute die selbe Idee hatten. Ich kam um Punkt 9 Uhr an und bin jetzt Nummer 22 auf der Liste - unglaublich, oder? Nächstes Mal steh ich um halb 9 schon vor der Tür.
Naja, nachdem ich also im Nieselregen (denn den gab es gestern in Mengen) zur Chaplaincy und wieder zurück gelaufen war, verbrachte ich einige Stunden lesend und beobachtete, wie draußen der Nieselregen aufhörte und durch dichten Nebel ersetzt wurde. Jedenfalls sah es so aus.
Als ich dann zur Tür raus kam, wurde schnell klar, dass wir hier Nebel UND Regen gleichzeitig hatten - so feinen Regen, dass man ihn kaum sah, dafür aber trotzdem ordentlich nass wurde. Und natürlich hatte ich meinen Schirm noch im Zimmer liegen. Wenigstens ist die Lederjacke wasserdicht.
Ich ging durch den Regen zu Spanisch und erfuhr, dass der Andrang auf diesen Kurs zu groß ist und nur 32 Leute aufgenommen werden können - also mussten wir alle ein Formular ausfüllen und die Lehrerin hat dann ausgesucht, wer in den Kurs kommt. Ich hatte Glück, mein Name steht auf der Liste. Andernfalls hätte ich mir glatt ein anderes Wahlfach suchen müssen.
Der Nebelregen hörte übrigens den ganzen Tag nicht mehr auf und erst nachts um halb 11 war daraus ein "trockener" Nebel geworden.
Dafür ist das Wetter heute wieder seltsam trüb und diesig, dafür aber trocken und sogar wieder recht warm - eine Sweatshirtjacke reicht vollkommen aus, wie ich feststellen konnte, als ich (schon wieder) zur Chaplaincy gelaufen bin. Diesmal, um mir noch einen Topf und ein paar Gläser zu holen.
Zurückgekommen bin ich mit einem Topf, einem Topfdeckel, drei Gläsern, einer Crêpe-Pfanne und noch ein wenig Besteck. Und alles für lau!
Jetzt geh ich erstmal in die Küche, das ganze Zeug endlich mal ordentlich spülen, damit ich es auch verwenden kann. Später gibts dann mal ein Bild von meinen gesammelten Küchenutensilien.
Update: Hier meine komplette Küchenausstattung:
Cheers!
Sonntag, 14. September 2014
Oh wie schön ist...
... Schottland.
In Panama wäre es jetzt aber wärmer, was mir persönlich ganz recht wäre.
Als ich heute mittag aufgestanden bin (einer der Vorteile an Sonntagen), war es draußen bewölkt und grau und allgemein ein wenig ungemütlich, dafür aber trocken und noch nicht wirklich kalt.
Mit Sweatshirtjacke, Rucksack, zwei Muffins, etwas zu trinken und meiner Kamera bewaffnet, machte ich mich auf den Weg zur Hauptbushaltestelle der Uni, die als Treffpunk für Ausflüge aller Art benutzt wird.
Die Chaplaincy hat für heute nachmittag eine Wanderung in den Pentland Hills angesetzt - auf der Liste war Platz für 48 Personen, aber das hat niemanden davon abgehalten, sich auch dann noch "einzutragen" als die Liste voll war. Tatsächlich hätte am Ende wahrscheinlich kaum noch ein Name irgendwo auf das Blatt gepasst. Ich selbst war Nummer 61 von 48 und ging in der Hoffnung hin, trotzdem mitzukönnen.
Wie sich herausstellte, hatte ich Glück - diverse Personen, die vor mir aufgelistet waren, sind nicht aufgetaucht, also war noch Platz für mich und einige Freundinnen, die ebenfalls auf gut Glück aufgetaucht waren. Für einige, die nicht mehr in den Bus passten, hatte der nette Chaplain aber noch sein Auto und ein Student bot an, ebenfalls Taxifahrer zu spielen, und so konnten letzten Endes beinahe alle mitkommen, die aufgetaucht waren.
Nach einer etwa fünfzehnminütigen Busfahrt erreichten wir eine schmale Straße, die praktisch als Zufahrtsstraße für die Pentland Hills dient. Dort stiegen wir aus dem Bus und gingen den Rest des Weges zu Fuß. Hier einige Bilder, die ich unterwegs gemacht habe:
Wunderschön, nicht wahr? Also gegen die Natur kann man hier echt nix sagen - bin total begeistert und frage mich, wie es wohl erst wird, wenn die Sonne scheint....
Cheers!
PS: Nach der Wanderung hat die Chaplaincy dann noch einen BBQ veranstaltet, kostenlos, zu dem alle eingeladen waren - das Abendessen war also gesichert. Und viele nette Leute kennengelernt hab ich auch.
In Panama wäre es jetzt aber wärmer, was mir persönlich ganz recht wäre.
Als ich heute mittag aufgestanden bin (einer der Vorteile an Sonntagen), war es draußen bewölkt und grau und allgemein ein wenig ungemütlich, dafür aber trocken und noch nicht wirklich kalt.
