Ein kurzes Update zwischendurch:
Da es seit meinem letzten Ausflug nicht wirklich etwas zu berichten gab (ein paar Zentimeter Schnee und zwei Wochen Warterei auf den Probe-Feueralarm, der immernoch nicht stattgefunden hat), wollte ich kurz erwähnen, dass ich tatsächlich noch lebe und von Montag bis Samstag wohl eher nicht erreichbar sein werde.
Zu meiner großen Freude fliege ich nach London und besuche eine meiner besten Freundinnen an ihrer Universität in Guildford. Geplant ist unter anderem, mir ihre Uni und Guildford selbst anzusehen und ein- oder zweimal nach London zu fahren - unter anderem für einen Besuch in der Sherlock Holmes Exhibition im Museum of London und einem kleinen Zwischenstopp in Hatchard's am Piccadilly, der ältesten Buchhandlung in Großbritannien.
Ich freue mich tierisch darauf und werde natürlich hinterher hier ein paar Bilder posten. Aber so, wie ich meine Liebe zu London kenne, werden es wohl eher ein paar mehr werden ...
Cheers!
Sonntag, 1. Februar 2015
Sonntag, 18. Januar 2015
Tagesausflug zu Stirling Castle, Wallace Monument und Castle Campbell
Es gibt zwei Dinge, in denen Schottland absolut überragend ist:
Ganz klar - der Chaplaincy-Ausflug nach Stirling und Umgebung gestern.
Überraschenderweise und trotz des miesen Wetters in den letzten Tagen/Wochen hat es nicht geregnet. Dafür lag in Stirling aber noch ein wenig Schnee und es war unverschämt kalt.
Die Fahrt nach Stirling selbst dauerte etwa 45 Minuten im warmen Reisebus. Leider war Fiona, die diese Ausflüge normalerweise leitet, krank und konnte nicht mitfahren. Stattdessen kam der Chaplain, Alistair, selber mit - netterweise hat er sogar noch Baguettes und Knabberzeug mitgebracht.
Unser erster Halt war Stirling Castle, eines der bekanntesten und historisch bedeutsamsten in Schottland. Das liegt hauptsächlich an seiner Lage - genau an einem Engpass zwischen zwei ehemaligen Sumpfgebieten. Um vom Süden in den Norden Schottlands zu kommen, musste jede Armee zwangsweise direkt an Stirling Castle vorbei und konnte von dort aus schon Tage vorher gesehen werden. Gerade deshalb war Stirling auch ständig hart umkämpft und wechselte zur schlimmsten Phase der Konflikte zwischen England und Schottland innerhalb von 50 Jahren nicht weniger als acht mal den Besitzer.
Außerdem war es der Wohnsitz diverser Könige - James VI. zum Beispiel, der später zu James I. König von Schottland UND England wurde. Oder Mary Queen of Scots, die bekannterweise später in England geköpft wurde. Wie sich herausstellt, lebten die Stuarts nicht gerade lange.
Hier einige Fotos von diesem beeindruckenden Bauwerk:
Wir machten eine einstündige Führung durch das Castle mit und konnten dann noch ein wenig selbst auf Entdeckungsreise gehen, wobei die meisten sich in den beheizten Gebäuden aufhielten - allein schon, weil es draußen wirklich ganz schön kalt war. Da halfen auch Handschuhe und Mützen nichts.
Um kurz nach 12 verließen wir das Castle und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Halt:
Das Wallace Monument.
William Wallace ist einer von Schottlands bekanntesten Nationalhelden, war einer der wichtigsten Anführer im Kampf gegen die Engländer und starb entsprechend grausam. Aber wenigstens haben sie dafür diesen riesigen Turm aufgestellt, um ihn zu würdigen:
Hatte ich eigentlich schonmal erwähnt, wie sehr ich enge Wendeltreppen hasse? Schlimm genug, dass man bei Gegenverkehr ständig Gefahr läuft, beinahe runterzufallen, aber ca. 250 Stufen in einer engen Spirale nach oben zu keuchen verpasst mir nur eins - einen ordentlichen Drehwurm. Und wenn die Türme schon so riesig sind, dann könnte man ja mit einer etwas größeren Treppe rechnen, oder? Von wegen!
