Eines der schönsten Dinge, die einem passieren können, wenn man im Ausland lebt, ist der Besuch von Freunden oder Familie aus der Heimat - oder, anders herum, der Besuch bei ihnen.
Ende April kam meine liebe Freundin Maja mich besuchen und hat mir nicht nur meinen geliebten Käse mitgebracht, den man in London vergeblich sucht, sondern vor allem das Gefühl, dass ich zwar fern von der Heimat bin, einige Dinge sich aber nie ändern werden. Und tatsächlich hat sich an der reinen Reisezeit von ihr zu mir trotz meines Umzugs nicht viel geändert. Das sagt zugegeben mehr über die Deutsche Bahn aus, als über die Entfernung von Franken nach London, aber bemerkenswert ist es trotzdem.
Da ich leider den Mittwoch und Donnerstag ihres Besuchs nicht freibekommen habe, hat sie ihren Koffer bei mir abgeladen und ist tagsüber in London auf Entdeckungstour gegangen - wenn es eine Sache gibt, die man in London tun kann, dann sich zwei Tage lang allein beschäftigen.
Am Freitag hatte ich dann glücklicherweise frei und konnte sie zu einigen meiner Lieblingsorte in London schleppen.
Ganz vorne mit dabei war natürlich das John Soane Museum, von dem ich glaube ich schonmal berichtet habe - das Wohnhaus eines Architekten, der viel auf Reisen war und von seinen Reisen Andenken "mitgebracht" (geklaut) und in seinem Haus untergebracht hat. Zu den erstaunlichsten Stücken gehören die Fresken, die er offenbar einfach von irgendwelchen Gebäuden abgemeißelt hat, der Sarkopharg im Keller (!) und ein Raum voller Gemälde, bei dem man die Wände aufklappen kann, um noch mehr Wände mit Gemälden dahinter zu finden.
Leider ist in dem Museum das Fotografieren verboten - Bilder hättet ihr aber so oder so nicht bekommen, weil meine geliebte Kamera den Besuch zum Anlass genommen hat, um den Geist aufzugeben. Ein Sensor-Problem. Ich habe sie inzwischen zur Reparatur eingeschickt und hoffe, sie bald wieder einsatzbereit bei mir zu haben.
Dafür hat Maja einige schöne Bilder von uns gemacht. Mein Favort ist dieses hier, das am Camden Market entstanden ist:
Bei diesem Besuch auf dem großartigsten, buntesten Ort von ganz London habe ich eine weitere Sache entdeckt, die sich wohl nie ändert:
Fast jedes Mal, wenn ich in einen ganz bestimmten Laden mit gebrauchten Büchern am Camden Market gehe, finde ich ein signiertes Buch von Terry Pratchett. Inzwischen habe ich drei davon.
Die Unterhaltung lief etwa so:
Ich: "Ich hab hier schon zweimal ein signiertes Buch von Pratchett gefunden. Ich muss diese Kiste hier mal durchblättern."
Maja: "Alles klar, ich geh solang eine rauchen."
5 Minuten später:
Maja: "Du hast noch keine komischen Geräusche gemacht - nix gefunden?"
Ich: "Hab noch drei Bücher." *schlag das nächste Buch auf - signiert*
Ich: "Wie gesagt ..."
Wir hatten jede Menge Spaß zusammen und ich bin froh, dass ich ihr nach Edinburgh nun auch meine zweite neue Heimat zeigen konnte. Ob das nun im Regen oder strahlenden Sonnenschein ist, ist da schon recht nebensächlich.
Leider waren unsere vier Tage zusammen viel zu schnell vorbei und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Besuch.
Bis es allerdings irgendwann soweit ist, habe ich selbst einige Besuche abzustatten.
Letztes Wochenende waren Sabi, Laura und ich bei einem von Lauras Kollegen und seiner Freundin zu Besuch, um mit ihnen und einigen anderen Leuten zusammen den Eurovision Song Contest zu gucken. Der ist sowieso jedes Jahr eines meiner Highlights und es war großartig, ihn mal zusammen mit so vielen anderen Leuten zu gucken und sich über die Teilnehmer und Moderatoren lustig zu machen.