Mit Sweatshirtjacke, Rucksack, zwei Muffins, etwas zu trinken und meiner Kamera bewaffnet, machte ich mich auf den Weg zur Hauptbushaltestelle der Uni, die als Treffpunk für Ausflüge aller Art benutzt wird.
Die Chaplaincy hat für heute nachmittag eine Wanderung in den Pentland Hills angesetzt - auf der Liste war Platz für 48 Personen, aber das hat niemanden davon abgehalten, sich auch dann noch "einzutragen" als die Liste voll war. Tatsächlich hätte am Ende wahrscheinlich kaum noch ein Name irgendwo auf das Blatt gepasst. Ich selbst war Nummer 61 von 48 und ging in der Hoffnung hin, trotzdem mitzukönnen.
Wie sich herausstellte, hatte ich Glück - diverse Personen, die vor mir aufgelistet waren, sind nicht aufgetaucht, also war noch Platz für mich und einige Freundinnen, die ebenfalls auf gut Glück aufgetaucht waren. Für einige, die nicht mehr in den Bus passten, hatte der nette Chaplain aber noch sein Auto und ein Student bot an, ebenfalls Taxifahrer zu spielen, und so konnten letzten Endes beinahe alle mitkommen, die aufgetaucht waren.
Nach einer etwa fünfzehnminütigen Busfahrt erreichten wir eine schmale Straße, die praktisch als Zufahrtsstraße für die Pentland Hills dient. Dort stiegen wir aus dem Bus und gingen den Rest des Weges zu Fuß. Hier einige Bilder, die ich unterwegs gemacht habe:
| Ich war nicht die einzige, die sich irgendwie an Kanada erinnert fühlte... |
| Angler, Hügel, See, Inseln... fehlt nur noch ein Elch. |
| Lasst euch von meinen schönen Bilder nichts vorgaukeln - das Wetter sah so aus. |
| Diese Schafe waren auch auf Wandertour. |
| Ich - ein Beweisfoto, um zu zeigen, dass ich tatsächlich noch lebe und nicht durch einen Roboter ersetzt wurde. |
Wunderschön, nicht wahr? Also gegen die Natur kann man hier echt nix sagen - bin total begeistert und frage mich, wie es wohl erst wird, wenn die Sonne scheint....
Cheers!
PS: Nach der Wanderung hat die Chaplaincy dann noch einen BBQ veranstaltet, kostenlos, zu dem alle eingeladen waren - das Abendessen war also gesichert. Und viele nette Leute kennengelernt hab ich auch.
Samstag, 13. September 2014
Busse, Bücher - und der Jeti
Da bei mir gestern absolut keine Veranstaltung auf dem Plan stand und das Wetter toll war, hab ich mich in den Bus gesetzt und bin in die Innenstadt gefahren - direkt zur Princes Street. Buslinie 25 führt direkt dahin - und das auch noch für 1,50! Überhaupt kosten alle Busfahrten 1,50 - egal, wie weit man fährt. Wenn man dann aber umsteigt, muss man halt nochmal 1,50 zahlen.
Ich kann sagen, dass ich gestern wirklich sehr viel Bus gefahren bin. Erst mittags in die Stadt, wo ich einen Laden gefunden habe, der grade Ausverkauf hatte. Habe sechs Bücher für insgesamt 8 Pfund bekommen. Wahnsinn.
Dann bin ich zum Calton Hill gelaufen, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt hat. Hier einige Eindrücke:
Das Wetter war extrem gut, wenn auch ein wenig diesig, und ich habe die meiste Zeit des Tages im T-shirt verbracht - und mir gelegentlich eine kurze Hose gewünscht.
Nach dem Besuch am Calton Hill bin ich wieder zurück in die Innenstadt und habe einen weiteren Buchladen gefunden, der auf meiner Liste stand - Blackwell's. Zufällig hatten sie da eine "Kauf 3, zahl 2" Aktion und einige Bücher, die mich interessiert haben - und plötzlich hatte ich vier (signierte!) Ausgaben in der Tasche. Ups...
Das da ist meine Beute. Als ich sagte, ich würde mir "nicht allzu viele" Bücher kaufen, meinte ich, ich würde nicht allzu viel Geld für Bücher ausgeben - und bei sechs Büchern für 8 Pfund kann man sich wohl kaum beschweren, oder?
Zwischendurch habe ich noch einen Zwischenstop beim Pizza Hut eingelegt und etwas gegessen - sehr zu meiner Freude gibt es den Laden noch genau da, wo ich ihn vor fünfeinhalb Jahren besucht habe, als ich mit der Schule in Edinburgh war.
Kurz bevor ich zu meinem kleinen Ausflug in die Stadt aufgebrochen bin, habe ich übrigens den Jeti im Flur getroffen. Man staune!
Er heißt Rob, hat sein ganzes Leben in London gewohnt (NEID!) und seine Eltern kommen aus Köln und Wien - sein Deutsch ist entsprechend gut. Der Jeti ist jetzt also enttarnt und die Pseudo-Wissenschaftler dieser Welt können sich ein neues Hobby suchen.