Aber ich bin heil rauf und wieder runter gekommen und die Aussicht war es allemal wert.
Nach dieser unfreiwilligen sportlichen Betätigung ging es weiter zum nächsten und letzten Ausflugsziel:
Castle Campbell.
Man könnte meinen, wir würden direkt hinfahren - dachten wir alle auch. Aber das Castle liegt recht unzugänglich und während die Straße für Autos kein Problem ist, hätte unser Bus es nie bis rauf geschafft. Die Folge? Ein 45-minütiger Marsch querfeldein durch das Tal, an einem Bachlauf entlang und immer schön bergauf durch den Matsch.
Und natürlich war es wunderschön und hat sich absolut gelohnt:
Alles in Allem war es ein wunderschöner Ausflug, wenn auch morgens sehr kalt und nachmittags einfach nur noch kalt. Aber bei all den Treppenstufen und der Wanderung zu Castle Campbell wurde uns ordentlich warm und die Ausblicke waren die ganzen Strapazen mehr als wert.
Der nächste Ausflug ist der Wochenendausflug ende Februar - ich kann es kaum erwarten!
Cheers!
- Burgen in allen Variationen
- Wasser (ebenfalls in allen Variationen)
Ganz klar - der Chaplaincy-Ausflug nach Stirling und Umgebung gestern.
Überraschenderweise und trotz des miesen Wetters in den letzten Tagen/Wochen hat es nicht geregnet. Dafür lag in Stirling aber noch ein wenig Schnee und es war unverschämt kalt.
Die Fahrt nach Stirling selbst dauerte etwa 45 Minuten im warmen Reisebus. Leider war Fiona, die diese Ausflüge normalerweise leitet, krank und konnte nicht mitfahren. Stattdessen kam der Chaplain, Alistair, selber mit - netterweise hat er sogar noch Baguettes und Knabberzeug mitgebracht.
Unser erster Halt war Stirling Castle, eines der bekanntesten und historisch bedeutsamsten in Schottland. Das liegt hauptsächlich an seiner Lage - genau an einem Engpass zwischen zwei ehemaligen Sumpfgebieten. Um vom Süden in den Norden Schottlands zu kommen, musste jede Armee zwangsweise direkt an Stirling Castle vorbei und konnte von dort aus schon Tage vorher gesehen werden. Gerade deshalb war Stirling auch ständig hart umkämpft und wechselte zur schlimmsten Phase der Konflikte zwischen England und Schottland innerhalb von 50 Jahren nicht weniger als acht mal den Besitzer.
Außerdem war es der Wohnsitz diverser Könige - James VI. zum Beispiel, der später zu James I. König von Schottland UND England wurde. Oder Mary Queen of Scots, die bekannterweise später in England geköpft wurde. Wie sich herausstellt, lebten die Stuarts nicht gerade lange.
Hier einige Fotos von diesem beeindruckenden Bauwerk:
| Von Stirling Castle aus hat man einen tollen Blick auf das Wallace Monument |
| Wie man sieht, war das Wetter morgens um kurz vor 10 noch etwas trüb |
| Dieses Gebäude enthielt die Wohn- und Empfangsräume der königlichen Familie und ist mit 250 verschiedenen Statuen verziert |
| Die Great Hall fällt allein schon durch ihre leuchtend gelbe Farbe auf - Königsgold genannt |
| Das Eingangstor. Die Türme zu beiden Seiten waren früher doppelt so hoch, zwei andere fehlen komplett |
| Ein Wandbehang in der Great Hall, wo früher Bälle und Festgelage abgehalten wurden |
| Die Wandverzierungen in den königlichen Gemächern |
| Schauspieler in der damals korrekten Kleidung lieferten weitere Informationen |
| Das Einhorn - Schottlands Nationaltier - ist überall zu finden |
| Der Blick von Stirling Castle auf die Umgebung |
Wir machten eine einstündige Führung durch das Castle mit und konnten dann noch ein wenig selbst auf Entdeckungsreise gehen, wobei die meisten sich in den beheizten Gebäuden aufhielten - allein schon, weil es draußen wirklich ganz schön kalt war. Da halfen auch Handschuhe und Mützen nichts.