Am 30. Juni geht es dann - sehr zu meiner Freude - endlich wieder nach Edinburgh. Meine Freundin Moriah heiratet und hat Sabi und mich eingeladen. Da konnten wir natürlich nicht ablehnen - Edinburgh im Sommer ist schließlich einer der schönsten Orte der Welt, wie wir nach einem Jahr dort bestätigen können! Vom 30. Juni bis 5. Juli werde ich also meine Lieblingsstadt unsicher machen, auf eine schottische Hochzeit gehen und mit einer großen Packung Shortbread zurückkommen - und hoffentlich auch mit ganz vielen Bildern, denn bis dahin sollte meine Kamera längst repariert sein.
Weitere Besuche sind bisher nicht geplant (abgesehen von einem bisher nicht genauer festgelegten Trip in die Heimat, natürlich), aber wenn jemand von meinen Freunden Lust hat, mich mal besuchen zu kommen, meldet euch doch einfach bei mir.
Cheers!
Sonntag, 21. Mai 2017
Sonntag, 9. April 2017
Es grünt und blüht
Der Frühling hat in London Einzug gehalten.
Man merkt das an einigen kleinen aber wichtigen Details:
Hier ist er:
Leider nicht im Bild weil gestern nicht anwesend: der Hund des Besitzers.
Ein Boot voller Bücher mit Hund - man könnte sagen, es ist mein persönliches Paradies!
Danach sind wir zurück in die Innenstadt gefahren und haben dort einen richtig langen Spaziergang gemacht, immer schön an der Themse entlang. Das Wetter war absolut perfekt:
Bei (laut Wetterbericht) 21°C und gefühlten 25°C hatten wir einen absolut großartigen Tag und haben das schöne Wetter natürlich genutzt, um uns ein Eis zu gönnen.
Wieder zuhause bin ich dann auch gleich noch im nahen Park eine Runde Skaten gegangen. Das Wetter war einfach zu schön, um drin zu bleiben.
Heute ist es sogar noch wärmer mit gemeldeten 24°C, die aber glaube ich längst überschritten sind. Es fühlte sich jedenfalls schon heute Vormittag auf dem Weg zum Bäcker an wie 24°C.
Lange halten wird das natürlich nicht - für morgen sind nur noch 16°C gemeldet.
Liebe Grüße aus einem (noch) sonnigen London!
Cheers!
| Das Haus gegenüber der neuen Wohnung |
Man merkt das an einigen kleinen aber wichtigen Details:
- die Londoner sind besser gelaunt - manchmal sieht man sogar jemanden lächeln!
- die Sonne scheint (!)
- Bäume, Sträucher und Blumen blühen wie bekloppt
- meine Pollenallergie ist wieder da
Hier ist er:
Ein Boot voller Bücher mit Hund - man könnte sagen, es ist mein persönliches Paradies!
Danach sind wir zurück in die Innenstadt gefahren und haben dort einen richtig langen Spaziergang gemacht, immer schön an der Themse entlang. Das Wetter war absolut perfekt:
| Das London Eye |
| Eine Parkanlage an der Themse |
| Der Bahnhof King's Cross |
| Bei Ebbe hat sogar London einen Strand. Im Hintergrund St. Paul's Cathedral |
| The Globe - das Shakespeare-Theater |
| Und der Mann selbst, ein weiteres Beispiel für StreetArt |
Bei (laut Wetterbericht) 21°C und gefühlten 25°C hatten wir einen absolut großartigen Tag und haben das schöne Wetter natürlich genutzt, um uns ein Eis zu gönnen.
Wieder zuhause bin ich dann auch gleich noch im nahen Park eine Runde Skaten gegangen. Das Wetter war einfach zu schön, um drin zu bleiben.
Heute ist es sogar noch wärmer mit gemeldeten 24°C, die aber glaube ich längst überschritten sind. Es fühlte sich jedenfalls schon heute Vormittag auf dem Weg zum Bäcker an wie 24°C.
Lange halten wird das natürlich nicht - für morgen sind nur noch 16°C gemeldet.
Liebe Grüße aus einem (noch) sonnigen London!
Cheers!
Mittwoch, 22. März 2017
Street Art #1
Hallo ihr Lieben!