Aber zurück zu den Bussen - nachdem ich also nicht weniger als 10 Bücher gekauft und ein paar dutzend Fotos gemacht hatte, stieg ich in den Bus und fuhr wieder zurück zur Uni, wo ich die Bücher auspackte und ein wenig Zeit im Internet totschlug, bevor ich mich abends endlich mit Steven treffen konnte, bei dem Jenny mir ihre Sachen gelassen hatte.
Er hat mir seine Adresse und die Buslinie + Haltestelle dorthin per SMS geschickt und ich machte mich abends um 7 mit leerem Rucksack auf den Weg. Wieder in den Bus, wieder zur Princes Street, von dort umsteigen auf eine andere Linie, an einer Tankstelle aussteigen, im Nebel eine Straße entlang, zum Haus, klingeln, reinkommen, Smalltalk und die Sachen von den zwei riesen Tüten, die Jenny dagelassen hatte, in meinen Rucksack und nur eine der Tüten umschichten.
Dann zurück zum Bus, mit einem kleinen Zwischenstop an der Tanke, um ein wenig Toast zu kaufen und Wechselgeld für den Bus rauszuschlagen. Die 1,50 sollte man bestenfalls passend haben, denn der Busfahrer gibt kein Wechselgeld.
Zurück zur Princes Street, den Bus zur Uni verpasst, 15 Minuten auf den nächsten gewartet, und dann endlich nach Hause gefahren. Bis ich wieder in meinem Zimmer ankam, war es zehn Uhr.
Und wofür das ganze?
Was Jenny sagte: "Ich lass dir einen Toaster da, Besteck, ein paar Teller, zwei Rollen Klopapier und die Bücher, die ich für dich besorgt hatte."
Was ich alles durch Edinburgh geschleppt habe:
Wenigstens haben sich all die Busfahrten gelohnt ...
Cheers!
Ich kann sagen, dass ich gestern wirklich sehr viel Bus gefahren bin. Erst mittags in die Stadt, wo ich einen Laden gefunden habe, der grade Ausverkauf hatte. Habe sechs Bücher für insgesamt 8 Pfund bekommen. Wahnsinn.
Dann bin ich zum Calton Hill gelaufen, von dem aus man einen wunderschönen Blick über die Stadt hat. Hier einige Eindrücke:
| Blick vom Calton Hill entlang der Princes Street |
| Sagte ich, ich wohne in Edinburgh? Das war gelogen, ich bin in Griechenland! |
| Der berühmte Arthur's Seat, der hier erfolglos versucht, sich im Dunst zu verstecken. |
Das Wetter war extrem gut, wenn auch ein wenig diesig, und ich habe die meiste Zeit des Tages im T-shirt verbracht - und mir gelegentlich eine kurze Hose gewünscht.
Nach dem Besuch am Calton Hill bin ich wieder zurück in die Innenstadt und habe einen weiteren Buchladen gefunden, der auf meiner Liste stand - Blackwell's. Zufällig hatten sie da eine "Kauf 3, zahl 2" Aktion und einige Bücher, die mich interessiert haben - und plötzlich hatte ich vier (signierte!) Ausgaben in der Tasche. Ups...
Das da ist meine Beute. Als ich sagte, ich würde mir "nicht allzu viele" Bücher kaufen, meinte ich, ich würde nicht allzu viel Geld für Bücher ausgeben - und bei sechs Büchern für 8 Pfund kann man sich wohl kaum beschweren, oder?
Zwischendurch habe ich noch einen Zwischenstop beim Pizza Hut eingelegt und etwas gegessen - sehr zu meiner Freude gibt es den Laden noch genau da, wo ich ihn vor fünfeinhalb Jahren besucht habe, als ich mit der Schule in Edinburgh war.
Kurz bevor ich zu meinem kleinen Ausflug in die Stadt aufgebrochen bin, habe ich übrigens den Jeti im Flur getroffen. Man staune!
Er heißt Rob, hat sein ganzes Leben in London gewohnt (NEID!) und seine Eltern kommen aus Köln und Wien - sein Deutsch ist entsprechend gut. Der Jeti ist jetzt also enttarnt und die Pseudo-Wissenschaftler dieser Welt können sich ein neues Hobby suchen.
Aber zurück zu den Bussen - nachdem ich also nicht weniger als 10 Bücher gekauft und ein paar dutzend Fotos gemacht hatte, stieg ich in den Bus und fuhr wieder zurück zur Uni, wo ich die Bücher auspackte und ein wenig Zeit im Internet totschlug, bevor ich mich abends endlich mit Steven treffen konnte, bei dem Jenny mir ihre Sachen gelassen hatte.
Er hat mir seine Adresse und die Buslinie + Haltestelle dorthin per SMS geschickt und ich machte mich abends um 7 mit leerem Rucksack auf den Weg. Wieder in den Bus, wieder zur Princes Street, von dort umsteigen auf eine andere Linie, an einer Tankstelle aussteigen, im Nebel eine Straße entlang, zum Haus, klingeln, reinkommen, Smalltalk und die Sachen von den zwei riesen Tüten, die Jenny dagelassen hatte, in meinen Rucksack und nur eine der Tüten umschichten.