Um kurz nach 12 verließen wir das Castle und machten uns auf den Weg zu unserem nächsten Halt:
Das Wallace Monument.
William Wallace ist einer von Schottlands bekanntesten Nationalhelden, war einer der wichtigsten Anführer im Kampf gegen die Engländer und starb entsprechend grausam. Aber wenigstens haben sie dafür diesen riesigen Turm aufgestellt, um ihn zu würdigen:
| Wallace Monument in seiner ganzen Pracht |
| Natürlich kann man vom Monument aus auch Stirling Castle sehen |
| William Wallace - die Statue allein wiegt 7 Tonnen |
| Wenn man es erstmal die 258 Stufen raufgeschafft hat, ist die Aussicht atemberaubend |
| Bei schönem Wetter reicht der Blick bis nach Edinburgh |
Aber ich bin heil rauf und wieder runter gekommen und die Aussicht war es allemal wert.
Nach dieser unfreiwilligen sportlichen Betätigung ging es weiter zum nächsten und letzten Ausflugsziel:
Castle Campbell.
Man könnte meinen, wir würden direkt hinfahren - dachten wir alle auch. Aber das Castle liegt recht unzugänglich und während die Straße für Autos kein Problem ist, hätte unser Bus es nie bis rauf geschafft. Die Folge? Ein 45-minütiger Marsch querfeldein durch das Tal, an einem Bachlauf entlang und immer schön bergauf durch den Matsch.
Und natürlich war es wunderschön und hat sich absolut gelohnt:
| Unser erster Blick auf Castle Campbell mit den schneebedeckten Highlands im Hintergrund |
| Ein Wasserfall durfte natürlich nicht fehlen |
| Castle Campbell und die letzten Schneereste |
| Die Aussicht vom Castle aus - wie zu erwarten beeindruckend |
| Das Castle selbst ist hauptsächlich eine Ruine, aber noch relativ gut erhalten |
| Einer der Vorteile des frühen Sonnenuntergangs im Winter: tolle Bilder |
| Die Highlands hinter dem Castle |
| Besonders die Farben haben es mir angetan |
| Die Überreste des Castle vom großen, noch sehr gut erhaltenen Turm |
| Erwähnte ich schon die Vorteile von frühen Sonnenuntergängen? |
| Zeit zum Bus zurückzukehren - und den bunten Abendhimmel zu bewundern |
| Ein letzter Blick auf das Castle - diesmal von der Straße aus, die wir auf dem Rückweg nahmen |
Der nächste Ausflug ist der Wochenendausflug ende Februar - ich kann es kaum erwarten!
Cheers!
Montag, 12. Januar 2015
In der Welt zuhause
Seit gestern Abend bin ich wieder auf schottischem Boden und seit heute sind die Ferien definitiv vorbei.
Das zweite Semester hat offiziell begonnen und obwohl ich schon ganz schön erstaunt darüber bin, wie sehr die Zeit verfliegt, hat mich etwas anderes viel mehr überrascht.
Ich war drei Wochen lang zuhause in Deutschland und habe mich vorher auch schon sehr darauf gefreut, wieder dorthin zu fahren und meine Familie und Freunde zu sehen. Aber als ich dann dort war, habe ich mich immer wieder dabei erwischt, von meiner Rückkehr nach Schottland so zu reden:
"Wenn ich wieder heim fliege."
Selbst gestern morgen bei all der Hektik, der langen Fahrt zum Flughafen, der elenden Warterei in Stuttgart und dann nochmal in London Heathrow und den nervtötenden Sicherheitskontrollen (in Stuttgart haben sie jetzt Nacktscanner. Ich werd nimmer!), war ich kein Bisschen nervös.
Warum auch?
Ich wusste, wo ich hinfliege. Ich wusste, wie es da aussieht, dass meine Sachen da sind, kenne mich in der Gegend aus, habe Freunde da ...
Und fühle mich zuhause.
Home away from home, wie man so schön sagt. Ein Zuhause weg von Zuhause.
