Donnerstag, 25. September 2014

Portobello Beach

Da bin ich wieder!

Nachdem ich euch letztes Mal schon die Seen, Inseln und Berge von Schottland gezeigt habe, ist jetzt das Meer dran. Tatsächlich ist so ziemlich alles irgendwie nur einen Steinwurf von Edinburgh entfernt und um an den Strand zu kommen, muss man die Stadt nichtmal verlassen.

Diese Tatsache und das schöne Wetter hab ich mit drei Mädels aus meinem Kurs am Sonntag dann auch entsprechend genutzt. Wir sind in den Bus gestiegen und in den Stadtteil Portobello gefahren, wo es nicht nur einen Strand gibt, sondern auch gleich eine Strandpromenade, diverse Fressstände, ein Volleyballfeld und unzählige Hunde. Herrlich.

Hier ein paar Eindrücke:

Vor Segelbooten konnte man sich kaum retten.


Auch wenn es hier noch einigermaßen leer aussieht, war ganz schön was los






Von diesen Muscheln wimmelt es am Strand geradezu.


Diese Möwe stand ewig auf dem Pfosten ...

... und wurde prompt von der nächsten Welle erwischt.


Schattenspiel am Strand

Auf dem Rückweg erhaschten wir beim Buswechsel noch einen schönen Blick auf die Altstadt.
Diese Woche ist sonst nichts weiter interessantes passiert - vorhin war ich im Kino, Guardians of the Galaxy - den Film kann ich nur empfehlen. Typisch Marvel, völlig durchgeknallt.

Oh, eine Sache war da noch - Mitbewohner Nr. 4 ist endlich aufgetaucht. Er heißt ebenfalls Robert und kommt aus dem Allgäu. Die Invasion der Deutschen in Edinburgh setzt sich also fort.

Cheers!

Sonntag, 21. September 2014

Ausflug zum Lake of Menteith und Loch Katrine

Wie schon im letzten Blogpost angekündigt, geht es heute um Schlafmangel und den wundervollen Grund dafür.

Achtung: dieser Blogpost ist lang und enthält viele Bilder.

Nach der Party am Freitag musste ich meinen Wecker auf 7 Uhr morgens stellen und bin nach 4,5 Stunden Schlaf eher schlecht als recht aus dem Bett gekrochen. Der Nieselregen und der graue Himmel draußen haben nicht gerade zur Steigerung meiner Motivation beigetragen.

Bewaffnet mit Regenjacke, Schirm, Rucksack, Kamera, Getränken und diversen Nutella-Toastbroten machte ich mich auf zur Bushaltestelle, wo wir alle in den wartenden Bus kletterten und froh waren, endlich aus dem Regen raus zu sein. Der Tag fing auch gleich gut an, weil Franzi, die Nr. 1 auf der Warteliste war, tatsächlich mitfahren konnte, nachdem eine Spanierin nicht auftauchte.

Nachdem alle im Bus waren, ging es auch direkt los zum Lake of Menteith - übrigens der einzige "Lake" in Schottland. Alle anderen heißen Loch. Der hier theoretisch auch, wenn da nicht ein niederländischer Kartrograph gewesen wäre, der die Einheimischen nach dem Namen fragte, woraufhin sie "Laich o Menteith" sagten - das Flachland/tief liegende Land von Menteith. Sie meinten die gesamte Umgebung, der Niederländer verstand "Lake" und dachte, nur der See wäre gemeint. Und schon haben wir den Salat.

Einen Besuch wert ist der "Lake" übrigens vor allem wegen der hübschen kleinen Insel mit der Inchmahome Priory, der verfallenen Ruine einer Abbey. Als wir dort ankamen, hatte der Regen aufgehört und das Wetter wurde langsam besser. Hier einige Eindrücke von diesem unglaublichen Ort:

Der Lake of Menteith morgens um kurz vor 10

Dieser absolut gigantische Baum - die untersten Äste erreiche ich grade so mit dem Kopf.

Die Überbleibsel der Abbey

Teilweise sind nur noch Umrisse der alten Gebäude erhalten

Und das war der Momemt, wo es zu warm für Jacken wurde.

Wunderschön, oder?

Wie man sieht, trug ich an diesem Tag unbewusst Tarnfarben, um mich der Umgebung anzupassen.



Was es auf der Insel wirklich massenhaft gibt, sind riesige Bäume.

So einen hätte ich gerne zuhause im Garten, danke.

Und die Aussicht von der Insel aus ist auch nicht schlecht

Die Lichtverhältnisse in diesem Kreis aus Bäumen mitten im Wald waren sehr interessant

Ein letzter Blick auf die Abbey, als wir mit dem Boot zurück zum Ufer fahren
Nach diesem atemberaubenden ersten Zwischenhalt fuhren wir weiter zum Loch Achray, wo wir eine zweistündige Wanderung in den Hügeln/Bergen dort unternahmen. Bilder sagen mehr als Worte:

Loch Achray mit spiegelglattem Wasser

Dieses Schloss ist ein Hotel, das wirklich sehr schön in die Landschaft passt.

Die Wanderung bergauf bescherte uns großartige Ausblicke wie diesen hier...

... und diesen ...

... und diesen, wo ich mich fühlte, als wäre ich in einem Jack Wolfskin Werbespot.

Die Gegend hier ist einfach lächerlich schön.

Und die Sonne lachte uns den ganzen Tag lang an.

Zwischen all den Lochs gab es übrigens auch Flüsse, Wasserfall (natürlich) inklusive.

Ja, das Wasser war wirklich so blau und der Baum liegt so idyllisch, als hätte man ihn absichtlich da hingelegt.

Dieser umgefallene Baum tat so, als wäre er ein übergroßer Pfifferling.

Noch ein Wasserfall - die Natur hat sich hier echt Mühe gegeben

Sagte ich schon, dass das Wetter großartig war?

Überraschenderweise gab es auch Wasserfälle ...

Und dann standen wir wieder am Loch Achray
Als wäre das noch nicht genug Schönheit für einen Tag, stiegen wir anschließend in den Bus und fuhren weiter zum Loch Katrine, wo wir an der schönsten Stelle ausstiegen und ein wenig herumliefen und noch mehr Fotos machten - die Landschaft bettelte ja geradezu darum:












Fast schon eine Frechheit, so dermaßen schön zu sein, oder? Und dann direkt auf unserem ersten größeren Ausflug. Das Wetter und die Natur haben sich gegen uns verschworen - wir hatten keine Chance und sind jetzt alle absolut verliebt in dieses Land. Kein Wunder.

Cheers von eurer Weltenwanderin!