Dann zurück zum Bus, mit einem kleinen Zwischenstop an der Tanke, um ein wenig Toast zu kaufen und Wechselgeld für den Bus rauszuschlagen. Die 1,50 sollte man bestenfalls passend haben, denn der Busfahrer gibt kein Wechselgeld.
Zurück zur Princes Street, den Bus zur Uni verpasst, 15 Minuten auf den nächsten gewartet, und dann endlich nach Hause gefahren. Bis ich wieder in meinem Zimmer ankam, war es zehn Uhr.
Und wofür das ganze?
Was Jenny sagte: "Ich lass dir einen Toaster da, Besteck, ein paar Teller, zwei Rollen Klopapier und die Bücher, die ich für dich besorgt hatte."
Was ich alles durch Edinburgh geschleppt habe:
Wenigstens haben sich all die Busfahrten gelohnt ...
Cheers!
Donnerstag, 11. September 2014
Griechische Göttinnen und neues von meinen Mitbewohnern
War ich die letzten Tage noch überrascht, wie viele Deutsche es an meiner Uni gibt, so wurde ich gestern praktisch von Griechen überrannt.
Zuerst habe ich vormittags in der Küche George aus Wohnung Nr. 2 getroffen. Ein Grieche, wie sich herausstellt. Da hätte nach dem ersten Satz dieses Blogeintrags bestimmt niemand mit gerechnet, was?
Kurz darauf gelang mir das, wovon viele Bergsteiger und Verschwörungstheoretiker nur träumen können: Ich habe den Jeti gesichtet.
Zugegeben nur durch den Türspion, wie eine Profi-Stalkerin, als er an meiner Tür vorbeiging, aber immerhin weiß ich jetzt, dass er tatsächlich ein er ist und jedenfalls schonmal kein Asiate.
Apropos Asiate - offenbar haben wir doch keinen Asiaten, mit dem wir uns die Küche teilen.
Wo genau der mysteriöse Lacey Tyler (oder wie auch immer er heißt) eigentlich herkam und was er auf unserem Flur zu suchen hatte, ist mir daher schleierhaft, aber George hat mir versichert, dass wir keinen Asiaten haben. Bisher. Nummer 4 ist immernoch leer, glaube ich.
Der Jeti wohnt in Nummer 3. Und in Zimmer Nr 1, das ich bisher dem Asiaten zugeschrieben hatte, wohnt tatsächlich Irene. Das ist die englische Version ihres Namens. Die richtige kann ich nicht aussprechen. Irene kommt aus Zypern, weshalb sie und George natürlich prompt einige griechische Unterhaltungen geführt haben.
Tja, und dann haben sie gestern abends um zehn an meine Tür geklopft und mich zur Student Union mitgeschleppt, wo wir uns zuerst beinahe verlaufen hätten (sie wollten mir einfach nicht glauben, dass die SU am See liegt) und dann eine nette Polin trafen, die uns zur Student Union (AM SEE) führte. Dort liefen wir direkt in eine Gruppe Griechen hinein. Ein Mädchen, drei Jungs. Bill, George und John (?). Das Mädchen hieß Aphrodite. Kein Witz.
Direkt danach trafen wir noch auf zwei Deutsche (juhuu) und einen Kanadier, mit denen wir dann eine nette Stunde lang bei lauter Musik und überraschend billigen Getränken herumsaßen und geredet (bzw. geschrien) haben. Hat mich ein wenig an eine Familienfeier zuhause erinnert, nur mit mehr Musik und weniger Essen. Lustig war es auf jeden Fall, auch wenn man mich immer erstmal unter Waffengewalt irgendwo hinzerren muss.
Heute hab ich dann endlich das Einschreiben an der Uni vollständig hinter mich gebracht und meinen Studentenausweis bekommen - ganz schnell und unkompliziert. Beim Arzt bin ich jetzt auch registriert und daher über den NHS versichert, sollte ich doch mal krank werden oder sonstige medizinische Hilfe benötigen. Bei der Registrierung hab ich übrigens noch einen George getroffen - überraschenderweise stammt er aus Griechenland. Offenbar ist das ein sehr weit verbreiteter Name da drüben.
Morgen steht dann zum Glück nichts weiter an, als mich abends mit Steven zu treffen und die Sachen abzuholen, die Jenny mir dagelassen hat. Und weil das erst abends ist, werd ich mir tagsüber mal die Stadt ansehen - da gibt es ein paar Buchläden, die mich reizen. Allzu viele Bücher werde ich aber wohl nicht kaufen. Mir tun vom Kajakfahren die Schultern weh - aber so richtig.
Cheers!
Zuerst habe ich vormittags in der Küche George aus Wohnung Nr. 2 getroffen. Ein Grieche, wie sich herausstellt. Da hätte nach dem ersten Satz dieses Blogeintrags bestimmt niemand mit gerechnet, was?