Ja, ich vermisse meine Familie und meine Freunde in Deutschland, während ich hier bin ... aber wenn ich in Deutschland bin, vermisse ich dafür Schottland und alles, was dazugehört. Und plötzlich bin ich froh, dass erst Januar ist und ich noch bis Ende August hier sein darf, um dieses fantastische Land zu entdecken und nebenbei zu studieren und neue Leute kennenzulernen und einfach so viele Erfahrungen zu sammeln, wie ich kann.
Wenn ich vorher schon diesen Verdacht hatte, dann hat er sich seit meiner Rückkehr nur bestätigt:
Dieses Auslandsstudium zu machen war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.
Cheers!
Update: die Termine für die Ausflüge in diesem Jahr sind jetzt bekannt. Siehe "Ausflüge und Events" für weitere Details.
Sonntag, 7. Dezember 2014
Weihnachtszeit ist Prüfungszeit
Ja, ich lebe noch.
Seien wir mal ehrlich - im November gibt es nichts zu tun. Wäre ich in den USA, hätte ich einen langen Eintrag über Thanksgiving schreiben können, aber sowas wird hier nicht gefeiert.
Stattdessen befindet sich Edinburgh seit dem 1. November im Weihnachtsrausch. Es ist immer wieder faszinierend, wie alle Halloweendekorationen über Nacht aus den Schaufenstern verschwinden und durch Lichterketten und Weihnachtskugeln ersetzt werden.
Nicht, dass ich davon allzu viel zu sehen bekommen hätte.
Den Großteil des Novembers habe ich in der Uni-Bibliothek verbracht. Und wenn ich sage "Großteil" dann meine ich, dass ich an meinen freien Tagen gegen 12 oder 1 Uhr mittags dort aufgetaucht bin, zum Abendessen zurück in die Wohnung ging und dann direkt wieder herkam ... gelegentlich bis 5 Uhr morgens. Mein Projekt für CAT (Computer Aided Translation) hab ich am Freitag abgegeben, jetzt muss ich nur noch bis nächsten Freitag einen Essay für International Politics schreiben und für die Spanischprüfung am 19. Dezember lernen.
Damit bin ich noch gut dran - meine armen Flatmates sind nämlich ganz schön im Prüfungsstress. Naja, alle außer Bobby und Izzy, die hatten ihre Prüfungen letzte Woche schon. Um uns alle anzutreiben, hat Bobby gestern netterweise für jeden von uns einen Exam Survival Pack in die Küche gestellt:
Lieb, oder?
Aber natürlich ist nicht alles nur Lernstress. Gestern war ich beispielsweise mit ein paar anderen Leuten Essen und hab mich anschließend mit Franzi und Sabrina aus meinem Kurs in der Stadt getroffen - über beide Weihnachtsmärkte bummeln und Fotos vom festlichen Edinburgh machen.
Der größere (und wesentlich überfülltere) Weihnachtsmarkt in der Stadt befindet sich direkt an der Princes Street und ist allgemein als der "deutsche" Weihnachtsmarkt bekannt. Spätestens beim Anblick dieses Schildes an einem der Stände blieben keine Fragen mehr offen:
Unter anderem im Angebot: Bratwurst, Currywurst und sogar Krakauer! Oh, und Bratkartoffeln und Nackensteaks. Außerdem Glühwein und Apfelstrudel. Alles auf Deutsch mit englischen Beschreibungen, damit die nicht-deutschen Besucher auch wissen, was sie da zu essen bekommen. Was es leider nicht gibt, sind Schnitzel, sehr zu meiner persönlichen Enttäuschung.
Abgesehen davon hat der Weihnachtsmarkt noch Lichterkettenbäume, ein Riesenrad und ein hohes Kettenkarussel zu bieten:
Weihnachten in Edinburgh - und dabei hab ich noch nichtmal Gelegenheit gehabt, ein richtiges Foto vom deutschen Weihnachtsmarkt zu machen - das folgt dann in ein paar Tagen, wenn ich das nächste Mal in der Stadt war. Aber erst muss ich einen Essay schreiben.
Cheers!
