Mittwoch, 5. August 2015

Tagesausflug nach Dunkeld, zu Blair Castle und den Falls of Bruar

Wenn euch die Orte im Titel bekannt vorkommen, dann liegt das daran, dass ich schon im Herbst im Laufe eines Wochenendausflugs nach Pitlochry dort unterwegs war. Aber natürlich gibt es zu damals zwei entscheidende Unterschiede:
  1.  jetzt ist Sommer (oder das, was man in Schottland dafür hält)
  2. Ich habe eine Zitrone
Und aus diesen beiden Gründen habe ich mich entschieden, den Tagesausflug mitzumachen und noch einmal diese wunderschöne Ecke von Schottland zu besuchen. Ich hatte schon beim ersten Mal viel Spaß bei meiner Wanderung entlang der Falls of Bruar und das Blair Castle hat mir auch gefallen - umso besser, dass es diesmal eine Führung im Gebäude selbst gab!

Aber schön der Reihe nach:

Unser erster Halt war Dunkeld, die ehemalige Hauptstadt Schottlands. Hauptstadt deshalb, weil sie eine Kathedrale hat. Und "Stadt" auch nur, weil "Hauptdorf" irgendwie blöd klingt. Wäre aber passender, denn es gibt nur zwei Straßen und ein paar Häuser. Und eben die Kathedrale, die auch schon bessere Tage gesehen hat:






Da ich die Kathedrale das letzte Mal schon angesehen hatte, habe ich wie man sieht dieses Mal nur die Fotos mit der Zitrone nachgeholt und mir dann ein wenig das Dörfchen Dunkeld angesehen. Besonders schön: die schneeweiß gestrichenen Häuser. Da die Gebäude in Schottland für gewöhnlich alle grau sind, war das eine schöne Abwechslung und hat sogar bei Regenwetter die Stimmung aufgebessert. Denn natürlich hat es geregnet.

Tatsache: der Juli 2015 war der verregnetste Juli in Schottland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
NIEMAND ist überrascht.

Bei leichtem Nieselregen ging es zurück zum Bus - kaum saßen wir alle drin, fing es an zu schütten wie aus Eimern. Glück gehabt!

Unser nächster Halt war Blair Castle, wo uns der Regen völlig egal war, weil wir eine Führung durch das Schloss selbst hatten. Das Castle war Hauptsitz der Familie des Duke of Atholl, dem einzigen Menschen in Großbritannien außer der Queen, der eine Privatarmee haben darf. Zu sehen gab es vieles, aber leider war das Photographieren in den meisten Räumen verboten. Hier einige Schnappschüsse von der Eingangshalle, dem großen Ballsaal (in dem ich beim letzten Besuch einen Fiddling Contest miterleben durfte) und dem Gang, der zum Ballsaal führt:



Ja das ist ein kompletter ausgestopfter Hirsch in der Eingangshalle. Warum auch nicht?

Die hintere Wand des Ballsaals - der Jagdtrend setzt sich fort

Der Ballsaal wurde gerade für eine private Veranstaltung hergerichtet - vermutlich eine Hochzeit


Hier sehen wir einen Teil eines Zimmers, das vom Boden bis zur Decke nur Geschirr enthielt

Diese süße kleine Maus war auf unserem Ausflug auch mit dabei und bekam von mir anstelle des Reichsapfels die Zitrone überreicht
Nach unserem Besuch im Castle ging es dann weiter zum letzten Halt unseres Ausflugs - die Falls of Bruar. Auf diesen Teil hatte ich mich besonders gefreut, weil ich wirklich gerne in Schottland wandern gehe und die Natur gerade da einfach wunderschön ist. Zum Glück ließ uns auch das Wetter nicht im Stich und es kam endlich die Sonne raus!













Zum Abschluss noch eine Distel - die Nationalblume Schottlands
Alles in Allem war das wieder mal ein wundervoller Ausflug und ich hatte wahnsinnig viel Spaß.

Leider war es auch der letzte Ausflug - der nächste findet erst im September oder Oktober statt, wenn die neuen Studenten da sind und ich Schottland schon verlassen habe. Als ich das erfahren habe, war ich gleich doppelt froh, mich für diesen Ausflug angemeldet zu haben, denn so werde ich aus Edinburgh wohl nicht mehr rauskommen.

So, und jetzt wende ich mich wieder meiner Masterarbeit zu.

Cheers!