Ja, ich lebe noch - und das nicht nur in Bezug auf das wandelnde Stück pseudo-menschlichen Abschaums, das heute Westminster unsicher gemacht hat.
Die letzten Wochen waren ganz schön stressig - auf der Arbeit ging es drunter und drüber und in meiner Freizeit war ich mit zwei Freundinnen auf Wohnungssuche.
Dafür haben wir jetzt eine wunderschöne, große, moderne, helle Wohnung, wesentlich näher an der Arbeit als es für mich vorher war, und ich werde mit zwei großartigen Mädels zusammen wohnen.
Am Sonntag konnten wir einziehen und da Sabi zu dem Zeitpunkt auf Heimaturlaub war, haben Laura und ich im Alleingang die meisten unserer Sachen in die neue Wohnung gezerrt. Zum Glück liegt die nur ein paar Minuten Fußweg von ihrer alten Wohnung entfernt, also sind wir mit zwei Koffern und einem Skateboard mit drei darauf gestapelten Kartons mehrfach hin und her gefahren. Nächstes Wochenende ziehen wir dann offiziell ein - sobald wir bei IKEA waren und uns endlich Bücherregale und Schreibtische gekauft haben!
Aber darum geht es in diesem Post eigentlich gar nicht.
Vor eineinhalb Wochen hatte ich Besuch von einer Freundin und Schreibkollegin. Zusammen haben wir London unsicher gemacht, leckere Waffeln gegessen (siehe Foto oben) und eine ganze Reihe an wundervollen Graffiti-Kunstwerken entdeckt.
Während man natürlich auch in London viel sinnloses Geschmiere sieht, gibt es hier auch ganz erstaunliche Kunstwerke, gerne auch mal mit Kommentaren zur gesellschaftlichen Situation auf der Welt. Derartige Kunstwerke werden nicht nur akzeptiert, sondern an vielen Orten in London sogar begrüßt und man findet nicht wenige Mauern mit diskreten Anleitungen: "Besprühen, sauber machen, neu besprühen, usw."
Hier nun einige Beispiele:
Einige weitere Beispiele, die ich leider nicht fotografiert habe:
Auf meiner Busroute zu meiner alten Wohnung gibt es ein Haus, dessen eine Wand aus einem großen Schwarz-Weiß-Bild der Queen besteht, die mit ihren Corgis spazieren geht.
Auf meinem Handy habe ich Fotos von Mauern mit Captain America und von Carrie Fisher als Prinzessin Leia aus Star Wars. Wenn ich das nächste Mal da vorbeikomme, wo die beiden zu finden sind, nehme ich meine Kamera mit, für Ausgabe #2 von Street Art in London.
Cheers!
Ja, ich lebe noch - und das nicht nur in Bezug auf das wandelnde Stück pseudo-menschlichen Abschaums, das heute Westminster unsicher gemacht hat.
Die letzten Wochen waren ganz schön stressig - auf der Arbeit ging es drunter und drüber und in meiner Freizeit war ich mit zwei Freundinnen auf Wohnungssuche.
Dafür haben wir jetzt eine wunderschöne, große, moderne, helle Wohnung, wesentlich näher an der Arbeit als es für mich vorher war, und ich werde mit zwei großartigen Mädels zusammen wohnen.
Am Sonntag konnten wir einziehen und da Sabi zu dem Zeitpunkt auf Heimaturlaub war, haben Laura und ich im Alleingang die meisten unserer Sachen in die neue Wohnung gezerrt. Zum Glück liegt die nur ein paar Minuten Fußweg von ihrer alten Wohnung entfernt, also sind wir mit zwei Koffern und einem Skateboard mit drei darauf gestapelten Kartons mehrfach hin und her gefahren. Nächstes Wochenende ziehen wir dann offiziell ein - sobald wir bei IKEA waren und uns endlich Bücherregale und Schreibtische gekauft haben!
Aber darum geht es in diesem Post eigentlich gar nicht.
Vor eineinhalb Wochen hatte ich Besuch von einer Freundin und Schreibkollegin. Zusammen haben wir London unsicher gemacht, leckere Waffeln gegessen (siehe Foto oben) und eine ganze Reihe an wundervollen Graffiti-Kunstwerken entdeckt.