Seien wir mal ehrlich - im November gibt es nichts zu tun. Wäre ich in den USA, hätte ich einen langen Eintrag über Thanksgiving schreiben können, aber sowas wird hier nicht gefeiert.
Stattdessen befindet sich Edinburgh seit dem 1. November im Weihnachtsrausch. Es ist immer wieder faszinierend, wie alle Halloweendekorationen über Nacht aus den Schaufenstern verschwinden und durch Lichterketten und Weihnachtskugeln ersetzt werden.
Nicht, dass ich davon allzu viel zu sehen bekommen hätte.
Den Großteil des Novembers habe ich in der Uni-Bibliothek verbracht. Und wenn ich sage "Großteil" dann meine ich, dass ich an meinen freien Tagen gegen 12 oder 1 Uhr mittags dort aufgetaucht bin, zum Abendessen zurück in die Wohnung ging und dann direkt wieder herkam ... gelegentlich bis 5 Uhr morgens. Mein Projekt für CAT (Computer Aided Translation) hab ich am Freitag abgegeben, jetzt muss ich nur noch bis nächsten Freitag einen Essay für International Politics schreiben und für die Spanischprüfung am 19. Dezember lernen.
Damit bin ich noch gut dran - meine armen Flatmates sind nämlich ganz schön im Prüfungsstress. Naja, alle außer Bobby und Izzy, die hatten ihre Prüfungen letzte Woche schon. Um uns alle anzutreiben, hat Bobby gestern netterweise für jeden von uns einen Exam Survival Pack in die Küche gestellt:
Lieb, oder?
Aber natürlich ist nicht alles nur Lernstress. Gestern war ich beispielsweise mit ein paar anderen Leuten Essen und hab mich anschließend mit Franzi und Sabrina aus meinem Kurs in der Stadt getroffen - über beide Weihnachtsmärkte bummeln und Fotos vom festlichen Edinburgh machen.
Der größere (und wesentlich überfülltere) Weihnachtsmarkt in der Stadt befindet sich direkt an der Princes Street und ist allgemein als der "deutsche" Weihnachtsmarkt bekannt. Spätestens beim Anblick dieses Schildes an einem der Stände blieben keine Fragen mehr offen:
Unter anderem im Angebot: Bratwurst, Currywurst und sogar Krakauer! Oh, und Bratkartoffeln und Nackensteaks. Außerdem Glühwein und Apfelstrudel. Alles auf Deutsch mit englischen Beschreibungen, damit die nicht-deutschen Besucher auch wissen, was sie da zu essen bekommen. Was es leider nicht gibt, sind Schnitzel, sehr zu meiner persönlichen Enttäuschung.
Abgesehen davon hat der Weihnachtsmarkt noch Lichterkettenbäume, ein Riesenrad und ein hohes Kettenkarussel zu bieten:
| Edinburgh Castle und einige der beleuchteten Bäume |
| An diesem Motiv konnte ich nicht vorbeigehen, ohne ein Foto zu machen |
| Die Kinderabteilung des Weihnachtsmarkts mit dem Weihnachtsbaumverkauf |
| Das Riesenrad, das neben dem Monument gar nicht sooo riesig erscheint |
| Und hier das Kettenkarussel - warum man bei der Kälte da mitfährt, ist mir ein Rätsel |
| Dieser Baum hier bewirbt sich noch für eine Rolle im nächsten Horrorfilm |
| Der kleinere, nicht-deutsche Weihnachtsmarkt mit Eislaufring |
| Na sowas - noch mehr beleuchtete Bäume! 100% künstlich aber definitiv beeindruckend |
| Einige Gebäude sind so hell erleuchtet, dass man sie nur mit Sonnenbrille ansehen kann |
| Und die hier hatten eine Art Sternschnuppenregen zusätzlich zur Lichterwand |
| Die Rose Street, die parallel zur Princes Street verläuft, sieht derzeit so aus |
Cheers!
Donnerstag, 13. November 2014
Ausflug nach St. Andrews
So, mit ein wenig Verspätung kommt jetzt endlich mein Bericht über den Ausflug nach St. Andrews und einige benachbarte Dörfer am Samstag.