Kurz darauf gelang mir das, wovon viele Bergsteiger und Verschwörungstheoretiker nur träumen können: Ich habe den Jeti gesichtet.
Zugegeben nur durch den Türspion, wie eine Profi-Stalkerin, als er an meiner Tür vorbeiging, aber immerhin weiß ich jetzt, dass er tatsächlich ein er ist und jedenfalls schonmal kein Asiate.
Apropos Asiate - offenbar haben wir doch keinen Asiaten, mit dem wir uns die Küche teilen.
Wo genau der mysteriöse Lacey Tyler (oder wie auch immer er heißt) eigentlich herkam und was er auf unserem Flur zu suchen hatte, ist mir daher schleierhaft, aber George hat mir versichert, dass wir keinen Asiaten haben. Bisher. Nummer 4 ist immernoch leer, glaube ich.
Der Jeti wohnt in Nummer 3. Und in Zimmer Nr 1, das ich bisher dem Asiaten zugeschrieben hatte, wohnt tatsächlich Irene. Das ist die englische Version ihres Namens. Die richtige kann ich nicht aussprechen. Irene kommt aus Zypern, weshalb sie und George natürlich prompt einige griechische Unterhaltungen geführt haben.
Tja, und dann haben sie gestern abends um zehn an meine Tür geklopft und mich zur Student Union mitgeschleppt, wo wir uns zuerst beinahe verlaufen hätten (sie wollten mir einfach nicht glauben, dass die SU am See liegt) und dann eine nette Polin trafen, die uns zur Student Union (AM SEE) führte. Dort liefen wir direkt in eine Gruppe Griechen hinein. Ein Mädchen, drei Jungs. Bill, George und John (?). Das Mädchen hieß Aphrodite. Kein Witz.
Direkt danach trafen wir noch auf zwei Deutsche (juhuu) und einen Kanadier, mit denen wir dann eine nette Stunde lang bei lauter Musik und überraschend billigen Getränken herumsaßen und geredet (bzw. geschrien) haben. Hat mich ein wenig an eine Familienfeier zuhause erinnert, nur mit mehr Musik und weniger Essen. Lustig war es auf jeden Fall, auch wenn man mich immer erstmal unter Waffengewalt irgendwo hinzerren muss.
Heute hab ich dann endlich das Einschreiben an der Uni vollständig hinter mich gebracht und meinen Studentenausweis bekommen - ganz schnell und unkompliziert. Beim Arzt bin ich jetzt auch registriert und daher über den NHS versichert, sollte ich doch mal krank werden oder sonstige medizinische Hilfe benötigen. Bei der Registrierung hab ich übrigens noch einen George getroffen - überraschenderweise stammt er aus Griechenland. Offenbar ist das ein sehr weit verbreiteter Name da drüben.
Morgen steht dann zum Glück nichts weiter an, als mich abends mit Steven zu treffen und die Sachen abzuholen, die Jenny mir dagelassen hat. Und weil das erst abends ist, werd ich mir tagsüber mal die Stadt ansehen - da gibt es ein paar Buchläden, die mich reizen. Allzu viele Bücher werde ich aber wohl nicht kaufen. Mir tun vom Kajakfahren die Schultern weh - aber so richtig.
Cheers!
Mittwoch, 10. September 2014
Wie man in einem Kajak sitzt, ohne abzusaufen
Wie gestern schon angekündigt, war ich heute Nachmittag Kajakfahren. Nennt man das eigentlich so? Fahren? Vielleicht eher paddeln.
Wobei, erstmal haben wir uns verfahren, also war Fahren definitiv Teil der Handlung.
Wer auf die Idee gekommen ist, einer Gruppe Studenten einen Kleinbus und diverse Kajaks, Paddel, Neoprenanzüge und Schwimmwesten zu überlassen, ist mir schleierhaft. An sich war es auch keine so dumme Idee, aber vielleicht hätte man als Fahrer dann jemanden nehmen sollen, der die Strecke kennt. Denkwürdige Zitate von der Hinfahrt: "Keine Sorge, wir sind Experten, was Kajaks betrifft ... nur mit der Navigation haben wir Probleme." und "Wir sind schlaue Kerle, die nur gerade so tun, als wären sie Idioten."
Da die Kombination Wasser + Kamera kein tolles Ergebnis hat, hab ich sie nicht mitgenommen, also müssen Bilder von Google herhalten. Das hier ist der See, auf dem wir rumgepaddelt sind, Threipmuir Reservoir:
Das Wetter war herrlich, mit einer leichten Brise, die mitunter etwas kühl werden konnte, dafür aber viel Sonne, die das gleich wieder wett gemacht hat.
Nass geworden bin ich nur am Rücken ein wenig, weil der Gummiüberzug, mit dem man sein Kajak abdichtet, ein paar Löcher hatte. Und wenn einem dann jemand anderes auf dem Kajak rumkraxelt, muss man sich nicht wundern, wenn man ein wenig nass wird. Gemerkt hab ich das aber erst, als ich wieder ausgestiegen bin, und ich hatte ja daran gedacht, Ersatzklamotten und Plastiktüten für die nassen Sachen mitzunehmen. Ich werde mir nicht vorwerfen lassen, ich würde nicht mitdenken.