Während man natürlich auch in London viel sinnloses Geschmiere sieht, gibt es hier auch ganz erstaunliche Kunstwerke, gerne auch mal mit Kommentaren zur gesellschaftlichen Situation auf der Welt. Derartige Kunstwerke werden nicht nur akzeptiert, sondern an vielen Orten in London sogar begrüßt und man findet nicht wenige Mauern mit diskreten Anleitungen: "Besprühen, sauber machen, neu besprühen, usw."
Hier nun einige Beispiele:
| Ein wahrhaft riesiges Bild zu Ehren des neuesten Marvel-Films "Dr Strange" |
| ET - natürlich |
| Dieser hübsche Fuchs an der Eingangstür zu einer Baustelle |
Auf meiner Busroute zu meiner alten Wohnung gibt es ein Haus, dessen eine Wand aus einem großen Schwarz-Weiß-Bild der Queen besteht, die mit ihren Corgis spazieren geht.
Auf meinem Handy habe ich Fotos von Mauern mit Captain America und von Carrie Fisher als Prinzessin Leia aus Star Wars. Wenn ich das nächste Mal da vorbeikomme, wo die beiden zu finden sind, nehme ich meine Kamera mit, für Ausgabe #2 von Street Art in London.
Cheers!
Samstag, 21. Januar 2017
Women's March on London
Was für ein Wochenende!
Nachdem gestern nun also das orange Monster mit dem toten Frettchen auf dem Kopf als Diktator der USA vereidigt wurde, gingen heute auf allen sieben Kontinenten (ja, sogar in der Antarktis) die Menschen - hauptsächlich Frauen - auf die Straße (und in der Antarktis aufs Deck eines Forschungsschiffes), um zu demonstrieren.
Auf allen 7 Kontinenten, in 70 Ländern, mit über 600 Märschen, wurde friedlich aber bestimmt gegen Trump und seine Idealogie protestiert.
Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen, da in die Innenstadt zu fahren und mir das Treiben am Trafalgar Square persönlich mit anzusehen und mich unter die Demonstranten zu mischen.
Demonstriert wurde gegen folgendes:
Am Trafalgar Square wurde von einigen guten Seelen kostenlos Essen verteilt, es gab Live-Musik, Videos mit Interviews mit Frauen zu diversen Themen, Reden - übrigens immer mit Gebärdendolmetscher - und jede Menge großartiger Schilder.
Hier einige Fotos (Übersetzung der Schilder jeweils unter dem Bild wo möglich)
Hatte einen absolut großartigen Tag da und bin so froh, dabeigewesen zu sein.
Und hier noch ein paar Zahlen:
Zuschauer, die zu Trumps Amtseinschwörung auftauchten: 250.000
Zuschauer, die zu Obamas Amtseinschwörungen kamen: 1,8 Millionen und 1 Million jeweils
Demonstranten am Trafalgar Square in London: 100.000 (von erwarteten 15.000)
Insgesamt gingen allein in den USA 2,5 Millionen Menschen auf die Straße.
Seid kein Trump. Sagt Nein zum Hass.
Cheers!
Nachdem gestern nun also das orange Monster mit dem toten Frettchen auf dem Kopf als Diktator der USA vereidigt wurde, gingen heute auf allen sieben Kontinenten (ja, sogar in der Antarktis) die Menschen - hauptsächlich Frauen - auf die Straße (und in der Antarktis aufs Deck eines Forschungsschiffes), um zu demonstrieren.
Auf allen 7 Kontinenten, in 70 Ländern, mit über 600 Märschen, wurde friedlich aber bestimmt gegen Trump und seine Idealogie protestiert.
Natürlich konnte ich es mir nicht entgehen lassen, da in die Innenstadt zu fahren und mir das Treiben am Trafalgar Square persönlich mit anzusehen und mich unter die Demonstranten zu mischen.