Nach etwa einer Stunde Busfahrt war unser erster Halt Pittenweem, wo wir bei strahlendem Sonnenschein durchs Dorf und am Hafen vorbei spazierten. Für Anfang November war das Wetter überraschend freundlich und das Fischerdörfchen zeigte sich von seiner besten Seite:
Nach unserem Spaziergang durch Pittenweem stiegen wir wieder in den Bus und fuhren weiter nach Astruther, früher einer der geschäftigsten Fischerhäfen der Gegend. Dementsprechend besuchten wir dort auch direkt ein Fischereimuseum am Hafen, wo man sowohl über das Leben damals als auch über die Geschichte der Fischerei und des Ortes selbst jede Menge lernen konnte.
Im Anschluss an das Museum waren natürlich dann Fish & Chips angesagt - und einen besseren Ort dafür hätten wir gar nicht finden können, denn die Anstruther Fish Bar wurde über mehrere Jahre hinweg als bester Fish & Chips Laden in Schottland ausgezeichnet. Geschmeckt hat es auf jeden Fall!
Nach diesen Zwischenstops fuhren wir endlich zum eigentlichen Ziel unseres Ausflugs: St. Andrews.
Diese Kleinstadt ist etwa 1000 Jahre alt und trotz ihrer wenig beeindruckenden Größe nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch ziemlich berühmt - kein Wunder, denn hier befinden sich nicht nur die Ruinen einer alten Burg und der ehemals größten Kathedrale Schottlands, sondern auch die älteste Universität Schottlands und (nach Cambridge und Oxford) die älteste Universität im Vereinten Königreich. Prinz William hat hier nicht nur studiert, sondern auch Kate Middleton kennengelernt, aber dazu später mehr.
Unser erstes Ziel war die Burgruine - wie das Wort schon andeutet, sind von der Burg selbst nur noch wenige Überreste zu sehen und der Hauptteil sind tatsächlich die Innenmauern, denn der äußere Teil ist längst zusammen mit der Klippe ins Meer gestürzt. Leider fing es mit unserer Ankunft auch an leicht zu regnen, sodass alles etwas düsterer aussah, als es eigentlich ist.
Besonders interessant war übrigens ein Tunnel, der im Laufe einer Belagerung gegraben wurde, um in die Burg einzudringen, sowie ein "Gegentunnel" der Burgbesetzer auf der Suche nach den Eindringlingen. Nach einem kurzen Kampf im Tunnel war der Einbruchsversuch erfolgreich zurückgeschlagen - und durch die Tunnel kann man auch heute noch laufen, wenn man klein genug ist:
Wie ihr seht, ist von der Burg leider wirklich nicht mehr allzu viel übrig, aber ein interessantes Ausflugsziel bietet sie allemal.
Und wenn man von Ruinen noch nicht genug hat, kann man dann noch die Überreste der Kathedrale bestaunen. Diese wurde im Jahre 1158 dort erbaut, wo zuvor schon eine Kirche stand, von der nur noch der Turm übrig ist - der steht allerdings immernoch und bildet heute eine Aussichtsplattform, von der aus man die Stadt überblicken kann.
Der westliche Teil der Kathedrale wurde nach etwa hundert Jahren Bauzeit in einem Sturm zerstört und neu aufgebaut. Weitere hundert Jahre später gab es noch einen Sturm und einen Brand und die Kathedrale wurde direkt nochmal zerstört und erst 1440 waren die Reparaturmaßnahmen beendet.
Leider wurde der Regen stärker, als wir die Ruinen angeschaut haben - eventuelle Wasserflecken auf der Kameralinse sollten also ignoriert werden ;-)
Eine kurze Recherche im Internet sagt mir, dass die Kathedrale früher vermutlich so ausgesehen hat:
Eigentlich wollten wir nach unserer Besichtigung der Kathedrale noch ein wenig die Stadt erkunden, aber der Regen wurde dann so stark, dass wir uns lieber in ein Café gesetzt haben - und zufällig genau in dem landeten, in dem Prinz William und Kate Middleton ihr erstes Date hatten.
Bei überraschend günstigen Preisen (alle Heißgetränke für 1,50 Pfund) konnten wir schlecht nein sagen und dazu kam noch die zusätzliche Verlockung von Warm Chocolate Fudge Cake.