Auf dem See herumzupaddeln hat wirklich viel Spaß gemacht, und ich bin nicht mitsamt dem Kajak umgekippt - anders als ein anderer Teilnehmer, der aber sofort wieder auftauchte und überhaupt ziemlich viel Spaß zu haben schien. Komplett trocken ist sowieso niemand davongekommen.
Außer mir waren noch drei weitere Mädels dabei, eine Spanieren, eine Luxemburgerin (deren Deutsch besser ist als ihr Englisch) und eine Bochumerin - hier wimmelt es von Deutschen. Der Rest der Gruppe bestand aus Jungs, was kein Wunder ist bei einer Universität mit 70% Jungsanteil unter den Studenten.
Auch wenn der Ausflug viel Spaß gemacht hat, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich dauerhaft dazu anmelden möchte - gerade die Kajaks vom Bus zum See und wieder zurück zu schleppen war eine Heidenarbeit. Die Teile sind wesentlich schwerer, als sie aussehen.
Tatenlos rumsitzen werde ich trotzdem nicht - es gibt noch eine Hiking Society, die, wie der Name schon verrät, an den Wochenenden Wanderungen rund um Edinburgh organisiert, an denen man sich nach Lust und Laune beteiligen kann.
Was gibt es sonst noch zu sagen? Achja, ich hab heute Vormittag zum ersten Mal einen meiner Mitbewohner in der Küche erwischt - bisher war die so blitzblank, dass ich mich schon gefragt habe, ob ich die als einzige von uns gefunden habe. George war da und hat nicht nur die Küche gefunden, sondern auch den Kühlschrank. Eine einzige Flasche Wasser lagert er jetzt da drin. Naja, man muss halt klein anfangen.
Habe übrigens herausgefunden, dass George aus Griechenland kommt. Kein Wunder, dass ich Probleme mit dem Akzent hatte. Aber hey, wenigstens haben wir diesmal eine etwas längere Unterhaltung hinbekommen und er hat mir viel Spaß bei meinem "Kayak-Ding" gewünscht.
Den hatte ich.
Morgen steht noch der Abschluss des Einschreibe-Vorgangs an und offenbar auch eine Campus-Tour. Nett, dass sie die ganz aufs Ende der Woche legen, wenn man das meiste schon selbst gefunden hat. Und am Freitagabend kann ich endlich meine Sachen bei Steven abholen. Jippie!
Cheers!
Wobei, erstmal haben wir uns verfahren, also war Fahren definitiv Teil der Handlung.
Wer auf die Idee gekommen ist, einer Gruppe Studenten einen Kleinbus und diverse Kajaks, Paddel, Neoprenanzüge und Schwimmwesten zu überlassen, ist mir schleierhaft. An sich war es auch keine so dumme Idee, aber vielleicht hätte man als Fahrer dann jemanden nehmen sollen, der die Strecke kennt. Denkwürdige Zitate von der Hinfahrt: "Keine Sorge, wir sind Experten, was Kajaks betrifft ... nur mit der Navigation haben wir Probleme." und "Wir sind schlaue Kerle, die nur gerade so tun, als wären sie Idioten."
Da die Kombination Wasser + Kamera kein tolles Ergebnis hat, hab ich sie nicht mitgenommen, also müssen Bilder von Google herhalten. Das hier ist der See, auf dem wir rumgepaddelt sind, Threipmuir Reservoir:
| Das Loch im Zaun ist übrigens ganz hervorragend geeignet, um ein Kajak durchzuschieben. |
Nass geworden bin ich nur am Rücken ein wenig, weil der Gummiüberzug, mit dem man sein Kajak abdichtet, ein paar Löcher hatte. Und wenn einem dann jemand anderes auf dem Kajak rumkraxelt, muss man sich nicht wundern, wenn man ein wenig nass wird. Gemerkt hab ich das aber erst, als ich wieder ausgestiegen bin, und ich hatte ja daran gedacht, Ersatzklamotten und Plastiktüten für die nassen Sachen mitzunehmen. Ich werde mir nicht vorwerfen lassen, ich würde nicht mitdenken.
Auf dem See herumzupaddeln hat wirklich viel Spaß gemacht, und ich bin nicht mitsamt dem Kajak umgekippt - anders als ein anderer Teilnehmer, der aber sofort wieder auftauchte und überhaupt ziemlich viel Spaß zu haben schien. Komplett trocken ist sowieso niemand davongekommen.
Außer mir waren noch drei weitere Mädels dabei, eine Spanieren, eine Luxemburgerin (deren Deutsch besser ist als ihr Englisch) und eine Bochumerin - hier wimmelt es von Deutschen. Der Rest der Gruppe bestand aus Jungs, was kein Wunder ist bei einer Universität mit 70% Jungsanteil unter den Studenten.