Demonstriert wurde gegen folgendes:
- Donald Trump
- Benachteiligung von Frauen
- Abschaffung der Krankenversicherung für alle in den USA
- Donald Trump
- der ständige Versuch, Abtreibungen zu verbieten
- Homophobie
- Rassismus
- Donald Trump
- Islamophobie
- Xenophobie
- Donald Trump
- Anti-LGBT-Gesetzgebungen
- hier in London auch der Brexit (und Nigel Farrage)
Am Trafalgar Square wurde von einigen guten Seelen kostenlos Essen verteilt, es gab Live-Musik, Videos mit Interviews mit Frauen zu diversen Themen, Reden - übrigens immer mit Gebärdendolmetscher - und jede Menge großartiger Schilder.
Hier einige Fotos (Übersetzung der Schilder jeweils unter dem Bild wo möglich)
| Lass deine winzigen Hände von meinen Rechten |
| Grabsch das! |
| Geld kann dir keine Liebe kaufen |
| In den USA, Großbritannien, überall ... die Leben von Schwarzen zählen |
| Zerstört die Patriarchie |
| Bitches kämpfen hart |
| Trump ist ein vulgäres Schwein - Nein zu Rassismus, nein zu Trump |
| So sieht eine Feministin aus |
| Wie will er mit so kleinen Händen eine RIESIGE Mauer bauen? |
| Mist! Ich hasse Mist! |
| Brücken, keine Mauern |
| Politiker, lasst eure (winzigen) Hände von unseren Körpern - Mädchen wollen nur grundliegende Menschenrechte |
| Ich werde nicht wortlos zurück in die 1950er gehen |
| Menschen haben die Macht, die Arbeit von Idioten zu korrigieren |
| Von fiesen Frauen aufgezogen |
| Haltet eure Gesetze aus meiner Unterwäsche raus |
Hatte einen absolut großartigen Tag da und bin so froh, dabeigewesen zu sein.
Und hier noch ein paar Zahlen:
Zuschauer, die zu Trumps Amtseinschwörung auftauchten: 250.000
Zuschauer, die zu Obamas Amtseinschwörungen kamen: 1,8 Millionen und 1 Million jeweils
Demonstranten am Trafalgar Square in London: 100.000 (von erwarteten 15.000)
Insgesamt gingen allein in den USA 2,5 Millionen Menschen auf die Straße.
Seid kein Trump. Sagt Nein zum Hass.
Cheers!
Dienstag, 3. Januar 2017
Marmeladenglasmomente
"Wisst ihr, was ich mir manchmal vorstelle? Dass man so eine schöne Zeit einfach in ein Marmeladenglas stecken könnte. Und wenn man unglücklich ist, dreht man einfach den Deckel auf und schnuppert ein bisschen daran." - Cornelia Funke
| Meine Happy Notes 2016 |
Aus diesem Grunde habe ich nur wenig später angefangen, mir jedes schöne Ereignis in meinem Leben - und sei es auch noch so klein - auf einen Zettel zu schreiben und zu datieren. Einzige Voraussetzung: der Moment muss mich glücklich gemacht haben.
Das kann ein toller Tag mit Freunden sein, endlich ein lang ersehntes Buch in den Händen halten, ein toller Film, Geld auf der Straße zu finden, ein Familienausflug, ein Urlaub, eine nette Geste von einem Fremden, egal was. Hauptsache, es ist ein schönes Ereignis.
Diese Zettelchen nenne ich "Happy Notes" - glückliche Notizen.
Ein großer Vorteil davon ist, dass man viel bewusster lebt und die schönen Momente im Leben deutlicher wahrnimmt und auch gleich noch einmal erleben kann, wenn man sie sich notiert.
Bei meinem Umzug nach London habe ich alle meine Happy Notes für 2016 in eine Tüte gesteckt und mitgenommen. Hier habe ich mir dann ein großes Glas gekauft und dieses im Lauf der Zeit weiter gefüllt.
Am Jahresende oder zu Beginn des nächsten Jahres darf ich das Glas dann aufmachen und all die Zettel lesen, die sich so angesammelt haben.
Danach werden sie in ein Fotoalbum geklebt, zusammen mit einzelnen Bildern oder Eintrittskarten, die mit den Zetteln zusammenhängen. Dank Edinburgh und London haben sich auch einige Flugtickets angesammelt.
Und dann verbringe ich das Jahr damit, mein Glas wieder zu füllen.
Mal sehen, was 2017 mir bringt ...
Cheers!
PS: Wer die Idee mag, darf es gerne auch mal ausprobieren.