PS: Wer noch einmal den Blogeintrag mit weiteren Bildern von diesem Ausflug sehen möchte, findet ihn hier und hier.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Vermisstenmeldung

Verschwunden seit Anfang Juli und schmerzlich vermisst von allen Einwohnern und Besuchern Edinburghs:

Der Sommer

Besondere Merkmale:

- Sonnenschein
- Temperaturen über 18°C
- Mangel an Regen
- kein Zwang zur Jacke
- Menschen auf Picknickdecken in Parks
- Menschen in kurzen Hosen und T-shirts
- blauer Himmel
- Menschen mit Sonnenbrillen
- Lust auf Eis

Wer den Sommer gesehen hat oder Informationen zu seinem Aufenthaltsort geben kann, wende sich bitte an die örtlichen Behörden. Wer den Sommer findet, wird gebeten, ihn dringendst an die Stadt Edinburgh zurückzugeben.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Cheers!

Mittwoch, 1. Juli 2015

Es geht ans Eingemachte

Heute habe ich angefangen, meine Masterarbeit bzw. Dissertation zu schreiben.

Wir hatten die Wahl, eine reine Recherchearbeit oder eine Übersetzung mit Kommentar zu schreiben.

Ich habe mich für die Übersetzung mit Kommentar entschieden. Das bedeutet, dass ich mir einen Text ausgesucht habe (eine Folge der britischen Radio-Comedyserie "Cabin Pressure") und diese nun ins Deutsche übersetze. Anschließend schreibe ich einen Kommentar zum Thema Übersetzung von Humor und Wortspielen anhand von Beispielen aus dem Text.

Die Arbeit soll insgesamt etwa 12.000 Wörter lang sein, wovon jeweils 6.000 die Übersetzung und 6.000 den Kommentar bilden.

Damit ihr mich nicht ständig fragen müsst, wie ich mit der Dissertation vorankomme, habe ich im Blog oben rechts einen Statusbalken eingestellt, der den momentanen Wordcount anzeigt und den ich jeden Tag auf den neuesten Stand bringen werde.

Mein Abgabetermin ist am 28. August. Um noch Zeit für den Feinschliff zu haben, will ich bis 31. Juli mit der Rohfassung fertig sein.

Cheers!

Montag, 29. Juni 2015

Sollen sie doch Kuchen essen

... und Milkshakes trinken.

Vom 20. bis 25. Juni kam mich Alex aus Guildford besuchen. Nachdem ich im Februar schon bei ihr war, um auf ihre Duschtür und das Schwimmbad nahe der Uni neidisch zu sein, war sie jetzt hier, um mich um die große Küche zu beneiden.

Und natürlich auch, um sich Edinburgh anzusehen.

Dazu hatten wir dann auch gleich am Sonntag die perfekte Gelegenheit, denn beim Cake Fest in den botanischen Gärten wurde die ganze Stadt (beziehungsweise ihre wichtigsten Teile) aus Kuchen nachgebaut. Ja, aus Kuchen.




Im Anschluss wurde die Stadt dann in Stücke gehackt und kostenlos an alle Gäste verteilt. Wir haben uns brav mehrmals angestellt, denn wenn es kostenlosen Kuchen gibt, übt man sich nicht in falscher Zurückhaltung.

Lecker!
Auch im Besuch inbegriffen waren diverse Ausflüge in die Stadt, zwei Besuche im Bücherparadies Armchair Books und ein Tag, den wir bei wunderschönem Wetter im Dean Village verbrachten.

Dean Village ist nur etwa fünf Minuten Fußweg von der Princes Street im Herzen Edinburghs entfernt und definitiv einen Besuch wert. Und hier eine Reihe von Bildern, um diese Behauptung zu untermauern:


















Sobald ich mich entschieden hab, in welches dieser Häuser ich später mal einziehen will, fang ich an zu sparen.

Um dem Tag dann noch die Krone aufzusetzen, bin ich mit Alex hinterher noch in mein Lieblingscafé, wo es die absolut besten Milkshakes von Edinburgh gibt. Allein schon wegen der Variatonen. Das hier ist die Milkshake-Karte:

Man sucht sich zuerst eine Basis aus, wählt dann die zweite Geschmacksrichtung und zum Schluss die "Streußel"

Der Caffeine Drip von innen - es ist ein afrikanisches Café
Hier übrigens mein Karamellshake mit Oreo Cookies und Maltesern:



Die ideale Belohnung nach unserem langen Spaziergang durchs Dean Village.

Außerdem in diesen Tagen: 
Ein kurzer Besuch im Museum, Shopping, ein leckeres Abendessen bei Sabi und ein Pubabend mit uns beiden, Lisa, Sabi und Bobby.

Es hätte nicht schöner sein können.

Vielen Dank, dass du da warst, Lexi! Wir sehen uns im September wieder.

Cheers!