Auch wenn der Ausflug viel Spaß gemacht hat, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich dauerhaft dazu anmelden möchte - gerade die Kajaks vom Bus zum See und wieder zurück zu schleppen war eine Heidenarbeit. Die Teile sind wesentlich schwerer, als sie aussehen.
Tatenlos rumsitzen werde ich trotzdem nicht - es gibt noch eine Hiking Society, die, wie der Name schon verrät, an den Wochenenden Wanderungen rund um Edinburgh organisiert, an denen man sich nach Lust und Laune beteiligen kann.
Was gibt es sonst noch zu sagen? Achja, ich hab heute Vormittag zum ersten Mal einen meiner Mitbewohner in der Küche erwischt - bisher war die so blitzblank, dass ich mich schon gefragt habe, ob ich die als einzige von uns gefunden habe. George war da und hat nicht nur die Küche gefunden, sondern auch den Kühlschrank. Eine einzige Flasche Wasser lagert er jetzt da drin. Naja, man muss halt klein anfangen.
Habe übrigens herausgefunden, dass George aus Griechenland kommt. Kein Wunder, dass ich Probleme mit dem Akzent hatte. Aber hey, wenigstens haben wir diesmal eine etwas längere Unterhaltung hinbekommen und er hat mir viel Spaß bei meinem "Kayak-Ding" gewünscht.
Den hatte ich.
Morgen steht noch der Abschluss des Einschreibe-Vorgangs an und offenbar auch eine Campus-Tour. Nett, dass sie die ganz aufs Ende der Woche legen, wenn man das meiste schon selbst gefunden hat. Und am Freitagabend kann ich endlich meine Sachen bei Steven abholen. Jippie!
Cheers!
Dienstag, 9. September 2014
Mein Nachbar der Jeti und andere komische Gestalten
Da ich heute nichts weiter zu tun hatte, als mich offiziell an der Uni einzuschreiben, folgt nun ein etwas ausführlicherer Bericht über mein Zimmer und das Gebäude, in dem es sich befindet.
Der Campus der Heriot-Watt University ist ein Komplex aus verschiedenen Haupt- und Nebengebäuden, zahllosen Fußwegen, ein paar Straßen und diversen Wohngebäuden für Studenten.
Mein Zimmer befindet sich in der Christina Miller Hall (West), einem nagelneuen Gebäude, das letztes Jahr zum ersten Mal bewohnt wurde, sehr modern und in absolutem Top-Zustand ist.
Die Moderne erkennt man erstens am Baustil und zweitens daran, dass Schlüssel abgeschafft und durch Plastikkarten ersetzt wurden, wie in einem Hotel.
Christina Miller Hall West sieht so ziemlich genauso aus, hat aber eine Verbindungsbrücke zwischen der Grasfläche und dem Eingang - das Brückengeländer seht ihr ganz rechts im Bild.
Wenn man das Gebäude betreten will, hält man seine Schlüsselkarte vor einen Sensor und die Tür geht automatisch auf oder lässt sich aufziehen. Im Eingangsbereich findet sich der Aufzug, die Treppe und die erste Wohnungstür. Jede "Wohnung" besteht aus einem Flur mit 5 Zimmern und einer Küche, wobei man sowohl für die Wohnungstür als auch für die eigene Zimmertür und die Küchentür seine Schlüsselkarte braucht - etwas nervig, aber ertragbar.
Richtig ungünstig ist eigentlich nur, dass die Schlüsselkarte gleichzeitig auch für die Stromzufuhr im Zimmer benötigt wird. Wenn man also "zuhause" ist, steckt man die Karte in den vorgesehenen Kasten, sonst geht das Licht nicht an und die Steckdosen haben keinen Saft. Im Grunde eine gute Methode, Energie zu sparen. Auf Dauer wird das aber ganz schön nervig, weil man sich jedes Mal selbst den Strom abdrehen muss, nur weil man mal kurz in die Küche will - wie gesagt, die Karte braucht man sowohl für die Küchentür als auch, um wieder ins eigene Zimmer zu kommen.
Und jetzt mal zu meinen Nachbarn:
Theoretisch habe ich vier davon, mit denen ich mir die Küche teile. Ich selbst habe Zimmer Nr. 5.
In Zimmer Nr. 1 wohnt ein Asiate namens Lacey Tyler (oder so ähnlich), den ich nur kurz auf dem Flur getroffen habe.
In Zimmer Nr. 2 wohnt George, unbekannter Herkunft und mit grauenhaftem Akzent, den ich weder zuordnen noch verstehen konnte, als ich ihn am Abend meiner Ankunft getroffen habe - seitdem scheint er verschwunden zu sein.
In Zimmer Nr. 3. wohnt ein Jeti. Jedenfalls nehme ich das an, denn ich höre gelegentlich von ihm/ihr, habe ihn/sie aber noch nie gesehen.
Zimmer Nr. 4 war gestern Nachmittag noch unbewohnt und scheint es auch jetzt noch zu sein. Die Küche ist völlig unangetastet - tatsächlich bin ich die einzige Person, die den Kühlschrank überhaupt zu benutzen scheint.