Sonntag, 1. Januar 2017
Frohes neues Jahr!
Ich konnte mir endlich einen lange gehegten Traum erfüllen und das Feuerwerk in London live beobachten. Hier einige Bilder:
Der Gedanke des Tages auf Deutsch:
"Ich hoffe, dass du im kommenden Jahr Fehler machst. Denn wenn du Fehler machst, dann machst du neue Sachen, probierst neue Sachen aus, lernst, lebst, treibst dich selbst voran, veränderst dich, veränderst deine Welt. Du tust Dinge, die du nie zuvor getan hast, und das macht deine Handlungen wichtiger." - Neil Gaiman.
Ich wünsche euch allen, dass 2017 schöner und lustiger wird als sein Vorgänger, mit mehr Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, mehr guten Nachrichten und weniger Hass und Intoleranz, mehr Zeit für Familie und Freunde, Hobbies und Entspannung.
Cheers!
| "Gedanke des Tages" in der U-Bahn-Station Oval |
"Ich hoffe, dass du im kommenden Jahr Fehler machst. Denn wenn du Fehler machst, dann machst du neue Sachen, probierst neue Sachen aus, lernst, lebst, treibst dich selbst voran, veränderst dich, veränderst deine Welt. Du tust Dinge, die du nie zuvor getan hast, und das macht deine Handlungen wichtiger." - Neil Gaiman.
Ich wünsche euch allen, dass 2017 schöner und lustiger wird als sein Vorgänger, mit mehr Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, mehr guten Nachrichten und weniger Hass und Intoleranz, mehr Zeit für Familie und Freunde, Hobbies und Entspannung.
Cheers!
Dienstag, 27. Dezember 2016
Merry Christmas
Dieses Jahr ist gegen Ende noch mal so richtig schön hektisch geworden.
Der Dezember ging los mit der Weihnachtsfeier auf der Arbeit, der unerwarteten Kündigung unseres Teamchefs und ging dann weiter mit meinem Kurzausflug nach Deutschland.
Zwischen Filmen, Nürnberger Christkindlmarkt und dem Konzert meiner Lieblingsband habe ich es sogar noch geschafft, einen Besuch zuhause bei der lieben Familie und einen Friseurtermin in meinen Terminkalender zu quetschen.
Es war schön, so viele bekannte Gesichter in so kurzer Zeit zu sehen - nicht so schön war es, nach einem Konzert und nur zwei Stunden Schlaf zum Flughafen gefahren zu werden und dann dort morgens um 4 Uhr erstmal noch eine Stunde rumgammeln zu dürfen, bis genug Flughafenmitarbeiter da sind, um wenigstens die Sicherheitskontrolle durchzuführen. Hmpf.
Und das Konzert? Absolut großartig. Nicht nur die Poets of the Fall, für die ich ja da war, sondern auch die Vorband, Flight Brigade, kann ich nur wärmstens empfehlen. Hab mir direkt ihr Debutalbum mitgenommen und höre das seitdem rauf und runter.
Zurück in London bin ich dann auf der Arbeit und auch zuhause direkt in den Vorweihnachtsstress geraten. Nicht nur wollten so viele Klienten wie möglich schnell noch Übersetzungen angefertigt und korrigiert haben, nein - meine Mitbewohnerinnen haben beschlossen, dass wir ein "richtiges" Weihnachtsessen brauchen.
Zwischen all diesem Chaos kam dann das nächste Highlight - der Besuch meiner Eltern um London im schönsten Weihnachtschaos zu sehen. Schnee kann man hier natürlich vergessen, aber dafür haben wir kalten Wind bekommen und den ein oder anderen sonnigen Tag.
Weihnachten selbst war ... genau wie man erwarten würde, wenn man fünf Mädels, einen Truthahn, 3 Kilo Kartoffeln und etwa 20 Würstchen im Schlafrock plus die Zutaten für eine Schwarzwälder Kirschtorte alle in eine Küche steckt.
Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld, aber das Essen war dafür ein absolutes Festmahl und wir hatten extrem viel Spaß zusammen - auch wenn einige von uns dachten, sie würden platzen.
Dazu gab es traditionelle Weihnachtsfilme - Kevin Allein Zuhaus und Thor.