Serviert wird dieser unverschämt leckere Kuchen noch warm mit Vanilleeis oder Schlagsahne und ich bin beinahe froh, dass ich nicht in St. Andrews studiere, sonst würde ich nämlich jeden Tag in diesem Café sitzen ...
Tatsächlich backt der Besitzer des Cafés alle seine Kuchen und Pfannkuchen selbst und ist so gut, dass er nächstes Jahr vermutlich beim Great British Bake-Off antreten wird - einer Sendung etwa vergleichbar mit einer deutschen Sendung wie das Kochduell, dafür aber landesweit und sehr hoch gefeiert - um da teilzunehmen, muss man schon ordentlich was auf dem Kasten haben.
Wir verbrachten etwa eineinhalb Stunden in dem Café, während draußen der Regen auf die Straße und Passanten prasselte, und stiegen dann wieder in den Bus, um nach Hause zu fahren. Und ganz ehrlich - der Kuchen war das absolute Highlight.
Cheers!
Nach etwa einer Stunde Busfahrt war unser erster Halt Pittenweem, wo wir bei strahlendem Sonnenschein durchs Dorf und am Hafen vorbei spazierten. Für Anfang November war das Wetter überraschend freundlich und das Fischerdörfchen zeigte sich von seiner besten Seite:
| Aufgrund irgendeines Wettbewerbs standen überall schön dekorierte Fahrräder herum |
| Das hier war mein persönlicher Favorit |
| Stellenweise kamen wir uns vor wie im sonnigen Süden |
| Und überall im Dorf boten sich schöne Aussichten auf das Meer |
| Zur Hochsaison sah der Anstruther Hafen früher eher aus wie ein recht seltsamer Wald |
| Unter anderem konnte man diese Nachbildung einer Schiffsbrücke bewundern |
| Sowie dieses Bild, das es mir irgendwie angetan hat |
| Auch im Museum vertreten: die Überreste eines alten Schiffes |
| In der Museumswerkstatt wird gerade ein Schiff von Grund auf restauriert |
Im Anschluss an das Museum waren natürlich dann Fish & Chips angesagt - und einen besseren Ort dafür hätten wir gar nicht finden können, denn die Anstruther Fish Bar wurde über mehrere Jahre hinweg als bester Fish & Chips Laden in Schottland ausgezeichnet. Geschmeckt hat es auf jeden Fall!
| Ob der Sensenmann mit den Heringen ein gutes Geschäft macht, blieb leider ungeklärt |
| Zum Abschied gab es noch diesen schönen Ausblick auf einen Teil des Hafens - und die heraufziehende Wolkenwand |
Diese Kleinstadt ist etwa 1000 Jahre alt und trotz ihrer wenig beeindruckenden Größe nicht nur geschichtsträchtig, sondern auch ziemlich berühmt - kein Wunder, denn hier befinden sich nicht nur die Ruinen einer alten Burg und der ehemals größten Kathedrale Schottlands, sondern auch die älteste Universität Schottlands und (nach Cambridge und Oxford) die älteste Universität im Vereinten Königreich. Prinz William hat hier nicht nur studiert, sondern auch Kate Middleton kennengelernt, aber dazu später mehr.
Unser erstes Ziel war die Burgruine - wie das Wort schon andeutet, sind von der Burg selbst nur noch wenige Überreste zu sehen und der Hauptteil sind tatsächlich die Innenmauern, denn der äußere Teil ist längst zusammen mit der Klippe ins Meer gestürzt. Leider fing es mit unserer Ankunft auch an leicht zu regnen, sodass alles etwas düsterer aussah, als es eigentlich ist.
Besonders interessant war übrigens ein Tunnel, der im Laufe einer Belagerung gegraben wurde, um in die Burg einzudringen, sowie ein "Gegentunnel" der Burgbesetzer auf der Suche nach den Eindringlingen. Nach einem kurzen Kampf im Tunnel war der Einbruchsversuch erfolgreich zurückgeschlagen - und durch die Tunnel kann man auch heute noch laufen, wenn man klein genug ist:
| Diese Seite der Burg ist praktisch komplett im Meer verschwunden und man sieht nur die inneren Mauern |
| Der Tunnel, durch den man nur gebückt laufen kann - wie genau man da noch drin gekämpft hat, ist mir ein Rätsel |
Wie ihr seht, ist von der Burg leider wirklich nicht mehr allzu viel übrig, aber ein interessantes Ausflugsziel bietet sie allemal.