Weitere komische Gestalten: offenbar ist einer der Studenten mit einer Pferdekopfmaske angereist. Wenn ich einen umgekehrten Zentaur sehe, weiß ich, womit ich es zu tun habe.
Falls es irgendwen interessiert, hier einige Fotos von meinem Zimmer (zum Vergrößern klicken):
Das ist das Ende meiner kleinen Führung, die Küche zeig ich euch ein anderes Mal.
Morgen könnt ihr euch auf erste Abenteuer meinerseits gefasst machen, denn diese Woche ist an der Uni das "Festival of Sports and Exercise" und dementsprechend gibt es ganz viele Angebote für alle möglichen Sportarten. Ich hab mich für einen Schnupperkurs im Kajakfahren von 12 bis 16 Uhr eingetragen und bin schon sehr gespannt darauf.
Cheers!
Der Campus der Heriot-Watt University ist ein Komplex aus verschiedenen Haupt- und Nebengebäuden, zahllosen Fußwegen, ein paar Straßen und diversen Wohngebäuden für Studenten.
Mein Zimmer befindet sich in der Christina Miller Hall (West), einem nagelneuen Gebäude, das letztes Jahr zum ersten Mal bewohnt wurde, sehr modern und in absolutem Top-Zustand ist.
Die Moderne erkennt man erstens am Baustil und zweitens daran, dass Schlüssel abgeschafft und durch Plastikkarten ersetzt wurden, wie in einem Hotel.
| Der Blick von meinem Fenster aus letzte Nacht. Zu sehen: der Supermond und Christina Miller Hall East |
Wenn man das Gebäude betreten will, hält man seine Schlüsselkarte vor einen Sensor und die Tür geht automatisch auf oder lässt sich aufziehen. Im Eingangsbereich findet sich der Aufzug, die Treppe und die erste Wohnungstür. Jede "Wohnung" besteht aus einem Flur mit 5 Zimmern und einer Küche, wobei man sowohl für die Wohnungstür als auch für die eigene Zimmertür und die Küchentür seine Schlüsselkarte braucht - etwas nervig, aber ertragbar.
Richtig ungünstig ist eigentlich nur, dass die Schlüsselkarte gleichzeitig auch für die Stromzufuhr im Zimmer benötigt wird. Wenn man also "zuhause" ist, steckt man die Karte in den vorgesehenen Kasten, sonst geht das Licht nicht an und die Steckdosen haben keinen Saft. Im Grunde eine gute Methode, Energie zu sparen. Auf Dauer wird das aber ganz schön nervig, weil man sich jedes Mal selbst den Strom abdrehen muss, nur weil man mal kurz in die Küche will - wie gesagt, die Karte braucht man sowohl für die Küchentür als auch, um wieder ins eigene Zimmer zu kommen.
Und jetzt mal zu meinen Nachbarn:
Theoretisch habe ich vier davon, mit denen ich mir die Küche teile. Ich selbst habe Zimmer Nr. 5.
In Zimmer Nr. 1 wohnt ein Asiate namens Lacey Tyler (oder so ähnlich), den ich nur kurz auf dem Flur getroffen habe.
In Zimmer Nr. 2 wohnt George, unbekannter Herkunft und mit grauenhaftem Akzent, den ich weder zuordnen noch verstehen konnte, als ich ihn am Abend meiner Ankunft getroffen habe - seitdem scheint er verschwunden zu sein.
In Zimmer Nr. 3. wohnt ein Jeti. Jedenfalls nehme ich das an, denn ich höre gelegentlich von ihm/ihr, habe ihn/sie aber noch nie gesehen.
Zimmer Nr. 4 war gestern Nachmittag noch unbewohnt und scheint es auch jetzt noch zu sein. Die Küche ist völlig unangetastet - tatsächlich bin ich die einzige Person, die den Kühlschrank überhaupt zu benutzen scheint.
Weitere komische Gestalten: offenbar ist einer der Studenten mit einer Pferdekopfmaske angereist. Wenn ich einen umgekehrten Zentaur sehe, weiß ich, womit ich es zu tun habe.
Falls es irgendwen interessiert, hier einige Fotos von meinem Zimmer (zum Vergrößern klicken):
| Blick von der Tür ins Zimmer - ganz rechts die Badezimmertür + Stauraum |
| Der Eingangsbereich mit wahnsinnig viel Stauraum |
| Mein Fenster und ... noch mehr Stauraum! |
| Spiegel, Bett, Sessel, alles da. Über die Federkernmatratze reden wir nicht. Oh und guckt mal - Stauraum am Kopfende! |
| Mein Schreibtisch (überraschenderweise mit noch mehr Stauraum) und die Pinnwand mit Fotos von Freunden/Familie |
Morgen könnt ihr euch auf erste Abenteuer meinerseits gefasst machen, denn diese Woche ist an der Uni das "Festival of Sports and Exercise" und dementsprechend gibt es ganz viele Angebote für alle möglichen Sportarten. Ich hab mich für einen Schnupperkurs im Kajakfahren von 12 bis 16 Uhr eingetragen und bin schon sehr gespannt darauf.
Cheers!
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