Alles in Allem war es ein absolut gelungenes Fest. Mein erstes Weihnachten ohne Familie, dafür aber mit tollen Freunden und einem wirklich leckeren Truthahn.
Und obwohl 2016 offenbar wild entschlossen ist, das absolut schlimmste Jahr der jüngsten Geschichte zu werden und so viele bekannte Menschen wie möglich mitzunehmen, hoffe ich, dass ihr alle ein wunderschönes Weihnachtsfest hattet und das Jahr ruhig und zufrieden ausklingen lassen könnt. Ich persönlich werde an Silvester auf dem Grab von 2016 tanzen und mich dann im Januar von der neuen Staffel "Sherlock" im Kino ermorden lassen. Wie man seine Zuschauer fertig macht, weiß die BBC ganz genau.
Einen guten Rutsch euch allen.
Cheers!
Der Dezember ging los mit der Weihnachtsfeier auf der Arbeit, der unerwarteten Kündigung unseres Teamchefs und ging dann weiter mit meinem Kurzausflug nach Deutschland.
Zwischen Filmen, Nürnberger Christkindlmarkt und dem Konzert meiner Lieblingsband habe ich es sogar noch geschafft, einen Besuch zuhause bei der lieben Familie und einen Friseurtermin in meinen Terminkalender zu quetschen.
Es war schön, so viele bekannte Gesichter in so kurzer Zeit zu sehen - nicht so schön war es, nach einem Konzert und nur zwei Stunden Schlaf zum Flughafen gefahren zu werden und dann dort morgens um 4 Uhr erstmal noch eine Stunde rumgammeln zu dürfen, bis genug Flughafenmitarbeiter da sind, um wenigstens die Sicherheitskontrolle durchzuführen. Hmpf.
Und das Konzert? Absolut großartig. Nicht nur die Poets of the Fall, für die ich ja da war, sondern auch die Vorband, Flight Brigade, kann ich nur wärmstens empfehlen. Hab mir direkt ihr Debutalbum mitgenommen und höre das seitdem rauf und runter.
Zurück in London bin ich dann auf der Arbeit und auch zuhause direkt in den Vorweihnachtsstress geraten. Nicht nur wollten so viele Klienten wie möglich schnell noch Übersetzungen angefertigt und korrigiert haben, nein - meine Mitbewohnerinnen haben beschlossen, dass wir ein "richtiges" Weihnachtsessen brauchen.
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| Mein Arbeitsplatz - mit Weihnachtsdeko |
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| Unser Fenster mit Weihnachtsschmuck aus Sprühschnee und aufgeklebten Girlanden |
Weihnachten selbst war ... genau wie man erwarten würde, wenn man fünf Mädels, einen Truthahn, 3 Kilo Kartoffeln und etwa 20 Würstchen im Schlafrock plus die Zutaten für eine Schwarzwälder Kirschtorte alle in eine Küche steckt.
Die Küche sah aus wie ein Schlachtfeld, aber das Essen war dafür ein absolutes Festmahl und wir hatten extrem viel Spaß zusammen - auch wenn einige von uns dachten, sie würden platzen.
| Der Truthahn, der wirklich extrem lecker war |
| Die "Beilagen" |
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| Frohe Weihnachten von mir, Sabi, Mel, Naz und Jo! |
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| Naz mit ihrer Schwarzwälder Kirschtorte |
Alles in Allem war es ein absolut gelungenes Fest. Mein erstes Weihnachten ohne Familie, dafür aber mit tollen Freunden und einem wirklich leckeren Truthahn.
Und obwohl 2016 offenbar wild entschlossen ist, das absolut schlimmste Jahr der jüngsten Geschichte zu werden und so viele bekannte Menschen wie möglich mitzunehmen, hoffe ich, dass ihr alle ein wunderschönes Weihnachtsfest hattet und das Jahr ruhig und zufrieden ausklingen lassen könnt. Ich persönlich werde an Silvester auf dem Grab von 2016 tanzen und mich dann im Januar von der neuen Staffel "Sherlock" im Kino ermorden lassen. Wie man seine Zuschauer fertig macht, weiß die BBC ganz genau.
Einen guten Rutsch euch allen.
Cheers!
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