Und wenn man von Ruinen noch nicht genug hat, kann man dann noch die Überreste der Kathedrale bestaunen. Diese wurde im Jahre 1158 dort erbaut, wo zuvor schon eine Kirche stand, von der nur noch der Turm übrig ist - der steht allerdings immernoch und bildet heute eine Aussichtsplattform, von der aus man die Stadt überblicken kann.
Der westliche Teil der Kathedrale wurde nach etwa hundert Jahren Bauzeit in einem Sturm zerstört und neu aufgebaut. Weitere hundert Jahre später gab es noch einen Sturm und einen Brand und die Kathedrale wurde direkt nochmal zerstört und erst 1440 waren die Reparaturmaßnahmen beendet.
Leider wurde der Regen stärker, als wir die Ruinen angeschaut haben - eventuelle Wasserflecken auf der Kameralinse sollten also ignoriert werden ;-)
| Der kleine schwarze Fleck da bin ich - und das ist nur ein kleiner Teil der Kathedrale |
| Der Turm da vorne gehörte zur Vorderseite mit dem Haupteingang und ist der höchste noch stehende Teil des Bauwerks |
| Offenbar wurde der Leichenschmauß früher noch ganz besonders ernst genommen |
| So hoch dieser Turm auch ist - er war nicht der höchste Teil der Kathedrale |
| Der alte Kirchturm, das älteste Bauwerk hier, auf den man noch immer raufsteigen kann |
| Ein Teil des zugehörigen Museums mit Grabplatten und schöner Architektur |
| Hier sieht man sehr schön, dass vom Eingangsbereich nicht mal mehr die Hälfte übrig ist |
| Diese flachen Steinplatten sind alles, was von den Stützsäulen geblieben ist |
| Vom Kirchturm aus hatte man einen schönen Blick auf den Hafen |
| ... und natürlich auch auf die Burgruine |
| St. Andrews aus der Vogelperspektive |
| Tatsächlich war die Stadt größer, als ich erwartet hatte |
| Man beachte, dass dies nur etwa die untere Hälfte der Mauern der Kathedrale ist |
| Eines der vielen Colleges der Universität von St. Andrews mit einem auffälligen roten Ziffernblatt |
Eigentlich wollten wir nach unserer Besichtigung der Kathedrale noch ein wenig die Stadt erkunden, aber der Regen wurde dann so stark, dass wir uns lieber in ein Café gesetzt haben - und zufällig genau in dem landeten, in dem Prinz William und Kate Middleton ihr erstes Date hatten.
Bei überraschend günstigen Preisen (alle Heißgetränke für 1,50 Pfund) konnten wir schlecht nein sagen und dazu kam noch die zusätzliche Verlockung von Warm Chocolate Fudge Cake.
Serviert wird dieser unverschämt leckere Kuchen noch warm mit Vanilleeis oder Schlagsahne und ich bin beinahe froh, dass ich nicht in St. Andrews studiere, sonst würde ich nämlich jeden Tag in diesem Café sitzen ...
Tatsächlich backt der Besitzer des Cafés alle seine Kuchen und Pfannkuchen selbst und ist so gut, dass er nächstes Jahr vermutlich beim Great British Bake-Off antreten wird - einer Sendung etwa vergleichbar mit einer deutschen Sendung wie das Kochduell, dafür aber landesweit und sehr hoch gefeiert - um da teilzunehmen, muss man schon ordentlich was auf dem Kasten haben.
Wir verbrachten etwa eineinhalb Stunden in dem Café, während draußen der Regen auf die Straße und Passanten prasselte, und stiegen dann wieder in den Bus, um nach Hause zu fahren. Und ganz ehrlich - der Kuchen war das absolute Highlight.
Cheers!
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